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Cinemike: Hifi- und Heimkino-Händler/Planer und Tuningwerkstatt (Foto: R. Vogt)
Cinemike: HiFi- und Heimkino-Händler/Planer sowie Tuningwerkstatt (Foto: R. Vogt)

Cinemike: Hausmesse 2018 mit viel Neuheiten und Prominenz

Die Jungs von Cinemike kenne ich schon eine Ewigkeit. Trotzdem führte mich mein Weg bislang noch nie zu der Firma nahe Aachen. Diesmal hatte mich Inhaber Michael Schiffers schriftlich eingeladen und auch angerufen. Es schien ihm wirklich wichtig. Also machte ich mich erwartungsvoll auf den Weg zum VIP-Tag der Hausmesse von MS Technik, wie die Firma hinter der Marke Cinemike eigentlich heißt. An den folgenden Tagen (15.-16.09) war die Messe fürs allgemeine Publikum geöffnet.

Cinemikes cooler Testbild-Briefkasten (Foto: R. Vogt)
Cooler Testbild-Briefkasten (Foto: R. Vogt)

Klar, Cinemike, das steht für gehobenes Heimkino, am besten als komplettes Projekt geplant und ausgeführt mit vom hauseigenen Elektronik-Geek Michael Krehl getunten Geräten, insbesondere von Denon, Marantz und Oppo.

Das Gebäude ist schlicht, aber riesig. Es stammt aus den 1960ern, diente jahrzehntelang als Grundschule und danach als Kindergarten von Simmerath-Strauch. „Ein Kindergarten ist es im Grunde auch heute noch“, sagt Hausherrin Viara Schiffers augenzwinkernd.

Cinemike Hausmesse 2018: Lumagen-Chef Jim Peterson mit Hausherr Michael Schiffers (Foto: R. Vogt)
Cinemike Hausmesse 2018: Lumagen-Chef Jim Peterson (l.) mit Hausherr Michael Schiffers (Foto: R. Vogt)

Fünf Kinos sind fest installiert und vorführbereit. Da gibt es als offene Räume eines im Schieferstein-Look mit InWall-Lautsprechern von Dali und KEF, ein zweites als Wohnzimmer mit viel Holz und akzentuierter Beleuchtung.

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Cinemike Hausmesse 2018: InWall-Kino (Foto: R. Vogt)
Cinemike Hausmesse 2018: InWall-Kino (Foto: R. Vogt)
Cinemike Hausmesse 2018: Kino-Wohnzimmer (Foto: R. Vogt)
Cinemike Hausmesse 2018: Kino-Wohnzimmer (Foto: R. Vogt)
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Drei geschlossene Kinoräume mit unterschiedlichem Anspruch an das Design und Qualitäts/Budget-Niveau zeigen eine interessante Bandbreite. Da gibt es im Erdgeschoss ein mittelgroßes Science-Fiction-Kino, dessen Look an Tron Legacy erinnert, zur Messe mit Cabasse und JL-Audio ausgestattet. Hier fand auch die Premiere des 8K (!) auflösenden JVC DLA-NX9 Projektors statt, den Peter Hess mitgebracht hatte. Dahinter befindet sich das etwas kleinere Nostalgie-Kino. Es erinnert an die Gründerzeit-Lichtspielhäuser, Kronleuchter inklusive.

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Cinemike Hausmesse 2018: Kino mit Sience-Fiction Thema an "Tron" angelehnt (Foto: R. Vogt)
Cinemike Hausmesse 2018: Kino mit Sience-Fiction Thema, an Tron angelehnt (Foto: R. Vogt)
Cinemike Hausmesse 2018: Nostalgie-Kino, für die Messe mit Stewart Splitscreen (Foto: R. Vogt)
Cinemike Hausmesse 2018: Nostalgie-Kino, für die Messe mit Stewart Splitscreen (Foto: R. Vogt)
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Zu guter Letzt muss man in den Keller, welcher in der Hochzeit des kalten Krieges als Luftschutzbunker für das Schulgebäude diente. Er ist groß, schließlich sollte er damals die gesamte Schülerschaft aufnehmen können. Heute ist er heimkinofreundlich isoliert.

Krass: Die ehemalige Luftschleuse dient heute als Beton-Gehäuse für den mächtigen Doppel-21-Zoll-Subwoofer, der praktisch ungebremste LFE-Pegel gewährleistet.

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Cinemike Hausmesse 2018: Referenzkino im ehemaligen Luftschutzbunker (Foto: R. Vogt)
Cinemike Hausmesse 2018: Referenzkino im ehemaligen Luftschutzbunker (Foto: R. Vogt)
Cinemike Hausmesse 2018: Referenzkino im ehemaligen Luftschutzbunker (Foto: R. Vogt)
Cinemike Hausmesse 2018: Die Quadral Titan spielen laut und detailreich (Foto: R. Vogt)
Cinemike T-1800 Subwoofer der Hausmarke (Foto: R. Vogt)
Cinemike T-1800 Subwoofer der Hausmarke (Foto: R. Vogt)
Cinemike Hausmesse 2018: Referenzkino Dekoration (Foto: R. Vogt)
Cinemike Hausmesse 2018: Referenzkino Dekoration (Foto: R. Vogt)
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Am Ende gibt es alle Kinos nochmal als 360°-Panorama-Bilder, wer sich noch mal genauer umschauen möchte.

Cinemike Hausmesse 2018: Video-Encoding-Profi David Mackenzie mit Hifi-Tuner Michael Krehl (Foto: R. Vogt)
Video-Encoding-Profi David Mackenzie (l.) mit Hifi-Tuner Michael Krehl beim Fachsimpeln (Foto: R. Vogt)

Und weil am VIP-Freitag vor der öffentlichen Veranstaltung des Wochenendes noch etwas Ruhe herrschte, wurde der Umbau des Oppo UDP-203 von Hollywood Film-Editor Jon Thompson (Kill Bill, Mission Impossible III, …) von Tuningstufe 2 auf 3 gleich im Beisein aller Anwesenden vorgenommen. Thompson war nämlich mit dem Player unterm Arm extra zur Veranstaltung angereist.

Die Gäste vor Ort wohnten also unverhofft einer Operation am offenen Player-Herzen bei, mit einem Tausch des schlagenden Herzens – der System-Clock des Decoder-Chips – gegen ein präziseres Bauteil sowie den dazu gehörenden Schaltungen.

Schon faszinierend, wie lässig (und ohne Brille oder Lupe!) Michael Krehl von Cinemike selbst winzigste SMD-Bauteile tauscht. Die abschließende Kontrolle belegte am Oszilloskop klar den Gewinn an Präzision und geringerem Rauschen.

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Cinemike-Tuning: Selbst derart winzige SMD-Bauteile werden handgelötet! (Foto: R. Vogt)
Cinemike-Tuning: Selbst derart winzige SMD-Bauteile werden handgelötet! (Foto: R. Vogt)
Cinemike-Tuning: Michael Krehl beim "Showtuning" der System-Clock eines Oppo-Players (Foto: R. Vogt)
Cinemike-Tuning: Michael Krehl beim „Showtuning“ der System-Clock eines Oppo-Players (Foto: R. Vogt)
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Imposant waren die Vorführungen alle. Sämtliche Demokinos sind schön gemacht und sorgsam ausgeführt. Das hat alles Hand und Fuß. Auch die Performance konnte sich in allen fünf Kinos sehen und hören lassen, da war alles sorgsam eingemessen und kalibriert.

Insbesondere das Referenzkino im Ex-Luftschutzbunker beeindruckte mit krassem Pegel bei sauberer Auflösung und mit dem CinemaScope-Riesenbild vom Sony Über-Referenz-Projektor VPL-VW5000ES, welcher auch noch mit einem Cinemike-getunten Lumagen Videoprozessor gepimpt wurde.

Mir hätten zwar 6 Dezibel weniger Pegel auch gereicht, aber die Hosenbeine haben jedenfalls gut geflattert, wenn’s Action gab. Einzig die steten Reflexionen von Leinwand-Bildern, die sich auf den Hochglanz-Gehäusen der dicken Quadral-Lautsprecher spiegelten, fand ich recht irritierend.

Ganz klar, das ist ein Heimkino-Anbieter, zu dem man ruhigen Gewissens einen Kunden schicken kann. Hier bekommt er ein stimmiges System für Musik und Film, pfiffige Ideen für die visuelle Gestaltung, sorgsame Justage und Kalibrierung inklusive. Ein Besuch in Simmerath lohnt in jedem Falle. Und das nicht erst zur nächsten Hausmesse.

MS-Technik e. K.
Sonnenstraße 9
52152 Simmerath-Strauch
02473-9271732
www.cinemike.de

Hier noch die versprochenen Panoramen der Kinos. Sind auf Grund der Lichtverhältnisse ein bissel verrauscht geraten. Mit Finger oder Maus bewegen und Zoomen.




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