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Test: Highend-4K-HDR-Projektor JVC DLA-X7900

Installation und Handhabung des JVC DLA-X7900

In der Praxis ist der JVC DLA-X7900 ein echtes Universalgenie, denn das bewährte Objektiv ist knackscharf, bietet einen riesigen Verstellbereich für Zoom und Shift und ist dabei fast frei von Verzerrungen, chromatischer Aberration oder Vignettierung, selbst im maximalen Weitwinkel- oder Telebereich.

Alle Objektiv-Paramater plus Bildgeometrie oder Scaler-Voreinstellungen, etwa für CinemaScope-Anamorphoten-Linsen, lassen sich in bis zu zehn frei benennbaren Speichern hinterlegen.

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JVC DLA-X7900 (Foto: R. Vogt)
Das Installations-Menü mit zahlreichen Voreinstellungen für Konvergenz (Pixel-Einstellung) und CinemaScope-Anamorphoten et cetera (Foto: R. Vogt)
JVC DLA-X7900 (Foto: R. Vogt)
Die Parameter rund um alles, was mit dem Objektiv zu tun hat (Foto: R. Vogt)
JVC DLA-X7900 (Foto: R. Vogt)
Bis zu zehn Objektiv-Positionen und alles, was damit zu tun hat, lassen sich speichern und benennen (Foto: R. Vogt)
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Das ist praktisch, zumal sich alle optischen Einstellungen dank elektrifiziertem Objektiv auch per Fernbedienung direkt an der Leinwand stehend feineinstellen lassen. Die Wiederholgenauigkeit der Lens-Memory ist gut, aber nicht perfekt.

Es hilft, eine Einstellung ein paarmal aufzurufen, dann feineinstellen und erneut speichern. So passt es in aller Regel dauerhaft.

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JVC DLA-X7900 (Foto: R. Vogt)
In einem Bildmodus lassen sich verschiedene Voreinstellungen kombinieren… (Foto: R. Vogt)
JVC DLA-X7900 (Foto: R. Vogt)
… das gewährt maximale Flexibilität und Reaktion auf Eingangssignale (Foto: R. Vogt)
JVC DLA-X7900 (Foto: R. Vogt)
Verschiedene Presets, hier etwa für die Farb-Verwaltung, lassen sich getrennt einstellen (Foto: R. Vogt)
JVC DLA-X7900 (Foto: R. Vogt)
…oder auch die Voreinstellungen für die Skalierung auf 4K-Auflösung (Foto: R. Vogt)
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Das Angenehme für Experten und Fachleute ist, dass JVC alle nur erdenklichen Teil-Parameter in kleinen Grüppchen sortiert als Presets verwaltet, etwa die Farbtemperaturen oder die Gamma-Kurven. Diese lassen sich dann in den verschiedenen Modi modular und flexibel zu einem Ganzen kombinieren oder modifizieren.

Das ist nicht gerade Laien-freundlich, aber enorm vielseitig und genial für jeden, der sich ein wenig auskennt. Im Alltagsgebrauch ruft man nur noch die Modi auf – fertig.

Bevor sich der JVC dem Sichttest auf der 3,5m-CinemaScope-Leinwand des LowBeats Testkinos stellen durfte, wurde er ausgiebig kalibriert.

Der JVC DLA-X7900 hatte bereits 176 Stunden auf der Lampe und konnte in kleiner Lampenstufe immerhin noch einen stattlichen Lichtstrom von 1230 Lumen und bei Vollgas 1655lm lockermachen – wohl bemerkt mit gebrauchter Lampe und D65 kalibriert.

Seit Jahren etwas seltsam ist die Werkseinstellung für den Schwarz-Offset, welcher erst, nachdem man den Helligkeits-Regler ein paar Klicks hochgedreht hat, dunkle Bildteile überhaupt zeigt.

Positiv wie schon bei vorigen Modellen gleicher Baureihe: besonders in kleiner Lampenstufe – die ja bereits kräftig hell ist– ist das Betriebsgeräusch sehr unauffällig.

Bildeindruck und Feintuning des JVC DLA-X7900

JVC DLA-X7900 (Foto: R. Vogt)
Der JVC DLA-X7900 beim Testen unter dem hauseigenen Sony VPL-VW300ES (Foto: R. Vogt)

Das Ergebnis auf der Leinwand unterschied sich denn auch – sofern aus der Erinnerung und aus Testnotizen verifizierbar – kaum vom JVC DLA-X5500 aus der Vorgängerserie. Angenehm bleibt die unschlagbare Flexibilität des JVCs, den man wie keinen anderen Projektor-Typen detailliert an Gegebenheiten und Geschmack anpassen kann.

So sind die Japaner bislang die einzigen, die für unter 10.000 Euro einen Beamer mit einer brauchbaren Zwischenbildberechnung anbieten, die auch bei 4K und HDR noch funktioniert. Und deren Algorithmen haben die Entwickler nochmal entscheidend Artefakt-ärmer hinbekommen als bislang.

Auch die 4K-Aufbereitung namens eShift wurde noch einmal nachgetunt. Trotzdem, bis FullHD, etwa von Blu-ray, fand ich das Bild nativ und ohne eShift knackiger und ruhiger. Wenn dann höher aufgelöste Bilder kommen, schaltet der Projektor eShift selbst wieder ein.

Hier war mir aber in Werkseinstellung die Nachschärfung ein wenig zu heftig. Beim remasterten Klassiker Blade Runner auf UltraHD Blu-ray trat die Filmkörnung unangenehm hervor. Eine Reduktion der Nachschärfung auf einen kleinen Wert sah toll aus.

Wie überhaupt die HDR-Wiedergabe des JVC DLA X7900 gerade auch dank des neuen, helleren Farbraums ohne das Filter richtig gut aussieht.

Mit Bordmitteln lässt sich auch ein noch hellerer HDR-Modus generieren, der angenehm anzuschauen ist. Im Alltag stört aber immer noch die lästig lange Umschaltzeit des JVCs bei Signalwechseln, in der Gegend von zehn und mehr Sekunden.

Fazit: HDR dank JVC DLA-X7900 endlich im Heimkino angekommen

Riesige Unterschiede gibt es zur Vorgänger-Serie nicht, merklich verbessert hat sich aber die Zwischenbild-Berechnung (Clear-Motion-Drive) und alles rund um das Thema HDR-Wiedergabe. Und: Der Preis wurde gesenkt.

Keine anderen Projektoren bieten die Universalität der JVCs in Sachen Signal-Kompatibilität, Flexibilität in der Kalibrierung und Verwaltung, zumal mit komplett automatisierbaren Objektiv-Einstellungen. Ebenfalls ungeschlagen ist der On/Off-Kontrast mit Pechschwarz bei überdurchschnittlicher Helligkeit im Bild.

Dennoch, unter uns: Wenn man auf Cinemafilter für extragroße Farbräume (etwa AdobeRGB) und THX-Modus verzichten kann, ist der eigentliche Knaller der aktuellen Modelle der kleinere Bruder JVC DLA-X5900, der praktisch das gleiche bietet, aber nur 4.499 Euro kostet.

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JVC DLA-X7900
2018/01
Test-Ergebnis: 4,5
Überragend
Bewertungen:
Bild
Praxis
Verarbeitung

Gesamt

Die Bewertung bezieht sich immer auf die jeweilige Preisklasse.
Überdurchschnittlich hell + tiefes Schwarz
Scharfes, flexibles Objektiv mit Lensmemory
Sehr plastische 3D-Wiedergabe
langsame HDMI-Synchronisation

Vertrieb:
JVCKENWOOD Deutschland GmbH
Konrad-Adenauer-Allee 1-11
61118 Bad Vilbel
www.jvc.de

Preis (Hersteller-Empfehlung)
JVC DLA-X7900BE (schwarz): 5.999 Euro
JVC DLA-X7900WE (weiß): 5.999 Euro

JVC DLA-X5900BE (schwarz): 4.499 Euro
JVC DLA-X5900WE (weiß): 4.499 Euro

JVC PK-AG3 (3D-Funksender): 99 Euro
JVC PK-EM2 (3D-Shutterbrille): 149 Euro