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Audi A7 Sportback mit Advanced 3D Sound System
Zeigt Kante: Der neue Audi A7 Sportback wirkt dynamischer als sein Vorgänger (Foto: Dr. Ian Kuah)

Schon gefahren: Audi A7 Sportback + B&O Advanced 3D Sound

Unser britischer LowBeats Autor Dr. Ian Kuah fuhr den neuen Audi A7 Sportback 2018 und findet: Die zweite Generation A7 ist nach wie vor sehr begehrenswert.

Traditionell war ein Roadster oder Coupé etwas, das jemand kauft, der das Fahren genießen und andere Akzente setzen möchte, sobald er auf eine große Limousine für Geschäft oder Familie verzichten kann.

Allerdings scheinen sich die Prioritäten in diesen Tagen verschoben zu haben und die Notwendigkeit, zwei Passagiere auf der Rückbank eines Coupés mit Stil und Individualität wie in einer viertürigen Luxuslimousine zu befördern, ist zumindest für einen Teil dieser Käufergruppe zu einem Argument geworden.

Mit dem Audi A7 Sportback, dem BMW 6er GT und dem Mercedes CLS kommen drei ganz unterschiedliche Ansätze zur Verschmelzung eleganter Coupé-Linien mit viertüriger Funktionalität zum Einsatz. Was diese drei gemeinsam haben, ist ihre Nischenposition zwischen den Mittelklasse- und Luxuslimousinen-Klassen in ihren jeweiligen Modellreihen.

An den Erfolg des ersten Generation A7 Sportback von 2010 anknüpfend, zeigt das neue Auto eher ein evolutionäres Design. Während die Proportionen sehr ähnlich bleiben, folgen die Karosserieoberflächen und Details den aktuellen Audi Styling-Idiomen.

Audi A7 Sportback: Willkommen bei der Matrix

Dazu kommen weniger markante Radkästen, die – von ausgeprägten hinteren Schultern ausgehend – dem Auto eine straffere Haltung verleihen. Vorne werden die LED-Scheinwerfer, die den großen, schwarzen Kühlergrill flankieren, in drei Versionen angeboten: LED-Technologie, HD-Matrix-LED und HD-Matrix-LED mit Audi-Laserlicht.

Die Laserlichtvariante zeichnet sich optisch durch ein blaues Strahler-Element aus, das auch bei hellem Tageslicht deutlich im Cluster zu sehen ist. Auf der Rückseite betont der durchlaufende LED-Rücklichtstreifen optisch die Breite des Autos.

Audi A7 Sportback mit Advanced 3D Sound System
Wieder mit an Bord sind die Eyecatcher von B&O, die akustischen Linsen für die ausfahrbaren Hochtöner auf dem Armaturenbrett (Foto: Dr. Ian Kuah)

Die aerodynamische Effizienz wird durch den cw-Koeffizienten 0,27 gedient, aber die glatte Form des Audi A7 Sportback leidet unter dem Auftrieb an der Hinterachse bei hoher Geschwindigkeit.

Die technische Lösung dieses Problems ist ein elektrisch ausfahrbarer Heckspoiler, der bei Beschleunigung des A7 ab einer Geschwindigkeit von 120 km/h auf die elektronisch begrenzte 250 km/h-Höchstgeschwindigkeit für Abtrieb sorgt.

Die massivsten Änderungen lassen sich an der Fahrgastzelle feststellen. Das neue Interieur zeigt kaum Ähnlichkeit mit dem des Vorgängers. Wie im aktuellen Audi A8 sind die neuen Prozessoren im Infotainment-System 50-mal schneller als vorher und haben zwei große Touchscreen-Displays – eines mit 1540 x 720 Pixeln, (10,1 Zoll) auf dem Armaturenbrett und einem 1280 x 660-8,6-Zoll-Bildschirm auf der Mittelkonsole darunter.

Der größere Bildschirm kümmert sich um das Infotainment, während der kleinere das HVAC-System und einige Komfortfunktionen steuert. Die Texteingabe erfolgt handschriftlich oder über eine virtuelle Tastatur.

Das 12,3-Zoll-Virtual-Cockpit-Instrumentenpaket wird jedem bekannt sein, der einmal eines der aktuellen Audi A4, TT oder R8 Modelle gefahren hat. Ein Head-Up-Display gibt es als Option.

Die Vordersitze sind sehr komfortabel. Unsere High-Spec-Test-Autositze hatten elektrische Anpassungen in alle Richtungen. Sitzheizung und -kühlung sind weitere Funktionen, die von einem Auto in dieser Klasse erwartet werden und im neuen Audi A7 vorhanden sind.

Schon gefahren: Audi A7 mit Advanced 3D Sound System
Im Kofferraum sitzt ein stattlicher Subwoofer unter dem Laderaumboden. In der Mitte findet sich das Reservoir für die Luftfederung (Foto: Dr. Ian Kuah)

Die drei optionalen Ausstattungsvarianten sind Standard, Designauswahl und S line Sportpaket, wahlweise mit Nappaleder und Alcantara oder Valcona Leder. Der Kontrast zwischen dem schwarzen Klavierlack des 55 TSFI und dem offenporigen Holz meines 50 TDI-Testwagens illustrierte die große Auswahl an Holzintarsien.

Die Beinfreiheit im Fond ist gut und scheint vergleichbar mit der in einer aktuellen A6 Limousine oder einem Audi A8 mit kurzen Radstand. Die schräge Dachlinie beschneidet kaum die hintere Kopffreiheit, und mein 1,80 m großer Kollege hatte keine Probleme.

Einer der Vorteile des Audi A7 vom ersten Tag an gegenüber dem CLS ist die Vielseitigkeit seines Schrägheck-Designs. Mercedes hat dies veranlasst, für die zweite Generation des CLS die Shooting Brake-Variante zu kreieren.

Wie es sich für eine große Heckklappe gehört, verwandelt sich der großzügige 535-Liter-Kofferraum in eine geräumige 1.390-Liter-Ladefläche, wenn die 40/60 geteilten Rücksitze umgeklappt sind. Wenn Sie ein begeisterter Golfer sind, werden Sie mit Freude feststellen, dass die breitere Öffnung von 1.050 mm es ermöglicht, zwei Golftaschen über den Boden des Kofferraums zu legen.

Audi A7 Sportback mit Advanced 3D Sound System
Beim neuen A7 setzt Audi wie schon beim neuen A8 auf Bildschirme statt Tastenfeldern (Foto: Dr. Ian Kuah)

Der Basis Audi A7 Sportback kommt mit 18-Zoll-Rädern. Erhältlich sind weitere Größen, die sich auf 19, 20 und 21-Zoll erstrecken. Die 21-Zoll-Größe ist Standard bei Flaggschiff-Modellen mit Luftfederung, was auf einem Auto dieser Größe gut aussieht.

Unser Audi 55 TFSI Test-Auto wurde mit 8,5J x 21-Zoll-Alus bestückt, die mit 255 / 35ZR21 Pirellis umwickelt waren, während der 50 TDI mit 8,5J x 20-Zoll-Rädern und 255/40ZR20-Michelins ausgestattet war.

Alle Reifengrößen ab 19 Zoll sind mit einer speziellen, an die Innenseite des Reifens geklebten Schaumstoffschicht versehen, was den Straßenlärm um bis zu 9 dB dämpfen soll. Eine einzigartige Funktion des A7 Sportback ist ein integrierter Alarm, der den Fahrer warnt, wenn ein Rad nicht richtig gesichert ist.

Während der Geräuschpegel in der Kabine des Audi A7 2018 sehr niedrig ist und das Auto selbst bei 130 km/h mechanisch flüsterleise bleibt, konnte ich vom Fahrersitz aus deutlich mehr Straßenlärm hören als von einem der hinteren Sitze. Eigenwillig: Ich kann mich nicht daran erinnern, dass dies im aktuellen A6 so ist – und schon gar nicht im A8.

Die felsenfeste Stabilität des Audi A7 Sportback

Wie sein Vorgänger ist der neue Audi A7 Sportback breiter als der A6 und fühlt sich praktisch so breit an wie der Audi A8. Während die hintere Lenkoption dem A7 für ein Auto seiner Größe und seines Gewichts ein sehr gutes Einlenk- und Kurvenverhalten verleiht, machte die schmale, kurvenreiche Küstenstraße, die Teil unserer Teststrecke war, auch die schiere physische Größe des Coupés deutlich…

Die schnellen, offenen Straßen in den Bergen nahe Stellenbosch waren eine andere Geschichte, hier war der Audi A7 Sportback in seinem Element. Im Dynamic-Modus sorgten das knackige Einlenken, die geringe Rollneigung, die unbeirrbare Traktion des Quattro Allradantriebs und die gute Motorleistung für ein schnelles und sicheres Vorankommen.

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