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Stewart Filmscreen Phantom HALR
Stewart Filmscreen Phantom HALR ist eine Leinwand, die durch Absorption von Umgebungslicht den Bildkontrast drastisch verbessert. Auch akustisch transparent erhältlich. Ab ca. 4.500 Euro (Foto: R. Vogt)

Test: Stewart Filmscreen Phantom HALR Mega-Kontrast-Leinwand

Alle Welt spricht von HDR, also High Dynamic Range, und damit einem größeren als mit herkömmlicher Technik erreichbaren Kontrastumfang. Doch das ist mit einer Projektion im Heimkino oft nur schwer erreichbar, wenn die Leinwand in einem Wohnzimmer hängt. Daher kommen gerade jetzt Spezialtücher in Mode, die das Umgebungslicht schlucken, aber dennoch das Bild des Projektors reflektieren. Wir haben uns die neueste Hightech-Entwicklung des renommierten Herstellers Stewart namens Stewart Filmscreen Phantom HALR angeschaut. Der Zusatz „HALR“ steht dabei für „High Ambient Light Rejection“ – also hohe Umgebungslicht-Unterdrückung. Und das genau ist das Thema.

Stewart Filmscreen Phantom HALR
Moiré-frei: Stewart Filmscreen Phantom HALR zeigt auch aus der Nähe keine regelmäßige Struktur. Das Tuch ist auch mikroperforiert akustisch transparent erhältlich (Foto: R. Vogt)

Den größtmöglichen Kontrast von sattem Schwarz bis zu glanzvollem Weiß möchte man natürlich unabhängig vom Signal und seiner Auflösung auf der Leinwand sehen. Dazu soll im Idealfall der Projektor die einzige Lichtquelle sein und nur die Leinwand sollte dieses Licht reflektieren; der Raum und alles darin sollte daher eigentlich matt schwarz sein.

Wer einen eigenen Kinoraum bauen kann, könnte diesem Ideal sehr nahe kommen: Solch ein Fenster in die Fantasiewelt des Films berührt den Zuschauer und zieht ihn auch emotional mit ins Abenteuer, ins Musik-Konzert oder wonach ihm gerade der Sinn steht. Wer aber gerne noch einen Rest Licht hat, um etwa sein Getränk auf dem Tisch wieder zu finden oder schlimmer noch gar kein Extra-Zimmer fürs Kino zur Verfügung hat, kommt um Kompromisse nicht herum.

Die meisten Heimkinoprojektionen befinden sich in Wohnzimmern. Damit diese wohnlich bleiben, kann man sie nicht komplett schwarz gestalten. Aber alles Licht, das vom Zimmer – Möbeln, Boden, Decke, Wänden, Teppichen et cetera – reflektiert wird, landet auch wieder auf der Leinwand und bleicht dort dunkle Stellen und satte Farben aus. Noch schlimmer wirkt direktes Licht vom Lampen oder Fenstern. Das Bild leidet. Genial wäre also eine Leinwand, die primär das Licht des Projektors Richtung Zuschauer reflektiert und all das gesamte (ungewollte) Umgebungslicht schluckt.

Stewart Filmscreen Phantom HALR (Foto: R. Vogt)
Stewart Filmscreen Phantom HALR Reflexivität unter Winkel (Diagramm: Stewart Filmscreen)

Genau das vollbringt das Phantom HALR Material – wie auf dem Diagramm zu erkennen ist. Es bietet einen Gain von 1,0, erzeugt also aus einer rechtwinkligen Betrachter-Position ein Bild, das gleich hell ist wie eine matt-weiße, diffus reflektierende Leinwand.

Unter leichtem Winkel fällt die Helligkeit kaum ab. Wenn Licht in einem Winkel von mehr als 30 Grad seitlich auf die Leinwand trifft, etwa von einer Deckenleuchte kommend oder einem Fenster oder schlicht als Reflexion von den Wänden des Zimmers, gelangt weniger als die Hälfte davon zum Zuschauer.

Statistisch erreichen nur 18 Prozent des Umgebungslichts den Betrachter, der Kontrast steigt damit auf über das Fünffache! Das merkt man schon, wenn man auf das blanke Leinwand-Tuch der Phantom HALR schaut, es wirkt dunkelgrau, statt wie gewöhnliche Projektionstücher strahlend weiß. Der Farbton des Tuchs ist dabei perfekt neutral grau, wie auch unsere Spektralmessung belegt.

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Stewart Filmscreen Phantom HALR (Foto: R. Vogt)
Stewart Filmscreen Phantom HALR zeigt Farben sehr neutral und ausgewogen. Der Anstieg zum Infraroten hin (über 680nm) spielt im Filmbild keine Rolle (Foto: R. Vogt)
Stewart Filmscreen StudioTek 100
Zum Vergleich das Spektrum einer Stewart Filmscreen StudioTek 100. Die gilt als „die“ Referenz-Leinwand schlechthin und kommt in Studios zum Einsatz (Foto: R. Vogt)
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Zum Testen kam Ralf Lulay vom deutschen Vertrieb Screen Professional ins LowBeats Testkino und brachte eine Stewart Filmscreen Phantom HALR als Rahmenleinwand mit. Der Standard-Rahmen zum Aufstellen oder Aufhängen trägt den etwas ungelenken Namen „Stewart Filmscreen Luxus Deluxe Screenwall“.

Der präzise gefertigte und robuste Alu-Rahmen wird zur Montage nur gesteckt und mit wenigen Schrauben fixiert. Die sichtbaren Seiten und alle Stoßkanten sind mit einem ungewöhnlich stark Licht schluckenden Samt beflockt, um einen gut kontrastierten Bildrand zu bieten.

Die Testleinwand in 16:9 (1,78:1) war mit 2,7 Metern Bildbreite nur 4cm breiter als die im LowBeats Testkino fest installierte CinemaScope-Leinwand, deren 16:9-Ausschnitt 2,66 Meter misst.

Die Montage der Phantom HALR in Bildern:

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Stewart Filmscreen Luxus Deluxe Screenwall
Stewart Filmscreen Luxus Deluxe Screenwall. Ralf Lulay vom Vertrieb Screen Professional erklärt und demonstriert die Montage (Foto: R. Vogt)
Stewart Filmscreen Luxus Deluxe Screenwall
Alle exakt gefertigten Teile sind an den Passstellen mit identischen Nummern gekennzeichnet (Foto: R. Vogt)
Stewart Filmscreen Luxus Deluxe Screenwall
Zählen und Sortieren der Sicherungs- und Montageschrauben (Foto: R. Vogt)
Stewart Filmscreen Luxus Deluxe Screenwall
Pfeile markieren verdeckte Schraubgewinde – wie hier für die Standfüße der Test-Leinwand (Foto: R. Vogt)
Stewart Filmscreen Luxus Deluxe Screenwall
Mit diesen Halterungen wird die Luxus Deluxe Screenwall in die Wandschienen eingehängt (Foto: R. Vogt)
Stewart Filmscreen Luxus Deluxe Screenwall
Magnete halten den Rahmen bei Wandmontage plan an der Wand (Foto: R. Vogt)
Stewart Filmscreen Luxus Deluxe Screenwall
Die eigentliche Leinwand wird oben beginnend rückseitig auf den Rahmen geknöpft (Foto: R. Vogt)
Stewart Filmscreen Luxus Deluxe Screenwall
Mit den passgenauen Druckknöpfen im verstärkten Rand des Tuchs geht die Montage ruck-zuck (Foto: R. Vogt)
Stewart Filmscreen Luxus Deluxe Screenwall
Das gespannte Tuch liegt neben den Druckknöpfen auf einer umlaufenden Kante auf (Foto: R. Vogt)
Stewart Filmscreen Luxus Deluxe Screenwall
Ta-Daah! Fertig. Die Stewart Filmscreen Rahmenleinwand fertig aufgebaut zum Testen. Dauer: genau 33 Minuten inklusive Ralf Lulay als Erklär-Bär für jeden Schritt (Foto: R. Vogt)
Stewart Filmscreen Luxus Deluxe Screenwall
Stewart Filmscreen Luxus Deluxe Screenwall mit fertig aufgebautem Phantom HALR Tuch, platziert vor der fest installierten CinemaScope-Leinwand des LowBeats Testkinos (Foto: R. Vogt)
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