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Reportage Krell Heimkino – Gesamtansicht
Ein perfektes Heimkino, dessen Komponenten nicht versteckt sind, sondern Teil des Erlebnisses sein wollen (Foto: HiFi Forum Baiersdorf)(Foto: HiFi Forum Baiersdorf)

Das Krell Heimkino: 3D-Klang mit B&W 802 D3

Leser Heribert W. (Name von der Redaktion geändert) ist ein echter Highender. Unter der B&W-Lautsprecherserie Diamond macht er es nicht. Und bei der Elektronik darf es ruhig schon einmal die US-amerikanische Nobelmarke Krell sein. Man sieht: der Mann ist HiFi-Connaisseur. Aber W. ist auch Film-Fan und wollte neben dem großen Ton auch das große Kino zu Hause. Und er ist keiner, bei dem alles versteckt sein muss. Wenn man so edles Besteck hat, so sein Credo, darf man es auch ruhig sehen. Das HiFi Forum Baiersdorf hat ihm nun eine perfekte Lösung auf den Leib geschneidert: das Krell Heimkino mit B&W.

Krell Heimkino – Simulation2
Simulation des Hörraums Richtung Leinwand (HiFi Forum Baiersdorf)

Am Anfang stand zweckmäßigerweise die detaillierte Planung zum Krell Heimkino. 3D-Vorschläge des Raumes und der Komponenten sind stets ein wesentlicher Bestandteil einer seriösen und letztendlich zufriedenstellenden Planung. Einerseits bekam W. bereits durch die Simulationen habhafte Eindrücke und konnte schon im Vorfeld die für ihn beste Version von Formen und Farben auswählen, andererseits sind die 3D-Pläne auch Ausgangsbasis für die komplette Projektplanung, beispielsweise für die Elektroinstallation ebenso wie für den Trockenbau und die dekorative Raumausstattung.

Krell Heimkino – Simulation1
Simulation der Installation vorn mit Mediamöbel (HiFi Forum Baiersdorf)

Starten wir mit dem Bild: Leser W. ist jemand, der auch mal kurz nur die Nachrichten sieht und der auch tagsüber ab und an mal ein Display braucht. Dafür hat er sich vor Jahren einen der überragenden Pioneer Plasma-TVs zugelegt und schwört immer noch darauf: „Bessere Schwarzwerte bekommst du nicht.“ Doch wenn dann die Zeit für den großen Heimkino-Abend gekommen ist, verwandelt sich das hübsche Wohnzimmer: Dann wird eine professionelle, kontrastoptimierte Stewart-Leinwand Firehawk aus der Decke gefahren und der Projektor, ein JVC D-ILA 4k beginnt, Bilder auf die Leinwand zu projizieren.

High End Heimkino 1 – Beamer
Der Projektor JVC D-ILA 4k macht ein knackscharfes Bild (Foto: HiFi Forum Baiersdorf)

Der wesentliche Bestandteil des Krell Heimkino aber sind natürlich die Anlagen-Komponenten. Als Signalquellen sind der Blu ray-Player Cambridge Azur und der Krell Connect als Streaming Client tätig. Für den – im wahrsten Sinn – guten Ton ohne Kompromisse sorgen die Verstärkerboliden von Krell: der A/V Prozessor Foundation und der Chorus 7200 7-Kanal-Endverstärker. Alles natürlich bereits vorbereitet für Dolby Atmos 3D Sound.

Krell Heimkino – Rack1
Das Mediamöbel ist groß genug, dass alle AV-Komponenten ausreichend Platz haben. Die Quellgeräte sind hinter einer Tür verborgen (Foto: HiFi Forum Baiersdorf)

Die gesamte Elektronik ist im individuell angefertigten Mediaboard untergebracht, das unter der Leinwand platziert ist. Das ist eine sehr angenehme Besonderheit im HiFi Forum Baiersdorf, dass man hier mit einem HiFi-infizierten Schreiner zusammenarbeitet, der einem die perfekt passenden (und klanglich optimierten) Möbel für solche Gegebenheiten aufbaut.

Krell Heimkino – Rack Plan
Das Mediamöbel in der Planung mit allen Ingredienzien (Zeichnung: HiFi Forum Baiersdorf)

Wie oben schon angedeutet, ist W. niemand, der gern Kompromisse macht. Bei den Lautsprechern gibt es entsprechend auch nur vom Feinsten. Ein Paar der ja auch bei LowBeats überragend bewerteten B&W 802 D3 agiert links und rechts, unterstützt jeweils von dem ungemein leistungsstarken Subwoofer B&W DB1. Nicht, dass die 802 D3 eine solche Bass-Extension nötig hätte. Aber das moderne Heimkino kennt nun einmal den LFE-Ausgangskanal. Und da sollte man fast schon zwingend einen Subwoofer dranhängen. Wenn es dann noch ein so überragend guter ist, umso besser.

Der Center des Krell Heimkino ist wegen der tonalen Homogenität logischerweise ebenfalls ein B&W: der HTM 2 Diamond. Der Rückraum wird mit den beiden B&W CWM 8.5 als Rearspeaker bestens ausgeleuchtet. Sie sind mit sogenannten Blackboxes auf der Rückseite zwischen den Fenstern in die Wand eingelassen und fallen nicht weiter auf. Die für Dolby Atmos & Co so wichtige dreidimensionale Abrundung kommt von den in der Decke verbauten B&W CCM 7.3.

Krell Heimkino – Sitzplatz
(Die Rearspeaker sind in der Wand eingelassen und beeinträchtigen so die großzügige Atmosphäre des Wohnzimmers nicht (Foto: HiFi Forum Baiersdorf)

Die Raumakustik hat ja immer einen enormen Einfluss auf die erreichbare Klangqualität und erfordert entsprechende Maßnahmen. Das war bei diesem Krell Heimkino-Projekt aufgrund der großen Fensterflächen eine besondere Herausforderung. Für den optimalen Klang ist daher eine exakte Akustik-Vermessung des Raumes unerlässlich. Erst wenn man diese Ergebnisse hat, kann man loslegen. Heiko Neundörfer, Chef des HiFi Forum Baiersdorf: „Das Wohnzimmer hatte akustisch einige Besonderheiten und wir mussten das Krell Heimkino sehr aufwändig einmessen. Uns kam hier natürlich die Qualität der Komponenten zugute. Wir haben mit geschickt gesetzten Absorbern viel Hall aus dem Raum bekommen und nach sehr vielen Messdurchläufen auch einen optimalen Übergang zwischen 802 D3 und dem Subwoofer gefunden. Perfekter geht’s nicht.“

Krell Heimkino – Akustik
Einer der Absorber wurde in die Decke integriert. Er reduziert den Hall im Wohnraum (Foto: HiFi Forum Baiersdorf)

Bedient wird das Heimkino natürlich zentral. Zwei Handpanels von RTI mit 2,8 Zoll-Display sorgen so auf einen Knopfdruck für die richtige Kinoatmosphäre. Aber natürlich ist hier nicht alles wireless: Rund 50 Meter Qualitätskabel von Audioquest sorgen für die perfekte Verbindung und Signalübertragung.

Krell Heimkino 1 – Sterung (Plan)
In der Planung wird festgehalten, wo die elektrischen Zugänge sein werden (Zeichnung: HiFi Forum Baiersdorf)

Im Laufe der Installation kam noch ein Erweiterungswunsch des Kunden dazu: Die Musik sollte überall verfügbar sein, aus dem Krell Heimkino sollte also eine Multiroom-Anlage werden. Natürlich auch kein Problem. W. entschied sich für ein Sonos-System in Kombination mit den B&W Einbaulautsprechern CCM 682 und CCM 818. Er hört nun Musik in der Küche, im Schlafzimmer und im Bad wenigstens genauso gut wie auf der Terrasse. Dort verbaute ihm das HiFi Forum Baiersdorf wetterfeste 36o Grad-Lautsprecher von NewTec. Die kleinen Speaker sind eine Sensation: Sie klingen nämlich ziemlich gut für ihre Größe und haben zudem noch eine Leuchte integriert. Zwei Fliegen mit einer Klappe also.

Krell Heimkino – Effektspeaker
Die NewTec 360° Speaker sind hoch belastbar, klingen gut und machen sogar Licht (Foto: HiFi Forum Baiersdorf)

Das Ergebnis ist gut, aber natürlich nicht ganz billig. „85.000 Euro“, sagt Neundörfer, „standen letztendlich für die Lautsprecher plus Komponenten plus Mediamöbel plus Einbau auf der Rechnung. Und das, obwohl W. den Beamer und den Plasma schon vorher hatte.“ Und natürlich braucht ein solcher Umbau des heimischen Wohnzimmers auch seine Zeit. Doch dank minutiöser Planung hat der Einbau des Krell Heimkino im Falle von Leser W. nur eine Woche gedauert – dann stand alles. Hinzu kamen nur noch drei Tage für die Programmierung und das Feintuning. Heribert W. jedenfalls ist mit seinem Krell Heimkino absolut zufrieden, zumal er quasi im Beifang noch eine Komplettbeschallung seiner Wohnung mitbekam…

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