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Cambridge Audio Edge NQ oben
Cambridge Audio bringt seine erste echte High End Linie: Edge ist technisch höchst anspruchsvoll und sieht außergewöhnlich gut aus – hier der Edge NQ (Foto: Cambridge Audio)

Cambridge Audio Edge auf der HIGH END 2018

Cambridge Audio gibt es seit 1968 und die Briten haben die Szene weiß Gott mit vielen schönen und angenehm bodenständigen HiFi-Komponenten bereichert. Die Mono-Endstufen 851 W beispielsweise sind aus dem LowBeats Referenzregal nicht mehr wegzudenken. Nun, zum 50. Geburtstag, beschenken sich die Briten selbst mit der ambitioniertesten Serie der Firmengeschichte: Cambridge Audio Edge heißen die aufwändig gemachten Edel-Komponenten und zur HIGH END in München sollten drei Modelle der neuen Edge Linie spielfertig sein: der Vollverstärker Edge A, der Vorverstärker und Netzwerk-Player Edge NQ sowie die Endstufe Edge W. Und wie Cambridge Entwicklungsleiter Dominic Baker bei seinem LowBeats Besuch durchblicken ließ, wird unter dem Label Cambridge Audio Edge auch noch einiges Feines folgen – unter anderem ein Plattenspieler mit Direktantrieb.

Cambridge Audio Edge NQ + W
Sie gehören zu den ersten Komponenten der im Mai vorgestellten Edge Serie: der Vorverstärker NQ und die Endstufe W. Die Endstufe leistet 2 x 100 Watt und kostet 3.000 Euro. Die Vorstufe NQ hat einen Netzwerkplayer sowie einen hochklassigen DAC integriert und kostet 3.000 Euro (Foto: Cambridge Audio)

Der Anspruch von Cambridge Audio Edge ist, wie im Gespräch zu verstehen war, extrem hoch. Man wollte nicht die x-te Auflage von gutem High End, sondern tatsächlich eine Neu-Formulierung des „Great British Sound“. Dafür hat das gar nicht kleine Entwicklungslabor von Cambridge Audio keine Mühe gescheut und Vieles noch einmal neu und quergedacht.

Dominic Baker, Cambridge Audio (Foto: R. Vogt)
Dominic Baker ist der höchst sympathische und äußerst kenntnisreiche Entwicklungschef bei Cambridge Audio (Foto: R. Vogt)

„Sehr viel länger, als wir gehofft hatten“ antwortet Entwicklungsleiter Baker gern etwas gequält auf die Frage, wie lange Cambridge Audio an der Edge Serie gefeilt hätte. Am Ende wurden es über drei Jahre. Im High End wirklich neue Wege zu gehen und höchsten Ansprüchen zu genügen, erfordert eben nicht nur viel Knowhow, sondern auch sehr viel Muße…

HIGH END 2018 Cambridge Edge A offen
Ein aufgeschraubter Edge A auf der HIGH END 2018 erlaubt Einblicke auf das blitzsaubere Innenleben (Foto: F. Borowski)

Wenn eine ganze Serie von Cutting-Edge-Produkten aus der Taufe gehoben wird, liegt der Name auf der Hand. Meint man.

In Wirklichkeit ist der Name „Edge“ eine Hommage an einen der Gründer von Cambridge Audio: Professor Gordon Edge entwickelte 1968 mit dem Vollverstärker P40 das erste Produkt von Cambridge Audio, das möglichst unverfälschte Klangwiedergabe durch innovative Technik erreichen wollte. Damals maßstabsetzend, verwendete Professor Edge für den P40 erstmals Ringkerntransformatoren – heute ein fester Bestandteil der audiophilen Welt.

Die Cambridge Audio Edge Serie wurde von einem neunköpfigen Team entwickelt und konsequent auf besten Klang hin optimiert. Neben bereits bekannten und angepassten Cambridge Audio Technologien wie StreamMagic und Class-XA-Verstärker finden sich hier Neuentwicklungen wie symmetrisch gespiegelte Ringkerntrafo-Paare sowie auf das Nötigste reduzierte Signalwege. Damit erfüllt Edge eine ganz neue Dimension des Great British Sound mit maximaler Klarheit und Transparenz – sagt Dominic Baker.

Cambridge Audio Edge A
Der Vollverstärker Edge A ist das erste Gerät der Edge Serie, das in Deutschland getestet wird – natürlich bei LowBeats. Der Edge A leistet 2 x 100 Watt an 8 Ohm und hat neben Bluetooth und etlichen analogen auch verschiedene Digital-Eingänge: symmetrisch, koaxial S/PDIF, TOSLINK, USB Audio. Der Edge A wird 5.000 Euro kosten (Foto: Cambridge Audio)

Aber obwohl alles so lange gedauert hat und obwohl man den Zeitplan mehrfach anpassen musste: Auf der HIGH END 2018 zogen die Briten alle Register. Der Stand in Halle 3 war riesig und am Fachbesuchertag erklärte Dominic Baker noch einmal der versammelten Journalistenschar die Edge-Idee und all die technischen Besonderheiten.

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Cambridge hatte sich die so genannte Superior-Kabine gemietet. Die het einen guten Schallschutz gegen den Lärm der Halle und klingt auch recht ordentlich (Foto: H. Biermann)

Aber Cambridge hatte zudem einen der großen Superior Hörkabinen (45 Quadratmeter Fläche) von der High End Society gemietet, in denen die Vor/End-Kombination an einem Paar B&W 802 D3 unterstreichen konnte, was in ihr steckt. Und obwohl Dominic Baker mit dem Klang der Kabine nicht ganz glücklich war, muss ich doch sagen, dass es absolut überzeugend klang.

Die Abbildung war ungemein plastisch, das wunderbar transparente und doch sehr habhafte Klangbild löste sich völlig mühelos von den Lautsprechern. Und auch wenn es laut wurde, knickte die Endstufe Cambridge Audio Edge W keinen Millimeter ein. Das war im besten Sinne richtig musikalisch.

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Das passt zusammen: Cambridge Edge NQ und W und die B&W 802 D3 (Foto: H. Biermann)

Die ersten Geräte der Cambridge Audio Edge Serie sollen schon im Frühsommer ausgeliefert werden. Und der erste Edge A kommt direkt in den LowBeats Hörraum…

Der gesamte LowBeats Messe-Rundgang über die HIGH END 2018

Weitere Informationen zur Edge Serie unter www.cambridge-audio.com/deu/de

Und hier geht’s zum zwischenzeitlich erfolgten, ersten ausführlichen Test des Vollverstärkers Cambridge Audio Edge A

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