Burson Conductor 3 Test Aufmacherbild
Der Burson Audio Conductor 3 Reference ein sehr eigenständiger, klanglich fantastischer DAC/Kopfhörerverstärker der 2.000 Euro Klasse. Und wer will, kann den Australier auch vertikal betreiben... (Foto: F. Borowski)

Test Burson Conductor 3 Reference: DAC/Kopfhörerverstärker aus Down-Under

High End aus Down Under ist hierzulande rar, aber einzelne Highlights gibt es doch. Der Essener Kopfhörer-Spezialist Higoto (Digital-Highend) hat mit dem Burson Audio Conductor 3 genau so ein australisches Ausnahmeprodukt im Programm: einen außergewöhnlich gestalteten, exzellenten DAC/Kopfhörerverstärker, der sich im Test selbst gegen stärkste Mitbewerber souverän behaupten konnte.

Eigentlich heißt das gute Stück mit vollem Namen „Conductor 3 Reference“. Wobei der Zusatz „Reference“ auf den Status innerhalb der Burson Produktpalette hindeutet und die „3“ darauf verweist, dass es sich dabei bereits um die dritte Generation der Burson-Entwicklung in Sachen Kopfhörerverstärker mit integriertem D/A-Wandler handelt. Optisch und technisch hat der Conductor 3 mit seinen Vorgängern aber nur noch wenig gemeinsam.

Burson Conductor 3 mit Fernbedieneung
Burson Conductor 3 Reference: eigenständiges Design und Bedienkonzept (Foto: F. Borowski)

Der Aufbau des Burson Conductor 3

Der Designansatz gefällt: Das rund 25 cm breite und 27 cm tiefe Gehäuse (Maße ohne Regler und Buchsen) wirkt modern und eigenständig. Sichtbare Schrauben gibt es nur an der Unterseite. Das gerippte Gehäuse wirkt wie aus einem Stück, besteht tatsächlich aber aus einer Unter- und einer Oberschale, plus Front- und Rückblende. Die seitlich verlaufende Naht zwischen beiden Gehäusehälften verschwindet optisch vollständig dank eines geschickten Übergangs zwischen den Rippen.

Die aufgeräumt wirkende Front beherbergt zwei 6,35 mm Klinkenbuchsen, eine weitere 3,5 mm Klinkenbuchse, ein paar kleine Tasten, Betriebs-LED, Display (dazu später mehr), IR-Sensor und einen angenehm großen, gerändelten Dreh-/Drück-Steller für Lautstärke und Menüsteuerung. Symmetrische Kopfhörerausgänge hat der Burson Conductor 3 nicht, aber es gibt ihn wahlweise in der Version Conductor 3X, die eine der Klinkenbuchsen durch eine XLR4-Buchse ersetzt und unter anderem andere Op-Amp-Module einsetzt. Die X-Version kostet allerdings 600 Euro Aufpreis. Es wird eine kleine Fernbedienung aus Alu mitgeliefert. Die hat vier Tasten für Lautstärke, Quellenumschaltung und Stummschaltung.

Da ich den Burson Conductor 3 zusammen mit dem kürzlich hier ausführlich getesteten magnetostatischen Kopfhörer Sendy Audio Aiva (ebenfalls bei Higoto im Vertrieb) bekommen habe, der über einen symmetrischen Pentaconn-Stecker plus mitgeliefertem Adapter auf 3,5 mm Klinke verfügt, war dieser Anschluss für mich zunächst die erste Wahl. Doch wie sich herausstellte, handelt es sich bei der kleinen Klinkenbuchse am C3 gar nicht um einen Kopfhörerausgang, sondern um einen Mikrofoneingang. Ob den tatsächlich irgend jemand an so einem Gerät braucht? Jedenfalls musste aus diesem Grund für den Aiva ein weiterer Adapter auf 6,35 mm herhalten.

Burson Conductor 3 auf dem Schreibrisch
Der C3 im Desktopeinsatz neben dem kürzlich getesteten Moon 430 HAD (Foto: F. Borowski)

Das monochrome, bläulich leuchtende OLED-Display an der Front ist aus allen Winkeln sehr gut ablesbar. Die Lautstärke wird in großen Ziffern angezeigt und daneben etwas kleiner der gewählte Ein- und Ausgang sowie die anliegende Samplingrate. Die Menüführung ist nett gemacht, aber zumindest etwas gewöhnungsbedürftig. So erfolgt die Wahl des Ein- beziehungsweise Ausgangs über grafische Symbole im Display und per Auswahl über den Dreh-/Drück-Steller. Letzterer wird auch im Hauptmenü für Einstellungen wie Gain und Auswahl des Digitalfilters benötigt.

Eine Besonderheit hier ist, dass die Anzeige gedreht und das Gerät senkrecht aufgestellt werden kann. Praktisch! Allerdings ist die Standsicherheit des Burson Conductor 3 im aufrechten Betrieb nicht die beste, da hierfür weder gummierte Füße noch ein stabilisierender Extra-Standfuß beiliegen. Da muss man sich was einfallen lassen.

Burson Conductor 3 vertikal
Spart Platz: Für den Betrieb in aufrechter Position lässt sich das Display umschalten. Es fehlt allerdings ein anständiger Kippschutz, beispielsweise in Form eines Sockels (Foto: Burson Audio)

Die Inspektion der Rückseite offenbart, dass der Conductor 3 mehr als nur ein Kopfhörerverstärker ist. Neben zwei analogen Stereo-Cinch-Eingängen gibt es einen geregelten Pre-Out, um beispielsweise analog Aktivlautsprecher oder Endstufen anzuschließen, sowie einen analogen Stereo-Ausgang mit festem Pegel. Aktive Speaker mit eigener Lautstärkeregelung oder Vollverstärker kommen an diesen Port.

Vorwärts Zurück
Burson Conductor 3 Anschlussfeld
Die Anschlüsse an der Rückseite des C3. Ungewöhnlich ist die USB-C-Buchse für Audio vom Computer (Foto: Burson Audio)
Burson C3 Front Beschreibung
Bedienelemente an der Front und Fernbedienung des C3 (Foto: Burson Audio)
Vorwärts Zurück

Digitale Quellen können Signale via S/PDIF (Coax oder TosLink) in den C3 einspeisen, oder drahtlos per Bluetooth 5.0 mit aptX/HD. Daher der Anschluss für die kleine, mitgelieferte Stummelantenne. Sein primärer Einsatzzweck ist aber am Desktop zur Verbindung mit Mac oder PC. Der C3 bietet hierfür als erster jemals von mir getesteter DACs eine USB-C-Buchse.

Die Übertragung erfolgt allerdings nach wie vor über das USB-2-Protokoll, wie mir ein Blick in die Systeminformationen meines Mac verrät. Das reicht von der Bandbreite auch völlig aus, denn damit kann der C3 Samplingraten bis 768 kHz (32 Bit Quantisierung) und DSD 512 verarbeiten – was er auch den beiden integrierten ESS ES9038PRO-Chips verdankt.

Das sind die momentan wohl leistungsstärksten DAC-Chips, die man für Geld und gute Worte „von der Stange“ kaufen kann. Einer davon würde für acht Kanäle ausreichen, doch Burson entschied sich dafür, jeweils einen Chip pro Kanal im Mono-Modus einzusetzen. Durch die Bündelung der Kanäle steigt der Dynamikumfang und die Verzerrungen sinken. Beides auf Werte weit jenseits von Gut und Böse.

Burson C3 Chipsatz ESS
Das USB-Eingangsboard des C3 mit XMOS USB Receiver. Als DAC-Chips kommen zwei ESS SABRE32/ESS9038Q2M zum Einsatz. Im Vordergrund ist die Platine mit dem Bluetooth-Modul zu sehen (Foto: Burson Audio)

So gut die eingesetzten DAC-Chips auch sein mögen: ohne adäquate analoge Ausgangsstufe sind ihre beeindruckenden Fähigkeiten nur Schall und Rauch. Darum macht Burson auch nach dem DAC keine Kompromisse und setzt für die diskrete und pieksaubere Schaltung nur hochwertige Bauteile ein. Darunter die von Burson selbst entwickelten, diskreten Op-Amps, die dem Burson Conductor 3 zu souveränen 7,5 W Class A (an 16 Ohm) Ausgangsleitung pro Kanal verhelfen.

Das sind zwar keine Rekordwerte, für Kopfhörerverstärker aber ist das sehr, sehr viel Power. Auch Kopfhörer mit sehr niedrigem Kennschalldruck, oder solche mit besonders hoher Impedanz wie meine Arbeitsreferenz unter 1.000 Euro, dem beyerdynamic T 1 mit seinen 600 Ohm, bereiten dem C3 daher keine Probleme.

Der Burson Conductor 3 in der Praxis

Der Burson C3 kann im Grunde genommen nichts, was viele andere seiner Art nicht auch können. Und zwar in allen möglichen Preisklassen. Die Grundfunktionen – DAC, Vorstufe, Kopfhörerverstärker – finden sich auch in zahllosen Konkurrenzprodukten. Selbst umschaltbare Filtervarianten sind in diesem Segment inzwischen schon fast Mainstream.

Das liegt unter anderem daran, dass sich diese Feature-Zusammenstellung als sehr vielseitig nutzbar erwiesen hat. Insbesondere für Menschen, die viel Zeit am Bildschirmarbeitsplatz verbringen und nebenbei Musik in hoher Qualität genießen wollen. Aber selbstverständlich auch für die Verwendung im Wohnzimmer beziehungsweise Hörraum.

Burson C3 im Fronteinsatz
Der Burson Conductor 3 macht auch auf einem IsoAcoustics Aperta Lautsprecherständer eine gute Figur (Foto: F. Borowski)

Um als Newcomer oder auch als erfahrener, aber weitgehend unbekannter Hersteller Käufer zu finden, braucht es entweder auffälliges und aufwendiges Marketing (was für kleine Unternehmen nur schwer finanzierbar ist) oder aber aus der Masse herausragende Eigenschaften. Für ein Gerät wie den Burson Conductor 3 gibt es da eigentlich nur vier Stellschrauben: Bedienkomfort, Design, Verarbeitungsqualität – und natürlich exzellenten Klang.

In Sachen Bedienung habe ich weiter oben schon ein paar Besonderheiten angesprochen. Details wie die variable Aufstellung horizontal oder vertikal, die USB-C-Buchse oder der Mikrofonanschluss hinterlassen ein etwas gemischtes Bild. So habe ich die vertikale Aufstellung mangels eines kippsicheren Fußgestells nur einmal ausprobiert, aber ich würde sie ohne zusätzlich Absicherung gegen umkippen nicht ständig nutzen. Für einen minimalen Bedarf an Stellfläche ist das aber zumindest eine gute Option.

Die USB-C-Buchse vermittelt den Anschein von Modernität, nutzt aber auch nur das (völlig ausreichende) USB-2-Protokoll. Winziger Vorteil: man kann den Stecker in beide Richtungen einstecken. Nachteil: Wer mit hochwertigen USB-Kabeln experimentieren möchte, findet am Markt derzeit so gut wie keine Angebote für USB-C.

Dagegen gehören Anmutung und Wertigkeit eindeutig zu den Stärken des Burson Conductor 3. Schönheit liegt natürlich im Auge des Betrachters, doch für meinen Geschmack hat Burson hier ein sehr eigenständiges Design gefunden, das auch in der Größe eine gute Wahl darstellt. Ob hoch oder quer aufgestellt, macht der C3 sowohl am Desktop als auch in einer Wohnumgebung eine gute Figur.

Burson Conductor 3 input
Piktogramme statt Text. Die Eingangswahl erfolgt über die Taste unten Links, die Auswahl dann über den Dreh-/Drück-Regler (Foto: F. Borowski)

Die Symbol-geführte Bedienung mag zwar anfangs etwas seltsam sein, ist bei einem Display dieser Größe (Höhe) aber irgendwie auch sinnvoller, als sich durch die üblichen Baumstrukturen mit Menüs und Untermenüs zu hangeln. Durch die weitgehend selbsterklärenden und in einer Reihe angeordneten Symbole ist es sehr übersichtlich. Der Ansatz wird allerdings nicht konsequent verfolgt, denn im Menü für Einstellungen kommt Text mit teils nicht selbsterklärenden Abkürzungen zum Einsatz. Ich wüsste allerdings auch kein einleuchtendes Symbol beispielsweise für die verschiedenen FIR-Filter.

Der Lautstärkeregler liegt gut in der Hand, könnte nach meinem Dafürhalten aber gerne etwas mehr Masse und Dämpfung haben. Die leichte mechanische Rasterung beim Drehen wäre verzichtbar. Und die Übersetzung erfordert für größere Lautstärkewege recht viele Drehungen. In diesem Punkt gefällt mir beispielsweise der Moon 430 HAD deutlich besser. Ebenso bei der Haptik der Tasten, die beim Moon quasi spielfrei im Gehäuse sitzen, während sie beim Burson ein wenig wackeln. Die sehr soliden und mit dem Gehäuse verschraubten Anschlussbuchsen an der Rückseite des C3 lassen dagegen keinen Wunsch offen.

Vorwärts Zurück
Burson Conductor 3 Display horizontal
Die Anzeigen im normalen Betrieb. Das OLED-Display ist aus allen Winkeln gut lesbar (Foto: F. Borowski)
Burson Conductor 3 Input
Menü Einstellungen. Hier kommen verständlicherweise keine Symbole zum Einsatz. Die Auswahl der Optionen erfolgt wieder über den Dreh-/Drück-Regler (Foto: F. Borowski)
Burson Conductor 3 Display vertikal
Mit der Taste rechts unten kann das Display für den Betrieb im Hochformat umgeschaltet werden. Das geht allerdings nur in eine Richtung (Foto: F. Borowski)
Vorwärts Zurück

Im Gegensatz zum zuvor genannten und mehr als doppelt so teuren Moon 430 HAD, der über mehrere interne Linearnetzteile verfügt, wird der Burson mit einem einfachen externen 24-V-Schaltnetzteil ausgeliefert. Burson verspricht aber, diesen Punkt keineswegs halbherzig angegangen zu sein. So werden die Bereiche Display/Bedienung, DAC und die beiden analogen Kanäle links und rechts alle separat durch Spannungsregler versorgt. Dennoch: Die Erfahrung zeigt, dass ein hochwertiges Netzteil durchaus noch weitere Klangsteigerungen bringen kann. Immerhin lässt die externe Lösung des Burson Raum für Experimente mit Spezialnetzteilen von Drittanbietern, wie z. B. SBooster.

Eine weitere Möglichkeit zum Klangtuning: Die internen Operationsverstärker können vom Nutzer selbst ausgetauscht beziehungsweise upgedatet werden. Zum Beispiel auf die im symmetrischen Conductor 3 X verbauten Module. Sehr ungewöhnlich, denn dazu muss das Gerät natürlich aufgeschraubt werden. Andere Hersteller verbinden mit einer solchen Aktion automatisch den Verlust der Garantie. Burson beschreibt stattdessen in der Bedienungsanleitung, wie ein solcher Austausch vonstatten geht. Vorherige Rücksprache mit dem Vertrieb ist auf jeden Fall angeraten.

Burson Conductor 3 innen
Der Innenaufbau des Burson Conductor 3 ist wie aus dem Bilderbuch. Bei den vier roten Bauteilen (gelber Rahmen) handelt es sich um die von Burson selbst entwickelten Op-Amp-Module. Diese lassen sich für Updates oder zum Klangtuning leicht austauschen (Foto: F. Borowski)

Klangtest: alle Erwartungen übertroffen

Offen gesagt hatte ich Bedenken, weil ich seit einigen Wochen von dem überragenden Moon 430 HAD ziemlich verwöhnt bin. Da der Kanadier mehr als doppelt so viel kostet und selbst in der Klasse über 4.000 Euro ein ausgezeichnetes Klang/Preisverhältnis bietet, stellte ich mich auf einen eher nüchternen Hörspaß mit dem Burson ein.

Aber falsch. Zu meiner großen Freude – und als Klatsche für mein unbewusstes Vorurteil – ist der Burson dem Moon keineswegs so hoffnungslos unterlegen, wie anfangs befürchtet. Der Moon bleibt zwar der King of the Koppel, der Bursons Conductor 3 macht für seinen Preis allerdings einen erstaunlich starken Job.

Mit Kopfhörern unterschiedlicher Impedanz und Treibertechnik (dynamisch, magnetostatisch) kam der Australier gleichermaßen gut zurecht. Wobei der beyerdynamic T 1 mit seinen 600 Ohm mal wieder am besten die Grenzen aufzeigte. Zunächst mal ist dem C3 eine wunderbar kraftvolle und zugleich kontrollierte Spielweise zu attestieren. Natürliche Klangfarben, niemals lästige Höhen und ein Punch im Bass, der nicht allein auf die hohe Ausgangsleistung zurückzuführen ist, sondern mit seiner Schnelligkeit auch von enormem Dynamikumfang zeugt.

Nicht nur Klassik, auch elektronische Musik mit präzisen, synthetischen Impulsen und Bässen eignet sich sehr gut, um die dynamischen Qualitäten auszuloten. Wie beispielsweise „Traffic“ oder „Not The News“ auf dem Album Anima von Thom Yorke.

Der Burson Conductor 3 generiert hier nicht einfach nur fetten Bass und Pling-Pling, sondern erlaubt es dem Hörer auch feinsten Details im Hintergrund zu folgen, die über einen Amp mit geringerer Trennschärfe und Impulsfreudigkeit schnell im Klangbrei verschwimmen. Da kommt Freude auf!

Thom Yorn Anima Cover
Thom Yorke Anima (Cover: Amazon)

Auch mit der räumlichen Darbietung unterstreicht der Burson seine Kompetenz. Großorchestrale Ereignisse werden mit der nötigen Weite und Tiefe dargestellt, während er eine kleine Jazz-Kombo in einer Bar mit der richtigen Nähe und Gemütlichkeit vermittelt. Weniger kompetente Amps lassen gerade in diesem Bereich den Kopfhörerklang verflachen, was sich auch auf die Plastizität der Abbildung von Stimmen und Instrumenten niederschlägt. Der australische Amp orientiert sich viel näher an dem Niveau des Moon, als man angesichts seines Preises vermuten würde. Ein Haar in der Suppe kann ich da beim besten Willen nicht finden.

Die Umschaltung der verschiedenen verfügbaren Filtervarianten ändert das Klangbild nur in kleinen Details. Mal wirken die Höhen eine Spur relaxter, mal die Mitten noch ein Hauch offener. Der standardmäßig aktive FIR-Filter „AP FAST“ blieb nach ausgiebigen Hörsessions bei mir dauerhaft aktiv.

Fazit: überzeugender Klang, eigenständige Optik, kluge Detaillösungen

Der Burson Conductor 3 Reference ist mal wieder so ein Glücksgriff von Higoto-Chef Carsten Hicking. Der australische Kopfhörerverstärker mit DAC sticht zwar funktional kaum aus der Masse der Konkurrenzangebote hervor, sehr wohl aber mit seinem wirklich überzeugenden Klang und einigen netten Extras, wie der vertikalen Aufstellungsmöglichkeit oder den tauschbaren Op-Amps. Und auch beim Design findet der Conductor 3 einen eigenen Look. Kritik gibt es höchstens für die (trotz Metallgehäuse) etwas simple Fernbedienung und den fehlenden Standfuß für die Hochkant-Aufstellung.

Der Burson C3 bietet allerdings auch die Qual der Wahl. Geneigte Käufer müssen sich entscheiden, ob Ihnen die hier getestete Version mit unsymmetrischen Kopfhörerausgängen reicht, oder ob sie bereit sind, für einen XLR-4-Ausgang noch mal 600 Euro mehr auszugeben.

Burson Audio Conductor C3
2020/02
Test-Ergebnis: 4,4
Sehr gut
Bewertung
Klang
Praxis
Verarbeitung

Gesamt

Die Bewertung bezieht sich immer auf die jeweilige Preisklasse.
Dynamisch-kraftvoller Klang
Tolle Optik und Haptik, keine sichtbaren Schrauben
Kann auch hochkant betrieben werden
Version mit XLR-Ausgang erheblich teurer

Preis (Hersteller-Empfehlung)
Burson Audio Conductor 3 Reference: 2.000 Euro

Vertrieb:

Higoto GmbH
Isenbergstraße 20
45130 Essen
www.digital-highend.de


Ähnliche Beiträge:

Test Moon 430 HAD: superber Kopfhörerverstärker mit DAC
Doppeltest: DAC Kopfhörer-Amp Questyle CMA Twelve + Twelve Master
Test ESL-Kopfhörerverstärker Stax SRM-D50
Test magnetostatischer Over-Ear Kopfhörer Sendy Audio Aiva
Test Over Ear Kopfhörer Focal Stellia + HP-Amp Focal Arche
Test Niimbus US 4+ – der ultimative Kopfhörer-Amp?
Test SPL Phonitor x – Kopfhörerverstärker mit 3D-Klang