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Preview Süddeutsche HiFi-Tage 2019: die Neuigkeiten

Genuin Audio, Raum 30 & 32

Mit der Pearl hat Genuin Audio eine weitere echte Perle im Programm: eine Phono-Vorstufe, die sie in der absoluten Spitzenklasse verorten. Man könnte geneigt sein, dem Urteil ungehört zuzustimmen, denn die Pearl stammt aus der Feder von Entwickler-Urgestein Walter Fuchs, der hier seine Vorstellungen einer  kompromisslosen Phono-Vorstufe konsequent umgesetzt hat: kanalgetrennter Schaltungsaufbau, Class-A-Betrieb, zweistufige RIAA-Entzerrung, beste Bauteile, geringste Verzerrungswerte.
Fuchs legte die Pearl für den simultanen Anschluss von zwei Tonabnehmersystemen aus. Der MC-Zweig ist strikt symmetrisch aufgebaut und deshalb per XLR-Buchsen einzubinden, während ein MM-Cartridge unsymmetrisch mittels RCA/Cinch-Buchsen seine Verbindung findet. Und selbstverständlich gibt es ausreichend Möglichkeiten, per DIP-Schalter die verschiedenen Tonabnehmer individuell anzupassen. Regelbar sind Verstärkung, Kapazität (MM) und Widerstand (MC).
Entsprechend konsequent ist auch das Gehäuse der Pearl aufgebaut – nämlich doppelwandig. Es gibt eine Innenhülle aus Stahlblech, auf der die zusätzliche Außenhülle aus Aluminium fest verschraubt ist. In Verbindung mit den schwingungsgedämpften Platinen und entkoppelnden Füßen führt dieser Aufbau zu einer hohen Schock- und Vibrationsarmut. Das Netzteil wurde – natürlich – ausgelagert, die Stromversorgung erfolgt mittels 250-VA-Ringkerntransformator, der über ein Netzfilter mit Gleichstrom-Unterdrückung gespeist wird. Auch bei Genuin Audio sollte man womöglich mal vorbeischauen…
Genuin Audio Pearl offen
Geballtes Wissen ermöglicht viel Klang aus kleinem Gehäuse: Der Pearl ist in schwarzer oder silberner Ausführung erhältlich (Foto: Genuin Audio)
 Die Pearl ist ab sofort zum Preis von 4.990 Euro direkt über Genuin Audio sowie bei ausgewählten Fachhändlern erhältlich.

Gold Note (TAD), Raum 134

Der TAD Vertrieb aus Aschau hat bei der Messe Süddeutsche HiFi Tage 2019 Gold Note im Fokus. Die Italiener haben sich ja durch exzellente Laufwerke und Tonabnehmer einen Namen gemacht, können aber auch digital – wie der neue D/A-Wandler Namens DS-10 zeigen soll. Der DS-10 bietet praktisch alle Arten von Anschlussmöglichkeiten und ist direkt vom Gold Note Spitzenmodell DS-1000 abgeleitet.

Gold Note DS10 Front
High End in kompakter Form: der Gold Note DS-10 kostet 2.490,00 Euro (Fotot: Gold Note)

Aber natürlich haben die Italiener auch Analoges im Gepäck. Zum Beispiel den brandneuen Premium-Phono-Preamp PH-1000. Bis zu drei Eingänge finden bei ihm allerbeste Verstärkung. Und selbstredend ist die Anpassung aller angeschlossenen Pickups genauso feinfühlig möglich wie das Einschalten verschiedener Entzerrungskurven.

Gold Note PH-1000 Front
Das Maß der Phono-Vorstufen-Dinge bei Gold Note ist der Spitzen Vorvorverstärker PH-1000. Er kann alles und klingt spektakulär gut. Preis: 5.900 Euro (Fotot: Gold Note)

Weitere Informationen unter www.tad-audiovertrieb.de

HiFi Studio Falkensee, Raum 208

Die Berliner HiFi-Spezialisten sind in Stuttgart eine Besonderheit, weil sie ja auch Händler sind – halt in der Nähe von Berlin. Im Raum 208 läuft der immer wieder spannende Vergleich Analog versus Digital und die Berliner haben dafür fett aufgefahren. Als analoge Quelle dient der Bauer Audio dps 3 mit Bauer Audio Tonarm und Kiseki Blue NS Tonabnehmersystem (siehe Fotos) – nicht nur klanglich, sondern auch optisch eine der besten Lösungen. Verstärkt werden die zarten Signale des Kiseki von einem Grandinote Celio Phonoverstärker. Klingt schon beim Lesen lecker, oder?

Bauer Audio dps3 mit Kiseki
Einer der schönsten und besten Plattenspieler unserer Tage: dps3 von Bauer Audio (Foto: U. Heile)

Der digitale Herausforderer ist etwas weniger bekannt, aber keineswegs weniger ambitioniert. Firmenchef Uwe Heile hat sich hier für den Aqua DIVA CD Transport mit Aqua La Scala MK 2 entschieden. Die italienische Laufwerks/DAC-Kombination gilt als besonders musikalisch. Lassen wir uns überraschen.

Als Lautsprecher für den Vergleich kommen die neuen Graham Audio LS 5/9 F (Standlautsprecher) wie auch die neuen Grandinote Mach 4 Standboxen zum Einsatz. Die Gehäuse der Grandinote M4 sind übrigens komplett aus Aluminium, was dem Klang nur selten schadet…

Die Verstärkung ist dem noblen Versuch entsprechend angepasst: Sie besteht aus dem Top-Vorverstärker NAT Magnetostat und den NAT Magma M Röhren – das sind Monoblöcke mit 140 Watt Single Ended Power! Weitere Informationen unter HiFi Studio Falkensee

NAT Magna M1 Beauty
Werden den Raum 208 nicht nur optisch erleuchten: die Röhren-Monos Magma M1 von NAT (Foto: U. Heile)

MFE, Raum 434

Die erste Neuheit des deutschen Röhrenverstärker-Herstellers MFE (Michael Franken Elektronik) hat nichts mit Geräten zu tun. Michael Franken hat den Vertrieb seiner Komponenten in die Hände von MHW Audio gelegt. Eine gute Wahl, denn die rührigen Bayern haben ja seit jeher ein Faible für außergewöhnliches HiFi – wie eben MFE. Die aktuelle MFE „Signature-Edition“ gilt als neuester Stand und ist somit das Maß der Dinge bei MFE. In den Vorführräumen werden unter anderem zu bewundern sein:

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Röhrenvorstufe Tube One SE
Der MFE Tube One Pre-Amplifier Signature Edition für 9700 Euro…
MFE Röhren Monoblock TA300 SE
… sowie der Mono Tube-Power Amplifier TA 300 Signature Edition, Paarpreis ab 21.660 Euro (Foto: MFE)
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Orbid Sound, Raum 326

Direkt aus der Nähe: Orbid Sound ist im schwäbischen Balingen beheimatet und zählt zu der steigenden Zahl von Direktvermarktern. Die Schwaben stellen das neue das Topmodell der BEYOND Serie vor. Die Palum (Paarpreis: ab 10.000 Euro) ist eine 2,5-Wege-Konstruktion mit 1,38 Meter Höhe und mit ordentlich Wirkungsgrad. Die schlanke Standbox ist mit drei 8 Zoll Bassmitteltönern bestückt – was erst einmal entsprechend druckvolle Bässe erwarten lässt. Den Hochtonbereich übernimmt ein großer Air Motion Transformer, der in einem separaten Gehäuse untergebracht ist.

Bass- und Hochtongehäuse sind aus 25 mm starken MDF Platten aufgebaut, die Bodenplatte kommt sogar auf satte 30 mm Stärke und beinhaltet vier Schwingungsdämpfer aus Kunstkoralle, die für eine Entkopplung vom Boden sorgen sollen. Die beiden Gehäuseteile und die Bodenplatte werden wahlweise durch Kugeln aus Edelstahl oder massiven Blöcken aus Aluminium miteinander verschraubt. Die nötige Verstärkung erfährt die Palum durch die Prototypen einer in Kooperation entwickelten Vor- /Endstufenkombination, die Orbit Sound ab Herbst anbieten will. Auch da darf man ja gespannt sein, wer hier wohl der Koop-Partner ist…

Orbit Sound Palum Totale
Orbid Sound Palum: Drei 8 Zoll Bässe mit speziell beschichteten Polypropylen Membranen sorgen für viel Tiefgang und hohen Wirkungsgrad (Foto: Orbit Sound)

Weitere Informationen unter www.orbid-sound.de

Phonosophie, Raum Cezanne

Ober-Aktivator Ingo Hansen stellt den Phonosophie PAS1 Musikserver/-Streamer vor. Der PAS1 ist ein kompakter, dennoch hochwertig gemachter Sever ohne CD-Laufwerk, aber mit großer, interner SSD-Festplatte und natürlich mit ausrechend Phonosophie-Nachbehandlung. Die Frage bei Phonosophie ist ja immer: Wie viel Voodoo steckt in der „Aktivierung“ und in der „Informierung“ einzelner Bauteile? Dazu hat jeder seine eigene Meinung. Es bleibt nur so oft festzuhalten, dass Hansens Wirken in der Regel dem Klang recht gut tut…

Phonosophie PAS1 von vorn
Ohne Display, ohne Schnickschnack: der PAS1 ist ein konsequent auf besten Klang gezüchteter Streamer mit integrierter SSD-Festplatte (2TB). Sein Preis liegt bei 2.500 Euro (Foto: Phonosophie)

Aber Hansen geht auch noch einen zweiten Punkt im modernen digitalen Leben an: das der Bluetooth-Strecke. Seine Audio Engine B1 will genau diesen Punkt auf High End trimmen. Und der Hamburger gibt sich selbstbewusst: „Es heißt immer, dass Bluetooth-Übertagungen zur HiFi-Anlage nicht klingen können. Wir sagen: „Das stimmt nicht.“ Bringen Sie doch Ihre auf dem Handy gespeicherte Musik mit. Koppeln Sie sich in die Vorführanlage und lassen Sie sich überzeugen…“

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Phonosophie PAS1 von oben
Die Audio Engine B1 von oben lässt reinige Qualität erwarten (Foto: Phonosophie)
Phonosophie PAS1 von hinten
Die Audio Engine B1 von hinten mit der Bluetooth-Leuchte für das Pairing. (Foto: Phonosophie)
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Die von Hansen modifizierte „Maschine“ kostet 460 Euro und damit knapp 250 Euro mehr als das unbehandelte Orginal. Da muss man schauen, was die Phonosophie-Behandlung bringt. Die Vorführanlage im Raum Cezanne aus einem Phonosophie getunten Pioneer A70 DA Vollverstärker und Canton Lautsprechern. Weitere Informationen unter www.phonosophie.de

Saxx Tec, Raum 419

Der niedersächsische (deshalb Saxx) Lautsprecher-Direktvermarkter hat ja gerade neue Subwoofer mit 12 und 15 Zoll Treibern auf den Markt gebracht – siehe News-Eintrag vom 20.8.2019. Beide machen einen exzellenten Eindruck und werden die Süddeutsche HiFi Tage 2019 (hoffentlich) ordentlich durchschütteln.

SaxxTec deepSOUND DS 150 DSP und DS 120 DSP
Mit DS 150 DSP und DS 120 DSP hat Saxxtec zwei hoch ambitionierte Subwoofer am Start. Und sie sind mit 1.000 (deepSOUND 12 DSP) beziehungsweise 1.600 Euro (deepSOUND 12 DSP) gar nicht einmal teuer (Foto: SaxxTec)

Vanini Sound, Raum 219

Vanini Sound kommt aus dem Stuttgarter Nordwesten (Gerlingen) und ist in den HiFi-Kreisen noch weitgehend unbekannt. Der Hersteller, der in erster Linie Beschallungssystem baut, wagt sich mit seinen Modellen nun auch ins HiFi. Die VS 4.0 Miniature ist das neuste und kleinste Mitglied der Vanini Sound Produktreihe. Ihre Kantenlängen sind kaum größer als die eines CD-Covers und so erstaunt nicht, dass der kleine Würfel natürlich einen Subwoofer zur Ergänzung braucht.

Vanini Sound VS 4.0 Miniature
Das etwas rudimentäre Design soll wohl noch verändert werden, Preise waren nicht herauszubekommen (Foto: Vanini Sound)

Weitere Informationen unter www.vaninisound.de

WBT, Flur 3

Es ist eine Revolution im Kleinen, ausgerufen von Wolfgang B. Törner (WBT), dem Meister der Kabel- und Steckverbindungen. Nachdem er mit den üblichen Oberflächenbehandlungs-Verfahren alles erreicht und ausprobiert hatte, verfiel er nach vielen Jahren der Forschung auf die Plasma-Beschichtung.

WBT Stecker mit Plasma-Beschichtung
Nicht nur klanglich besser, sondern auch sehr viel umweltverträglicher. Das ist HiFi der Zukunft (Foto: WBT)

Die Idee ist in doppelt genial. Hatte er mit nextGen vor etlichen Jahren die Latte für höchste Stecker (Klang-) Qualität schon so hoch gelegt, dass kaum ein Weg an WBT-Steckern vorbeiführte, gelingt mit der Plasma-Beschichtung nun der klanglich nächste Fortschritt, der zudem auch noch sehr viel umweltverträglicher ist als die üblichen galvanischen Oberflächenbeschichtung Denn im Gegensatz zur Galvanotechnik braucht das Plasmaverfahren keine toxischen Galvanikbäder und ist somit umweltverträglicher. Und, auch das ist Törner wichtig: Der Energiebedarf verringert sich mit dem neuen Prozess um fast 25%. Auch können die Edelmetalle Ressourcen-schonender eingesetzt werden.

Warum das Plasma-Verfahren tatsächlich besser klingen könnte, wird auf den Bildern deutlich.

WBT Plasma Protect Unterschied zu nextGen
Links galvanisiert, rechts mit Plasma Protect-Oberflächenbeschichtung. Geht man davon aus, dass glatter auch besser ist… (Foto: WBT)

Mit WBT-PlasmaProtect™ gelingt WBT ein echter Fortschritt. Natürlich steht ein intensiver Test noch aus. Aber eigentlich sprechen hier alle Indizien für das neue Verfahren. Weitere Informationen unter www.wbt.de

Wharfedale, Raum 131

Die britische Lautsprecherschmiede hat ja schon eine extrem lange und stolze Tradition – der sie vielleicht nicht in allen Jahren ihres Bestehens allumfänglich gerecht wurde. Aber mit der Wharfedale Linton im Retro-Style machen die Briten mit chinesischen Besitzern alles wieder wett. Obwohl noch Sommer ist, bin fast geneigt zu sagen, die Linton ist eine DER Sensationen des Jahres. Warum? Eine toll und wertig verarbeitete 3-Wege Midsize-Box im Echtholz-furnierten Gehäuse, die in allen Belangen klanglich überzeugt und gerade einmal 1.000 Euro (pro Paar!) kostet. Dazu diese genialen Lautsprecherständer (Aufpreis: 300 Euro), die von der Größe genau so gewählt sind, dass LPs reinpassen. Ein genialer Streich. Anhören ist Pflicht!

Wharfedale Linton auf Ständer
Auch optisch ein Hammer: die Wharfedale Linton im Retro Style kosten mit Ständer 1.300 Euro (Foto: Wharfedale)

Ken Ishiwata bei FinkTeam, Saal Renoir

In diesem Falle ist nicht das Produkt der Star, sondern der Vorführer. Ken Ishiwata, bis vor kurzem Marantz Botschafter des guten Klangs und für viele Jahrzehnte bei Marantz für den guten Klang verantwortlich, führt auf den Süddeutschen HiFi Tagen 2019 die FinkTeam Borg (übrigens Referenz bei LowBeats) vor. Das ist ein Event, den sich kein HiFi-Fan entgehen lassen sollte. Einer der besten 2-Wege-Lautsprecher der Welt vorgeführt von einer Ikone mit ausgewiesen guten Musikgeschmack… Besser geht´s nicht.

Ken Ishiwata Eindhoven 2017
Die Legende: Ken Ishiwata hat allein eine über 40 Jahre währende Geschichte mit Marantz und ist einer der bekanntesten Köpfe der HiFi-Szene (Foto: H. Biermann)

Die Süddeutschen HiFi-Tage – HÖRTEST 2019 noch einmal im Überblick:

Dauer: 07.–08. September 2018, Öffnungszeiten: 10.00 – 18.00 Uhr; Sonntag 10.00 – 16.00 Uhr
Das Messehotel ist das Holiday Inn, im Mittleren Pfad 25-27, in 70499 Stuttgart, der Eintritt ist frei.
Weitere Informationen unter www.süddeutsche-hifitage.de

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