HiFiBerry Roon-Bridge für 110 Euro Materialeinsatz im Eigenbau. Simpel. Und klingt fantastisch! (Foto: R. Vogt)
Ein extrem günstiger Einstieg in die Roon-Welt: der DIY Roon-Bridge Roon-Bridge für 110 Euro Materialeinsatz im Eigenbau. Simpel. Und klingt fantastisch! (Foto: R. Vogt)

DIY Roon-Bridge: Der vollwertige Roon-Player für 110 Euro!

Roon ist fraglos eines der genialsten Tools des modernen, digitalen HiFi. Eine schönere Übersicht und mehr Features gibt es schlicht nicht – siehe auch die Roon Tests von LowBeats. Vielen aber ist Roon ein bisschen zu teuer; nicht nur die Lizenzen fallen an, sondern auch die notwendigen Roon-Geräte sind eben nicht günstig zu haben. Sind sie nicht? Wir machten die Probe aufs Exempel und starteten ein schönes Selbstbau-Projekt: die DIY Roon-Bridge mit HiFiBerry Komponenten. Ergebnis: Ein Volltreffer für nur 110 Euro.

Wir machen ja keinen Hehl aus unserem Faible für Roon. Aber nach den verschiedenen Beträgen zum Thema kamen einige Hinweise auf die Preise. Der Einwand ist berechtigt: Viele der Roon-Ready zertifizierten Streamer und Verstärker sind recht teuer und Roon selbst gibt es auch nicht umsonst – nämlich 119 Dollar pro Jahr oder 699 Dollar für die Lebenslang-Lizenz.

Aber weil Roon so attraktiv ist, finden sich auch im HiFi mehr und mehr bezahlbare Lösungen.

HiFiBerry Roon-Bridge-DIY (Foto: R. Vogt)
HiFiBerry Digi+ Pro mit Toslink und Cinch bis 32 Bit bei 192 kHz (Foto: R. Vogt)

Zum Beispiel bei der Schweizer Firma HiFiBerry. Sie bietet dank chinesischer Partner für kleines Geld Audioplatinen für RaspBerry Pi Minirechner nebst Zubehör an. Und das Angebot hat sich gewaschen: Es reicht von D/A-Wandlern in diversen Qualitätsstufen bis hin zu Digital-Ausgangsboards in allen Formaten. Für das Selbstbauprojekt DIY Roon-Bridge habe ich mich für das Digi+ Pro entschieden, das ist die dickste Ausbaustufe des reinen SPDIF-Boards mit zwei Digitalausgängen.

Kleiner Exkurs: Eine Bridge – wozu brauche ich das?

Bridge: So bezeichnet man im Fachchinesisch ein Gerät für den Brückenschlag zweier an sich inkompatibler oder ansonsten völlig unterschiedlicher Welten. In diesem Falle ist das ein Roon-Player mit Digitalausgang. Die Roon-Bridge empfängt die Signale als Roon Ready Player mit allen klanglichen Vorteilen der RAAT-Übertragung und gibt die Audioinformation per SPDIF-Signal (mittels Cinch oder optischem Toslink) an einen beliebigen Digital-Eingang am Verstärker, Receiver oder D/A-Wandler weiter.

Aufbau der DIY Roon-Bridge

Das könnte der Minirechner eigentlich technisch alleine und bräuchte die Unterstützung des HiFiBerry-Ausgangsbords nicht. Die Ausgänge des Raspi, wie der RaspBerry Pi Computer in der Szene liebevoll genannt wird, taugen unter audiophilen Gesichtspunkten allerdings wenig: weder der analoge Ausgang noch die Digitalsignale am HDMI-Ausgang.

Genau dafür bietet das Digi+ Pro Board (Preis: etwa 42 Euro) eine Signalaufbereitung an, die das rohe, digitale I²S Audiosignal direkt vom Raspberry Pi Hauptprozessor kommend per Wolfson WM8804G aufbereitet. Danach wird es – durch den Pulse T6074NL Übertrager galvanisch entkoppelt – zum Cinch-Ausgang geschickt. Das optische Toslink bietet ja naturgemäß eine galvanische Kopplung dank Glasfaser.

HiFiBerry Roon-Bridge-DIY (Foto: R. Vogt)
HiFiBerry DIY Roon-Bridge Bausatz mit RasPi, Gehäuse, Zubehör und Netzteil. Komplettpreis: 110 Euro (Foto: R. Vogt)

Dankenswerter Weise bietet HiFiBerry aber neben den reinen Platinen auch alles andere an, was man zum Bauen einer ernstzunehmenden Digital-Audio-Bridge braucht. Bei einem der deutschen Handelspartner von HiFiBerry, Sertronics, bestellte ich als Set das HiFiBerry Digi+ Pro, plus einen passenden Raspberry Pi 3 B+, die für Dauereinsatz empfohlenen Kühlkörper für die Chips und ein Netzteil, dazu das zweischalige Metallgehäuse passend für das Digi+ Board. Das ergab eine Summe von 110 Euro zuzüglich Versand.

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HiFiBerry Roon-Bridge-DIY (Foto: R. Vogt)
HiFiBerry Digi+ Pro Board. Kommt mit Montagematerial (Foto: R. Vogt)
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RaspBerry Pi 3 B+ ist die vorletzte Generation des Minirechners (Foto: R. Vogt)
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Das für die DIY Roon-Bridge passende Metallgehäuse mit Kleinteilen zur Montage (Foto: R. Vogt)
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Die Montage des Ganzen ist auf der Webseite von HiFiBerry zwar in Englisch beschrieben, aber selbsterklärend bebildert. Ein wenig Feinwerkzeug ist noch von Nöten, insbesondere ein 5 mm Sechskant-Steckschlüssel für die kleinen Muttern. Und wer einen besseren kleinen Inbus hat als den beiliegenden, schont die Schrauben und die Nerven.

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Kühlkörperset für CPU, Schnittstellen-Chip und RAM (Foto: R. Vogt)
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Superflacher Messing-Kühler für den Speicherbaustein (Foto: R. Vogt)
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Kupfer-Kühlkörper für den Hauptprozessor (Foto: R. Vogt)
HiFiBerry Roon-Bridge-DIY (Foto: R. Vogt)
Klassische Alukühlrippen temperieren den Controller für USB und Ethernet (Foto: R. Vogt)
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Vorbereitend galt es noch, die Kühlkörper zu montieren. Die kommen dankenswerterweise mit selbstklebendem Wärmeleit-Pad und müssen daher nur sauber aufgesetzt werden – und zwar auf der CPU, dem Schnittstellen-Controller und dem RAM-Speicher.

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HiFiBerry Roon-Bridge-DIY (Foto: R. Vogt)
Die Montagematerialien für das Metallgehäuse (Foto: R. Vogt)
HiFiBerry Roon-Bridge-DIY (Foto: R. Vogt)
Lange Stehbolzen fixieren den Computer am Gehäuseboden Foto: R. Vogt)
HiFiBerry Roon-Bridge-DIY (Foto: R. Vogt)
Die HiFiBerry Platine wird im Gehäusedeckel mit Stehbolzen positioniert (Foto: R. Vogt)
HiFiBerry Roon-Bridge-DIY (Foto: R. Vogt)
Vorsichtig zusammenstecken, mit den langen Schrauben verschließen: fertig ist die DIY Roon-Bridge (Foto: R. Vogt)
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Danach befestigt man mit den langen Stehbolzen den Raspi in der unteren Gehäuseschale und mit den kurzen Stehbolzen sowie den kurzen Senkschrauben das Digi+ Pro Board im Deckel des Gehäuses. Dann gilt es, die Oberschale mit dem montierten Digitalboard und die Unterschale mit dem Mainboard präzise zusammenzuschieben, damit die 40 Pins der GPIO-Schnittstelle genau in den Steckplatz gleiten. Danach wird die ganze Geschichte mit den langen Schrauben zu einem kompakten Gebilde verbunden. Füßchen aufkleben. Fertig ist die Hardware!

Die Software und Inbetriebnahme

HiFiBerry Roon-Bridge-DIY (Foto: R. Vogt)
Mit Etcher macht man aus einer Micro-SD ein bootfähiges Laufwerk (Foto: R. Vogt)

Dann geht es an die Software. Die gibt es komplett fertig als HiFiBerryOS zum Download. Dazu braucht es noch eine Flasher-Software, die aus einer Micro-SD-Karte ein bootfähiges Medium mit dem HiFiBerryOS schreibt. Das ging bei meinem Versuch alles völlig problemlos und ungewohnt exakt nach Anleitung. Also die SD-Karte in den winzigen Kartenschlitz geschoben und jetzt ist das Ganze wirklich startklar.

HiFiBerry Roon-Bridge-DIY (Foto: R. Vogt)
HiFiBerry Roon-Bridge Bedienung über beliebigen Webbrowser (Foto: R. Vogt)

Nun braucht es noch Strom, ein Netzwerkkabel sowie den Digital-Eingang eines Wandlers. Monitor, Tastatur oder Maus braucht man nicht. Einfach in einem Browser „hifiberry.local“ als Adresse eintippen: voilá! Es meldet sich der Startbildschirm für die Systemeinrichtung, die beispielsweise erlaubt, den Namen im Netzwerk zu ändern. Die korrekt erkannte Hardware, hier die Digi+ Pro, wird angezeigt. Eine Liste der möglichen Programmquellen listet alles auf, was die Software versteht. Des Weiteren könnte man jetzt auch WLAN einrichten, wozu ich abrate, denn die Audioübertragung per Kabel ist eben sauberer und stabiler.

Unsere DIY Roon-Bridge hat keinen Einschalter oder Ähnliches. Per Webinterface kann man die Maschine herunterfahren, aber nicht wieder einschalten. Die RaspBerry Pi sind für Dauereinsatz bei geringem Stromverbrauch ausgelegt. Das zeigt auch das Leistungsmessgerät: Im Betrieb mit laufender Musik braucht die Hardware genügsame 3 Watt. Im Standby bleiben weniger als 1 Watt. Da lohnt das Ausschalten kaum. Thermisch ist das ebenfalls unkritisch. Nach vielen Stunden Musik zeigt das Infrarot-Termometer an keiner Stelle mehr als 34°C an.

HiFiBerry Roon-Bridge-DIY (Foto: R. Vogt)
HiFiBerry meldet sich als Roon Ready Player an (Foto: R. Vogt)

Roon erkennt die Bridge korrekt als Roon Ready und damit als potentiellen Empfänger von Musik mit dem klangoptimierten RAAT-Protokoll, sogar mit passendem Logo. Korrekt erkennt er auch seine Anwesenheit als AirPlay-Empfänger ohne Roon Zertifikat. Diesen Zugang braucht ohnehin niemand. Aber man kann natürlich von iPhone & Co. Musik zuspielen, was cool ist. Oder man spielt per Bluetooth zu.

Korrekt kommunizieren HiFiBerry und Roon auch die möglichen Formate mit Stereo bis 192 Kilohertz Samplingrate im PCM-Format. Bis 32 Bit Quantisierungstiefe erlaubt die Digi+ Pro Karte. Das macht nur Sinn, wenn dies der Digital-Eingang des Gerätes am anderen Ende des Digitalkabels ebenfalls versteht, sonst werden schlicht die 8 untersten Bits abgeschnippelt. Und weil Roon praktisch alle Berechnungen (und sei es nur eine Lautstärkeanpassung) in 64 Bit rechnet, macht es einen Unterschied, ob diese anschließend auf 16, 24 oder 32 Bit konvertiert werden. Ich schaltete für mein Setup auf 24 Bit.

Die DIY Roon-Bridge in Klang & Praxis

Die Praxis im Umgang mit der Selbstbau-Bridge ist so einfach, wie man sich das vorstellt: Schon nach wenigen Sekunden meldet sich das HiFiBerryOS betriebsbereit bei Roon oder womit auch immer man zuspielen möchte. Mehr gibt es im Alltag nicht zu bedienen.

Zunächst verwendete ich die Bridge mit Roon am permanenten Setup des LowBeats Testkinos mit dem Trinnov Altitude 32 – sowohl per Cinch als auch mit gutem Glasfaser-Toslink-Kabel verbunden. Das ermöglicht den klanglichen Vergleich dreier Roon-Endgeräte: 1.) direkt in den Trinnov gerendert (der ja ebenfalls Roon Ready ist), 2.) der HiFiBerry DIY Roon-Bridge Lösung sowie 3.) dem Oppo UDP-203, der ebenfalls Roon Ready ist. Der Oppo war per Cinch-Digital-Kabel und HDMI angeschlossen und fungierte so als zweite Roon-Bridge.

HiFiBerry Roon-Bridge-DIY (Foto: R. Vogt)
HiFiBerry Webmenü: zeigt Titel und Cover, erlaubt Titelsprung und Pegelregelung (Foto: R. Vogt)

Um es vorweg zu nehmen: HDMI klang eindeutig am schlechtesten und dürfte als einziges wohl auch in jedem Blindtest zu erkennen sein. Ebenfalls eindeutig siegte in jedem Umschalt-Vergleich der integrierte Renderer des Trinnov, der ja die Musik direkt auf die Master Clock rendert. Er lieferte den organischsten und gleichzeitig differenziertesten Sound, an den keine externe Quelle herankam.

Überraschend nah an diese exzellente Vorstellung kam die DIY Roon-Bridge – und zwar unabhängig davon, ob mit Cinch oder Glasfaser. Interessanterweise änderte sich am Klang auch nichts, als ich das einfache Steckernetzteil (4,90 Euro) gegen ein professionelles Batterie-Pack von GP als Energiequelle für die Bridge austauschte.

Fast schon überraschender Dritter wurde der Oppo via Cinch-Digitalausgang. Klang die DIY Roon-Bridge nur einen Hauch undifferenzierter, aber ähnlich groovy-musikalisch wie der Trinnov-Renderer, verlor die Musik etwas an Lebendigkeit und Tiefe, wenn man auf den Player umschaltete.

Doch Vorsicht: Mit beiläufigem Hinhören lassen sich die drei nur schwer auseinander halten. Der Abstand zwischen Oppo und DIY Roon-Bridge ist klein, etwas größer der Vorsprung des Trinnov. Doch für eine Investition von 110 Euro und ein bis zwei Stunden Basteln finde ich das Ergebnis unserer Selbstbau-Lösung schlicht sensationell.

Der Feldversuch

Das kam mir schon fast ein wenig zu gut vor. Also besuchte ich einen guten Freund aus dem LowBeats Supporter-Umfeld: Gunther Geissler ist einer, der stets begeistert experimentiert und zudem über ein sehr feines Gehör plus einen gut ausgestatteten Hörraum verfügt.

Besuch bei Gunther Geissler: HiFiBerry im Vergleich (Foto: R. Vogt)
Besuch bei Gunther Geissler zum Hörvergleich. Winzig: die DIY Roon-Bridge auf dem Teppich (Foto: R. Vogt)

Geissler bastelte gerade mit seinen neuesten Erwerbungen herum, einem Exogal Comet, der nun seine seit Jahren eingespielten Backes & Müller BM10D antreibt. Gunthers Stamm-Quelle ist ein Elac Discovery Roon-Server, der seine lokale Musik und Streaming von Tidal liefert. Als digitale Quelle verwendet er derzeit am liebsten einen Bluesound Node 2i, den er im Grunde auch nur als Roon-Bridge verwendet.

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Besuch bei Gunther Geissler: HiFiBerry im Vergleich (Foto: R. Vogt)
Der Exogal Comet wurde für den Versuch etwas improviesiert aufgebaut (Foto: R. Vogt)
Besuch bei Gunther Geissler: HiFiBerry im Vergleich (Foto: R. Vogt)
Elac Discovery Roon-Server mit SBoooster Linearnetzteil und Bluesound Node 2i (Foto: R. Vogt)
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Gunthers Anlage nutzt Isotek Sigmas G2 Power-Conditioner und Titan G2 für die aktiven Lautsprecher. Leider war für die DIY Roon-Bridge keine Steckdose an den Isoteks mehr frei, sie musste also mit rohem Hausstrom Vorlieb nehmen. Um weitere Einflüsse und Masseprobleme zu vermeiden, wechselten wir die Quellen durch Umstecken eines hochwertigen Glasfaser-Toslink-Kabels.

Besuch bei Gunther Geissler: HiFiBerry im Vergleich (Foto: R. Vogt)
Versuchsaufbau auf engstem Raum (Foto: R. Vogt)

Nach mehreren Stunden des Hörens und Umschalten war auch bei unserem „Feldversuch“ die Sache ziemlich klar. Ich bat Gunther, seine Erfahrungen kurz zusammenzuschreiben:

„Zum Einhören spielten wir einige Songs von Holly Cole aus dem gleichnamigen Album sowie dem Album Temptation. Das kleine Kästchen überraschte mich, die Stimme von Frau Cole ist klar ortbar, auch die Bläsersätze des Songs „The Briar and the Rose“ haben eine schöne Klangfarbe und transportieren wunderbar die Zerbrechlichkeit des Songs. Auch deftige Kost von Yello klingt authentisch und lässt die Füße im Takt der Musik mitwippen, die Bässe kommen klar durchzeichnet und die Trompete von Till Brönner im Song „Till Tomorrow“ aus dem Album Touch lässt auch die feinen Anblasgeräusche nicht vermissen.

Zum Vergleich darf nun mein Bluesound Node 2i als Roon Endpoint spielen. Der überzeugt bei den Bläsersätzen von Holly Cole mit einer besseren Differenzierung der einzelnen Instrumente und das Klangbild wirkt insgesamt plastischer. Auch die Stimme von Frau Cole erscheint einen Tacken natürlicher.

Dennoch bin ich erstaunt, wie gut sich die DIY Roon-Bridge schlägt. Für 110 Euro bekommt man einen wirklich musikalischen Netzwerkstreamer, der zudem noch eine wunderbare Spielwiese ist, um mit den verschiedenen Software-Möglichkeiten der Rasberry Pi Plattform zu experimentieren. Oder, um einfach nur hochwertig Musik zu hören. Und das für kleinstes Geld.“

Dem kann ich nur zustimmen.

HiFiBerry Roon-Bridge-DIY (Foto: R. Vogt)
HiFiBerry Roon-Bridge-DIY (Foto: R. Vogt)

Fazit DIY Roon-Bridge

Ich würde sagen: Experiment geglückt. Man kann für ein Taschengeld die Anlage um Roon erweitern. Und um Bluetooth und AirPlay. Und wer statt mit Roon beispielsweise einen alten, liebgewonnen D/A-Wandler um UPnP/DLNA Streaming erweitern möchte, der kann statt der HiFiBerryOS auch die Software Volumio aufspielen. Auch das habe ich ausprobiert. Das geht genauso gut, klingt im Vergleich proportional mit Trinnovs internem Renderer und Oppo genauso gut wie mit Roon. So oder so: eine Top-Lösung zum Spar-Preis. Und so ein bisschen Basteln macht ja auch Spaß…

DIY Roon-Bridge mit HiFiBerry Digi+ Pro
2020/01
Test-Ergebnis: 4,7
ÜBERRAGEND
Bewertung
Klang
Praxis
Verarbeitung

Gesamt

Die Bewertung bezieht sich immer auf die jeweilige Preisklasse.
Kaum zu schlagende Preis/Leistung
Gute Anleitungen, gute Passformen
Klanglich auf dem Niveau guter fertiger Lösungen
winziger Stromverbrauch mit 3 Watt

Preis (Hersteller-Empfehlung)
HiFiBerry Digi+ Pro Bausatz komplett: 110 Euro

Vertrieb:
Modul 9 GmbH
Haupstr. 129
8272 Ermatingen
Switzerland
www.hifiberry.com

Unter anderem hier erhältlich:

 

Im Beitrag erwähnt:
Roon – der geniale Musikserver im Videotest
Test Trinnov Altitude 32 und Amplitude 8: Best of Surround
Exklusivtest Oppo UDP-203: der Highend-Universalplayer
Exogal Comet & Ion PowerDAC im Test: Vor- und Endstufe vom Wadia-Entwickler
Test Netzwerkspieler/-Controller Elac Discovery DS-S101-G
Test Netzfilter Isotek Evo3 Aquarius und Evo3 Synchro