Cambridge Audio Alva TT komplett
Cambridge Audio überarbeitet den Alva TT und bringt auch noch einen günstigeren Riementriebler (Foto: Cambridge Audio)

Cambridge Audio Alva TT V2 und Alva ST: Plattenspieler in modernster Form

Nicht immer ist es ein Segen, wenn Elektronik-Marken auch Plattenspieler herstellen. Im Falle von Cambridge Audio jedoch fiel der Ausflug ins Analoge – siehe Test CA TT – höchst überzeugend aus. Umso erstaunter war die HiFi-Gemeinde als der gleichermaßen hübsche wie alltagsfreundliche und klangstarke Direct-Drive-Plattenspieler so schnell ausverkauft wurde. Nun aber kommt er wieder: als Cambridge Audio Alva TT V2 und er bringt auch noch einen kleinen Bruder namens Alva ST mit.

Cambridge Audio Alva ST komplett
Der kleine Bruder des Alva TT V2 ist der äußerlich ähnliche Alva ST (Foto: Cambridge Audio)

Der Cambridge Audio Alva TT V2

Bleiben wir zunächst mal beim Alva TT V2. Nach wie vor sorgt hier ein massiver Plattenteller aus Polyoxymethylen (POM) in Verbindung mit dem Direktantrieb für einen exzellenten Gleichlauf. Auch der Tonarm blieb der Gleiche, wurde aber im Lager noch verbessert.

Cambridge Audio Alva TT V2 Tonarm
Der Tonarm des Alva TT war ja beileibe nicht schlecht, soll nun aber mit neuem Lager noch besser geworden sein (Foto: Cambridge Audio)

Gefallen hat uns beim Test des Vorgängers explizit der für Cambridge speziell angepasste Moving-Coil-Tonabnehmer, der auch im Alva TT V2 vorjustiert und sofort einsatzbereit ist.

Cambridge Audio Alva TT Abtaster
Der MC-Tonabnehmer ist ein speziell für Cambridge angepasstes Modell von Sumiko (Foto: Cambridge Audio)

Ein genialer Zug am Konzept des Alva ist die integrierte (und jetzt abschaltbare) Phonostufe, die – so heißt es im Katalog – die RIAA-Entzerrung mit einer Abweichung von lediglich 0,3 Dezibel umsetzt. Wir kennen die Cambridge Phonoverstärker aus verschiedenen Tests: Sie klingen alle sehr ausgewogen und neutral.

Cambridge Audio Alva TT Anschluss
Die Phonostufe ist am neuen Alva TT V2 sogar abschaltbar – man kann also auch noch hochwertigere Phonoverstärker nutzen (Foto: Cambridge Audio)

Der eigentliche Clou an Alva TT V2 und Alva ST aber ist drahtlose Konnektivität. Beide Plattenspieler sind mit einer Bluetooth aptX Sendeeinheit ausgerüstet, die den Vinyl-Sound ohne Kabel mit einer Auflösung von 48 kHz und 24 Bit an kompatible HiFi-Komponenten übertagen kann. Die kabellose Übertagung klingt natürlich etwas schlechter als „mit“, hat aber zwei elementare Vorteile: 1.) kein Brumm, 2.) man ist nicht an Kabellängen gebunden.

Der Cambridge Audio Alva ST

Der günstigere Alva ST arbeitet im Gegensatz zum Alva TT V2 mit einem klassischen Riemenantrieb. Auch er hat einen Tonabnehmer vormontiert – es handelt sich um den bei LowBeats schon getesteten  Moving-Magnet-Abtaster Audio Technica AT-VM95e. Der Alva-Idee folgend hat er einen  integrierten (abschaltbaren) Phono-Vorverstärker und kabelloses High-Res-Streaming via aptX HD.

Cambridge Audio Alva ST AT95E
Das Audio Technica AT-VM95E ist einer der best-beleumdeten Abtaster der Unter-100-Euro-Klasse (Foto: Cambridge Audio)
Stuart George, Geschäftsführer von Cambridge Audio, sagt über seine beiden analogen Babys: „Der ursprüngliche Alva TT war der erste aptX HD Bluetooth-Plattenspieler der Welt – und die Reaktionen darauf übertrafen alle unsere Erwartungen. Der brandneue Alva ST ermöglicht dieses Erlebnis mit seinem günstigen Preis noch mehr Audio-Enthusiasten.“
Cambridge Audio Alva ST Haube Seite
Eine Haube ist selbstverständlich Teil der Ausstattungsliste des Cambridge Audio Alva ST (Foto: Cambridge Audio)

Autor: Holger Biermann

Chefredakteur mit Faible für feinste Lautsprecher- und Verstärkertechnik, guten Wein und Reisen: aus seiner Feder stammen auch die meisten Messe- und Händler-Reports.