Questyle CMA600i: front panel rigt view
DAC-Pre- und Headphone-Amp Questyle CMA600i, 1.299 Euro (Foto: Questyle)

Test Questyle CMA600i: DAC-Pre- und Headphone-Amp

Hierzulande seit etwa zwei Jahrzehnten verfügbar, ist HiFi „Made in China“ mittlerweile längst den Kinderschuhen entwachsen. Lockten HiFi-Komponenten aus dem fernen Osten früher vorwiegend mit gnadenlosen „Materialschlachten“ in Old-School-Technik zu Dumpingpreisen, zeigt man sich heute in technischer Hinsicht ausgesprochen selbstbewusst und kann darüber hinaus auch mit standesgemäßer Verarbeitung aufwarten. Bestes Beispiel hierfür ist der in China entwickelte und gefertigte Questyle CMA600i; ein recht kompakter, netzgebundener DAC-Kopfhörerverstärker mit echter Preamp-Funktion.

Mit diesen Merkmalen stößt er in eine derzeit äußerst beliebte, allerdings auch heiß umkämpfte Produktgruppe. Ohne Frage jedoch – so viel sei schon mal verraten – besitzt der Questyle CMA600i genügend Potenzial, um sich hier erfolgreich durchzusetzen. Mehr noch: Er hat gar das Zeug zum Favoritenkiller – mögen die auch durchaus deutlich teurer daherkommen. Der Questyle CMA600i fällt mit 1.300 Euro durchaus erschwinglich aus.

Definitiv ist der Questyle CMA600i nicht ein weiteres von unzähligen Me-too-Produkten, denen man in der Kategorie DAC-Headphone-Preamps oft begegnet – sonst würde ich ihn hier auch gar nicht erst vorstellen. Vielmehr basiert er auf einem ebenso interessanten wie ungewöhnlichen Schaltungskonzept, in das sein Schöpfer und mittlerweile Questyle-Mastermind Wang Fengshuo aka Jason Wang etliche Jahre Forschungsarbeit investierte – dazu später mehr in der technischen Beschreibung.

Questyle CMA600i: front panel
Optisch gibt sich der Questyle CMA600i dezent Technik-affin. Die Verarbeitungsqualität seines Aluminiumgehäuses ist absolut erstklassig (Foto: Questyle)

Zunächst mal punktet der Questyle CMA600i auf auch für Nicht-Techies „erfassbare“ Art und Weise – nämlich optisch und haptisch: So zeigen sich sämtliche Gehäuseteile aus hochwertiger AL6063-Aluminiumlegierung gefertigt, wie sie auch in der Luftfahrt Verwendung findet.

Dabei fällt die zehn Millimeter dicke und sorgfältig gefräste Frontplatte für ein Gerät dieser Größe ungewöhnlich massiv aus. Die Gerätefüße sowie der Knopf des satt laufenden Lautstärkestellers sind ebenfalls aus dem Vollem gedreht. Nichtmagnetische Präzisionsschrauben aus Edelstahl halten das Ganze passgenau mit vorbildlich geringen Spaltmaßen zusammen.

Nicht ohne Grund also lässt Questyle den in schickem, satiniertem „Space Grey“-Finish daherkommenden CMA600i nach höchsten Qualitätsmaßstäben beim taiwanesischen Elektronik-Allrounder Foxconn fertigen, der unter anderem auch für Apple, Intel und Sony produziert.

Questyle CMA600i: Konzept und Ausstattung

Der Questyle CMA600i ist ein Musterbeispiel dafür, wie man mit puristisch wenigen, dafür umso geschickter arrangierten Ausstattungsmerkmalen einen großen Anwendungsbereich erschließt.

Im Fokus steht hier zunächst mal der Einsatz als Kopfhörer-Amp für digitale Tonquellen – das können sowohl Laptop oder Computer via USB-Schnittstelle sein, selbstverständlich aber auch klassische Digital-Zuspieler wie CD-Player, Netzwerk-Clients oder Settop-Boxen per koaxialem oder optischen S/P-DIF-Eingang.

Zusätzlich bietet der Questyle CMA600i auch einen unsymmetrischen Hochpegeleingang, sodass sich seine Headphone- und Preamp-Sektion auch für externe, analoge Tonquellen nutzen lässt.

Der Anschluss von Kopfhörern geschieht wahlweise symmetrisch über eine hierfür mittlerweile übliche 4-polige XLR-Buchse, oder klassisch asymmetrisch über zwei (parallelgeschaltete) 6,3-Millimeter-Stereo-Klinkenbuchsen.

Die gleichzeitige Nutzung von symmetrischem und asymmetrischem Ausgang empfielhlt Questyle jedoch nicht, da alle Anschlüsse aus denselben Verstärkerzügen gespeist werden.

Questyle CMA600i back side with terminal
Die Anschluss-Seite des Questyle CMA600i weist die für DAC-Preamps übliche Anschlussbestückung auf. Dank seines analogen Hochpegeleingangs ist er darüber hinaus als echte Vorstufe nutzbar (Foto: Questyle)

Diese versorgen darüber hinaus auch die rückseitigen, analogen Hochpegelausgänge, über die sich beispielsweise Aktivmonitore anschließen lassen – wahlweise symmetrisch oder unsymmetrisch. Damit zeigt sich der Questyle CMA600i ebenfalls bestens geeignet als Steuerzentrale in einem Desktop-HiFi-System.

Und nicht nur das: Der mitgelieferte IR-Commander befehligt den analogen, mittels Motor-Potenziometer realisierten Lautstärkesteller bequem auch vom Hörplatz aus, wodurch sich der Questyle CMA600i sogar als minimalistischer Preamp in einem klassischen HiFi-Setup einsetzen lässt.

In einem Punkt gilt bei ihm allerdings „Purismus vor Komfort“: So werden die Hochpegelausgänge beim Einstöpseln von Kopfhörern (leider) nicht automatisch stummgeschaltet.

Fernbedienung
Die mitgelieferte Infrarot-Fernbedienung befehligt auch andere Komponenten aus dem Questyle-Programm. Beim CMA600i hingegen wirken nur die Lautstärkeeinstellung und der Mute-Befehl (Foto: J. Schröder)

Die Digital-Sektion des Questyle CMA600i ist selbstverständlich voll Hi-Res-kompatibel: Via USB ist eine Abtastrate von bis hinauf zu 384 kHz spezifiziert, wobei mein Audirvana-Player sogar 768 kHz anbietet – durchaus möglich, arbeitet doch der CMA600i mit dem DAC-Chip AK4490 von Asahi Kasei, der die technischen Voraussetzungen hierfür mitbringt.

Interessant für DSD-Fans: Der AK4490 verarbeitet Direct Stream Digital über ein eigenes Register mit separatem Ausgang, muss es also nicht wie viele seiner Mitbewerber vor der Ausgabe zunächst mal in PCM umcodieren. In Verbindung mit dem analog arbeitenden Lautstärkesteller des Questyle CMA600i ist damit native DSD-Wiedergabe ohne Umwege und komfortabel möglich.

Während der CMA600i zur DSD-Datenübertragung unter MacOS das übliche DoP-Protokoll nutzt, klappt der Transfer unter Windows sogar noch etwas direkter: Bei den Playern JRiver Media oder Foobar verspricht das Questyle-eigene TrueDSD-Format den unmittelbaren Datenfluss aus der Software bis hin zum D/A-Wandler im CMA600i.

Die Technik

Die Modellbezeichnung verrät bereits, was den Questyle CMA600i von seinen Mitbewerbern unterscheidet: So steht das Kürzel „CMA“ für die besondere Schaltungstechnik seiner analogen Verstärkerstufen, „Current Mode Amplification“ genannt.

Nun taucht der Begriff „Current“ speziell bei DAC-Headphone-Amps in letzter Zeit ja recht häufig auf. Zum einen werben einige Geräte mit Kopfhörerausgängen in Konstantstrom-(Constant-Current-)Technik – beispielsweise der Apogee Groove. Zum anderen verwenden etliche, vor allen Dingen kompakte Headphone-DACs den Verstärker-Chip TPA6120 von Texas Instruments, der mit sogenannter Stromgegenkopplung (Current Feedback) arbeitet – so zum Beispiel der Fostex HP-A4BL.

Der Questyle CMA600i hingegen gehört weder zur ersten noch zur zweiten Gruppe. Vielmehr verfolgt er einen eigenen Weg, über den Questyle-Mastermind Jason Wang die seiner Ansicht nach wichtigste Ursache für unbefriedigenden Verstärkerklang umgehen will – nämlich transiente Intermodulationsverzerrungen (TIM).

Bekannt und erforscht sind TIM-Verzerrungen bereits seit den frühen 70er Jahren des letzten Jahrhunderts durch den finnischen Audio-Experten Professor Matti Otala: Sie entstehen immer dann, wenn es Verstärkern nicht (mehr) gelingt, den Korrektursignalen aus ihrer Gegenkopplungsschleife rechtzeitig zu folgen – weil sie entweder zu „langsam“ sind oder aber das Korrektursignal von der angeschlossenen Last (beispielsweise den Lautsprechern) verursachte Phasenverschiebungen gegenüber dem zu verstärkenden Eingangssignal aufweist.

Als naheliegende Methode zum Vermeiden von TIM-Verzerrungen bietet sich der völlige Verzicht auf Gegenkopplung an. Das allerdings schafft andere Probleme, beispielsweise in Sachen elektrischer Stabilität. Jason Wangs Alternative lautet deshalb: Statt auf Gegenkopplung zu verzichten, lege man den Verstärker so „schnell“ aus, dass er auch im schlimmstmöglichen Signalfall unverzögert auf das Gegenkopplungssignal reagieren kann.

Leichter gesagt als getan, stellen doch bereits die Kapazitäten innerhalb aller beteiligten Halbleiter erhebliche Bremsklötze in Sachen Anstiegsgeschwindigkeit dar.

Ein Zufall brachte Wang auf die Idee, den Verstärker intern nicht wie üblich spannungs-, sondern vielmehr stromgesteuert aufzubauen („Current Mode Amplification“) – eine Betriebsart, die Transistoren physikalisch ohnehin besonders entgegenkommt.

Der Clou dabei: Durch die Stromsteuerung können sich etwaige Halbleiter-Kapazitäten Prinzip-bedingt gar nicht erst auswirken, was eine ideale Basis für ultraschnelle Verstärker schafft. Und die wiederum lassen sich problemlos mit Gegenkopplung betreiben, ohne dabei unliebsame TIM-Verzerrungen zu riskieren. Wie Questyles sogenannte Current Mode Amplification im Detail funktioniert, zeigt nachfolgende Slideshow.

Vorwärts Zurück
Questyle CMA600i: CMA functiomal diagram
Das patentierte Current-Mode-Amplification-Verfahren von Questyle im Blockdiagramm: Zunächst gelangt das Eingangssignal auf einen Spannungs-zu-Konstantstrom-Wandler (VCCS), der aus der Eingangsspannung einen proportionalen (Wechsel-)-Strom erzeugt. Hernach folgt die eigentliche Verstärkerstufe A(I): Diese arbeitet nicht wie üblich spannungs-, sondern stromgesteuert und erreicht dadurch eine hohe Bandbreite. Als nächstes folgt ein Strom/Spannungswandler I/V, der den verstärkten Signalstrom in eine entsprechende Spannung zurückwandelt. Diese wird mit einer niederohmigen Ausgangsstufe entkoppelt. Die Gegenkopplungsschleife (Rf und Ri) ist für hohe Bandbreite ebenfalls sehr niederohmig ausgelegt (Grafik: Questyle)
Questyle CMA600i Output Stage
Linker und rechter Kanal besitzen jeweils zwei dieser CMA-Ausgangsstufen für invertierenden und nicht invertierenden Signalpfad. Alle Stufen arbeiten im reinen Class-A-Betrieb. Der Aufdruck der Eingangs-OPs ist zur Tarnung entfernt – möglicherweise handelt es sich hier um Transkonduktanz-Verstärker (OTAs) mit Stromausgang (Foto: J. Schröder)
Vorwärts Zurück

Ausgesprochen ambitioniert zeigt sich der Questyle CMA600i auch in Sachen Bauteilequalität. Hier gilt uneingeschränkt das Motto: Nur vom Feinsten.

In der Tat findet sich bei ihm alles, was in der Audiowelt Rang und Namen hat – so der üppige Ringkern-Trafo vom kanadischen Spezialisten Plitron, die schnellen Gleichrichter von ON-Semiconductor, die audiophilen FG-Elektrolyt-Kondensatoren von Nichicon, Präzisions-Widerstände vom amerikanischen Spezialisten Dale, verlustarme Folienkondensatoren vom deutschen Spezialisten WIMA, der Flagship-DAC AK4490 von japanischen Halbleiter-Experten Asahi Kasei und nicht zuletzt das motorbetriebene Lautstärke-Potentiometer von Alps – natürlich in einer hochwertigen Ausführung.

Noch etwas vergessen? Ja – die gekapselten, äußerst kontaktsicheren Signal-Umschaltrelais vom japanischen Elektromechanik-Profi Takamisawa sowie die XLR- und Klinkenarmaturen vom Liechtensteiner Steckverbinder-Spezialisten Neutrik.

main board complete
Die Innenansicht des Qiestyle CMA600i zeigt das strikt nach Funktionsgruppen getrennte, sehr sauber aufgebaute Mainboard. Gut zu erkennen die vier zentral angeordneten CMA-Ausgangsverstärker. Links daneben die Siebelkos für die Spannungsversorgung (Foto: J. Schröder)

Natürlich ließ es sich Jason Wang nicht nehmen, all das wohlgeordnet und technisch akkurat auf dem Mainboard unterzubringen. Wissenswerte Hintergrund-Info: Die eigentliche Entwicklungsphase des Questyle CMA600i dauerte etwa drei Monate – die klangliche Feinabstimmung mitsamt allen dafür notwendigen Optimierungsarbeiten nahm dagegen über ein Jahr in Anspruch.

Questyle CMA600i: Der Hörtest

Anknüpfend an den letzten Absatz kann ich ohne Zögern sagen: Die Mühe hat sich definitiv gelohnt, gehört doch der Questyle CMA600i zweifellos zu den besten mir derzeit bekannten Kopfhörer-Amps.

Das liest sich in der Tat schon ziemlich dick aufgetragen, leben wir doch in Zeiten, in denen vergleichbare Wettbewerber klanglich in der Regel meist sehr, sehr dicht beieinander liegen. Ab einem gewissen Qualitätsstandard der Wiedergabe greifen die üblichen, quantitativen Begriffe für Klangbeschreibungen denn auch kaum mehr.

So erging es mir mit dem Questyle CMA600i: Obwohl ich spontan hörte, dass hier etwas im besten Sinne „anders“ ist als üblich, ließ sich das zunächst kaum in Worte fassen – mit einem ungestümen „Klangspektakel“ indes hatte das auf alle Fälle ebensowenig zu tun wie mit hervorgehobenem Detailreichtum. Vielmehr war es so, dass der Questyle CMA600i einen förmlich in die Musik „hineinzog“– frei nach dem Motto „Achtest du noch auf den Klang oder hörst du schon Musik?“

Von dieser Fähigkeit profitierte bereits ganz normale Tonkost enorm, wie beispielsweise das folgende „Luminescence“ vom russischen Electrobeat-Spezialisten Nikolay Mikryukov: Ein locker dahingroovender, melodischer Progressive-House-Track, der im wesentlichen nur aus drei Akkorden besteht – nichts Aufregendes also.

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Über den Questyle CMA600i wiedergegeben wurde es dann jedoch zu Musik: Beispielsweise beim vom Synthie stammenden Bläsersound, der sich ab etwa 1:00 min einfadet, erklangen die Achtelnoten praktisch aus dem Nichts heraus und verebbten ebenso schwerelos. Das verlieh dem Track innere Spannung und Vorwärtsdrang, wie ich es bis dato nicht kannte – weil das den anderen DAC-Headphone-Amps vorher schlichtweg „entgangen“ war. „Ach, sooooo hat sich Nikolay das vorgestellt – jetzt versteh ich’s…“ ging es mir durch den Kopf.

Um das Hörergebnis zu überprüfen, wiederholte ich diesen Versuch mit einem echtem Hi-Fi-Profi – sein Urteil war in allen Punkten deckungsgleich und auch er beschrieb zuallererst die Fokussierung des Questyle auf musikalische Inhalte.

Mit dieser Fähigkeit – ich nenne es mal Entschlackung – gelang es dem CMA600i, auch bei dicht produziertem Musikmaterial vollkommen durchhörbar zu bleiben, ohne auch nur ansatzweise ins Softe abzudriften. Das macht ihn zu einem angenehmen Langzeit-Spielpartner: Selten habe ich einen solch stressfreien Halbleiterverstärker gehört – da nervte nichts oder drückte gar auf die Ohren. Willkommener Nebeneffekt: Weil man ohnehin „alles“ hört, muss man gar nicht erst laut machen – obwohl auch das überhaupt kein Problem darstellt.

Diese selbstverständliche Feinauflösung und phänomenale Durchzeichnung des CMA600i kommt jedoch auch der tonalen Dimension von Klängen oder feinsten Texturen zugute: So ließ der Questyle Tracks, die von plastischen Klangfarben leben wie das nachfolgende „Koyelia“ von The Polish Ambassador, zu echten Highlights werden.

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Keine Frage: So gut wie mit dem Questyle CMA600i habe ich unseren Referenzhörer, den Sennheiser HD 800 S, bislang noch nicht erlebt – egal, ob asymmetrisch oder symmetrisch betrieben. Es wundert mich daher überhaupt nicht, dass während der High End 2017 am Stand von Music Line der Flaggschiff-Hörer Focal Utopia an der großen D/A-Wandler-Verstärker-Kombi von Questyle spielte. Obendrein wird so manch dezidierter Preamp vor Neid erblassen, wenn er sich klanglich mit dem CMA600i als Vorstufe messen muss.

Wolf von Langa Audio Frame London at fastaudio
Hatte keinerlei Mühe, auch mit großem Gedeck groß aufzuspielen: Das Foto zeigt unser CMA600i-Testgerät im „Soundcheck“ bei fastaudio, Stuttgart – hier als Preamp in der Kette mit der brandneuen Wolf von Langa Audio Frame London (Foto: J. Schröder)

Fazit

Dieser Test zeigt einmal mehr: Die Keimzelle für wirklich herausragende Produkte bildet stets eine richtungsweisende Idee. Beim Questyle CMA600i ist das die stromgesteuerte Schaltungstechnik seiner analogen Ausgangsstufen, die ihm unter anderem eine ungewöhnlich hohe Bandbreite bis hinauf zu 600 Kilohertz (-3dB) verleiht.

In Verbindung mit seinem kompromisslos puristischen Konzept bewirkt diese einen traumhaft transparenten, trägheitslosen und stressfreien Klangcharakter, der auch noch weit oberhalb seiner Preisklasse Maßstäbe setzt. Gleiches gilt auch für Finish, Verarbeitung und Bauteilequalität, was ihn in seinem Umfeld ebenfalls zu einer echten Ausnahmeerscheinung macht.

Da ist es nur konsequent, dass der Questyle CMA600i bei LowBeats fortan die Rolle als Headphone-Amp-Referenz übernimmt. Fraglos ist Jason Wang mit seiner CMA-Schaltungstechnik dem Ideal des „verstärkenden Drahtes“ ein gut hörbares Stück nähergekommen – man darf gespannt sein auf den ersten Leistungsverstärker, der nach diesem Konzept arbeitet.

Im Beitrag erwähnt:
Test Apogee Groove: Mobiler Headphone-DAC mit Konstantstrom-Verstärker
Test: DAC-Pre-Headphone-Amp Fostex HP-A4BL

Test: Edel-Kopfhörer Sennheiser HD 800 S
Test Focal Utopia: Der beste Kopfhörer der Welt?

Der „kleine“ Bruder des CMA600i:
Test DAC-Kophörer-Preamp Questyle CMA400i: Der Senkrechtstarter

Questyle CMA600i
2017/06
Test-Ergebnis: 4,9
Referenz
Bewertung
Klang:
Praxis:
Verarbeitung:

Gesamt:

Die Bewertung bezieht sich immer auf die jeweilige Preisklasse.
Maßstäbe setzende Klangqualität
auch als Hochpegelvorstufe einsetzbar
symmetrischer Kopfhörer-Ausgang
überragende Verarbeitung

Vertrieb:
NT Global Distribution GmbH
Waller Heerstraße 104
28219 Bremen
nt-global.de

Preis (Hersteller-Empfehlung)
Questyle CMA600i: 1.299 Euro

Autor: Jürgen Schröder

Jürgen Schröder
Tonmeister, Mess-Chef und technische Gewissen von LowBeats. Kümmert sich am liebsten um Wissens-Themen, Kopfhörer und den spannenden Bereich zwischen Studio und HiFi.