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Der Rotel A12 im LowBeats Hörraum.
Der Rotel A12 im LowBeats Hörraum. Der vollausgestattete Vollverstärker leistet 2 x 60 Watt und kostet 980 Euro (Foto: H. Biermann)

Test Rotel A12 – der rundumsorglos Amp

Der mittlere Bruder im Rotel-Familienverbund bricht mit der Bauform des kleineren A10. Der Rotel A12 ist voluminöser. Eigentlich baugleich zum großen A14.

Der Kunstgriff wird durch das Display ermöglicht, das allerlei Feineinstellungen zulässt. Hier lassen sich Details wie Bass, Höhen und Balance vorgeben oder komplett abschalten.

Das display des Rotel A14
Die Displays von A12 und A14: Die Verstärker sind äußerlich nicht zu unterscheiden. Die Pegelanzeige im hellblauen Display ermöglicht die perfekte Auspegelung für den Hörtest (Foto: H. Biermann)

Der Blick unter die Haube ist ein anderer als beim kleinen A10. Hier wurde wirklich jeder Kubikzentimeter genutzt. Auch der Trafo fällt wuchtiger aus.

Der Trafo des Rotel A12
Der Rotel-gelabelte Trafo ist deutlich größer und leistungsfähiger als der des A10 (Foto: H. Biermann)

Dazu die doppelte Anzahl an Transistoren. Es sind acht an der Zahl; der kleine Bruder muss mit vier auskommen. Eine großformatige Kühlrippe in der Mitte sorgt nach dem Kaminprinzip für Kühlung der Leistungstransistoren.

Genauso wichtig zur Leistungssteigerung von 40 auf 60 Watt sind neben dem Trafo auch die Siebkondensatoren. Sehen die im A10 noch sehr zierlich aus, sind die des A12 schon ein anderes Kaliber:

Die Netzelkos des Rotel A12
Die beiden blauen Netzelkos des Rotel A12 kommen auf eine Gesamt-Kapazität von 20.000 Mikrofarad (Foto: H. Biermann)

Wie schon in der Rotel Familienübersicht gezeigt, steckt der A12 fast randvoll mit Bauteilen: eine weitestgehend diskrete, also mit Einzelbauteilen bestückte Konstruktion mit derart vielen Features erfordert dementsprechend viele Bauteile.

Zu viel, um sie auf einer Lage unterzubringen: Im A12 gibt es daher ein zweites Platinen-Stockwerk.

Die Platinen des Rotel A12
Die Platinen im Rotel A12 sind doppelstöckig ausgelegt, weil zu viele Bauteile untergebracht werden mussten; auch der A12 ist komplett diskret aufgebaut (Foto: H. Biermann)

Der Rotel A12 ist ein Paradebeispiel von in China gemacht und in Großbritannien erdacht. Die Verarbeitung ist vergleichsweise gut.

Unter den Baugruppen gibt es auch eine kleine Platine für einen Bluetooth-Zugang. Dieser Amp kann auch ganz einfach von einem Smartphone erkannt werden: Koppeln und Musik zuspielen in seiner einfachsten Form.

Der Bluetooth-Dongle des Rotel A12
Auf der Rückseite des A12 sitzt ein blinkendes Bluetooth-Element, das die Musikzuspielung per Bluetooth oder – im Falle von Apple Geräten – auch per AptX möglich macht (Foto: H. Biermann)

So sieht die Moderne aus. Was sich Rotel noch gönnt: einen hochwertigen Phono-Eingang für MM-Tonabnehmer, der auch hervorragend klingt. Mit einem Spagat verbindet der A12 also die neue Bluetooth-Welt mit der alten, guten Vinyl-Leidenschaft.

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