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Das versteckte Heimkino – Aufmacher
Das fertig eingerichtete versteckte Heimkino mit Piega Lautsprechern und großer Leinwand (Foto: HFB)

Installation: das versteckte Heimkino mit Piega

Mit Beginn des Jahres startet LowBeats eine neue Rubrik: Installing. Hier zeigen wir an besonders gelungenen Beispielen, wie hübsch und auch akustisch geschickt Einbau-Spezialisten ausgewählte HiFi- und AV-Technik in das Ensemble eines Wohnraums integrieren können. Die erste Geschichte ist ein aus unserer Sicht besonders gut geratenes Projekt vom HiFi Forum Baiersdorf: Hier gelingt der unauffällige Einbau eines Heimkinos mit Beamer und einer High End Anlage in ein nobles Wohnzimmer mit viel Tageslicht.

Kapitän Ehlers (Name von der Redaktion geändert) hat einen harten Job: Gemeinhin fährt er mit seinem Spezialschiff die Bauteile von Windkrafträdern über die raue Nordsee, damit dort weitere Offshore-Parks entstehen können. Der Job ist anstrengend und der Kapitän freut sich, wenn er alle vier Wochen mal nach Hause ins Nordfränkische kommt und hier seinem Hobby frönen kann – Ehlers ist ausgewiesener Heimkino-Fan.

Aber der Kapitän ist auch anspruchsvoll: Er will keinen düsteren Heimkinokeller, sondern das versteckte Heimkino im Wohnzimmer. Also Kino-Erlebnis auf großer Leinwand im Wohnzimmer (mit viel Tageslicht), aber man soll davon so wenig wie möglich sehen. Das Konzept soll Filmton perfekt wiedergeben, aber auch höchsten HiFi-Kriterien genügen. Es soll laut wie leise absolut überzeugen.

Und das Ganze soll über eine Systemsteuerung einfach zu bedienen sein. Eine Menge Anforderungen, die gar nicht so leicht unter eine Hut zu bringen sind…

Der Anspruch war hoch, doch die Ausgangslage für das versteckte Heimkino gut. Zum einen baute Ehlers gerade neu und konnte seine audiovisuellen Vorstellungen noch beim Architekten einbringen.

Zum anderen fand Ehlers mit dem HiFi Forum Baiersdorf einen Partner, der über ausreichend Erfahrung und Kenntnisse in Sachen Ton + Bild, aber auch bei der Haussteuerung und dem Einbau mitbringt. Und das HiFi Forum arbeitet eng mit einer Schreinerei zusammen, die auch maßgeschneiderte Akustik-Möbel bauen kann.

Das versteckte Heimkino – der Rohbau
Die Ausgangslage: So sah das Wohnzimmer im Rohbau aus. Man sieht viel Tageslicht. Das ist gut für die Stimmung, aber gemeinhin nicht so gut für ein knackscharfes Beamer-Bild (Foto: HFB)

Die Planung für das versteckte Heimkino

Als Erstes kam Ehlers ins HiFi Forum Baiersdorf, um mit den Experten vor Ort die Möglichkeiten abzuwägen. „Machbar ist ja fast alles“, sagt HiFi Forum Chef Heiko Neundörfer dazu. „Aber die Kunden müssen auch ein Gefühl für Umsetzbarkeit bekommen. Dafür machen wir nach einer intensiven Planung für jedes Projekt 3D-Modelle.“ Das Modell für das versteckte Heimkino sieht man hier.

Das versteckte Heimkino – 3D-Planung
Die 3D-Planung von HiFi Forum Baiersdorf ist mit ihren vielen Details sehr dicht an der tatsächlichen Umsetzung. So kann man vorab sehen, wie es später wird (Simulation HFB)

Beim Besuch im HiFi Forum legte sich Ehlers auch klanglich fest: Mit den koaxialen Aluminium-Lautsprechern Piega Coax 30 fand er seine Traumlautsprecher, die einen Großteil des klanglichen Geschehens abbilden und auch Teil des immersiven (3D-) Raumklangsystems werden sollten.

Sie sind der auffälligste Teil vom versteckten Heimkino, denn sie stehen vergleichsweise frei im Raum. Aber die eleganten Alu-Säulen können sich ja auch sehen lassen…

Aus der Wahl der Piegas ergaben sich die nächsten Schritte: Weil die Surround-Speaker aus Homogenitätsgründen klanglich verwandt sein sollten, setzten Heiko Neundörfer und sein Planer Matthias Bouecke auf fünf der pfiffigen Piega AP 1.2: als Center (oberhalb der Leinwand), als Rearspeaker und als sogenannte „Height Speaker“, die das Klangbild nach oben erweitern.

Eine gute Wahl: Wie LowBeats schon im Juni 2016 im Test feststellte, sind die Piega AP 1.2 für solche Zwecke hervorragend geeignet.

Das versteckte Heimkino – fertig
Die abgehängte Decke im Erker verbirgt nicht nur die (einrollbare) Stewart Leinwand, sondern auch drei Piega AP 1.2 als Center- und Height-Speaker. Unten stehen die beiden Piega Coax 30 Standlautsprecher und der Subwoofer PS 2. Und links von der Leinwand der ausschwenkbare TV für Nachrichten und Ähnliches (Foto: HFB)

Ergänzt wird das Lautsprecherset durch den Piega PS2 (zumindest ein Subwoofer ist im Heimkino unerlässlich) mit zwei 26 cm Tieftönern sowie zwei klanglich anspruchsvolle Einbau-Deckenlautsprecher NewTec ConoAlto S.

Das versteckte Heimkino – Piega AP4
Die dreieckeigen Piega AP 1.2 wurden eigens für den Einsatz als Surround- oder Effektspeaker entwickelt (Foto: HFB)

Neben hochwertiger Technik für Bild und Ton war ja eine der zentralen Maßgaben des Kapitäns, dass so wenig wie möglich von der Technik zu sehen sein sollte. Wie fast alle Räume erfordern auch moderne Neubauten eine „akustische Behandlung“. Dafür haben die Spezialisten vom HiFi Forum Baiersdorf den Raum akribisch ausgemessen und die erforderliche Dämpfung berechnet.

Denn allein eine hochwertige Elektronik reicht für optimale Ergebnisse nicht aus; die elektronische Entzerrung von Räumen ist immer nur zweite Wahl, weil dabei ein optimales Ergebnis für einen Punkt im Raum entsteht. So auch bei diesem Projekt. Dafür zwei Beispiele: Was wie ein rückseitiges Regal aussieht, ist zwar eines – enthält aber auch ein Bündel genau berechneter Bedämpfung.

Auch die abgehängte Decke nimmt durch ihre gelochte Struktur Energie aus dem Mitteltonbereich (weniger Hall) und verbirgt Absorber zur Reduzierung der akustisch auffälligsten (heißt: die am heftigsten dröhnenden) Raumresonanzen. Zudem konnte man in dieser abgehängten Decke nun ganz einfach die beiden omnidirektionale Atmos-Lautsprecher für den hinteren Deckenbereich unterbringen. Eine smarte Lösung.

Das versteckte Heimkino – DEckenlautsprecher
In der abgehängten Akustikdecke sitzen zwei NecTec Cono Alto S. Diese rundumstrahlenden Lautsprecher klingen erstaunlich gut und sind dank hoher Belastbarkeit von 100 Watt quasi nicht kaputtzukriegen (Foto: HFB)

Damit der Raum dabei nicht wie ein Tonstudio aussieht, arbeitete man mit Raumausstattern und Möbel-Spezialisten zusammen. So wurden die visuellen Wünsche und akustischen Anforderungen mit maßgeschneiderten und individuell angepassten Lösungen erfüllt – rundum überzeugende Ergebnisse sowohl für das Auge als auch für das Ohr.

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