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JVC DLA-NX9 Test Aufmacherbild (Foto: R. Vogt)
VC DLA-NX9: Das Topmodell mit 8K-e-shift für 24 Megapixel HDR auf der Leinwand. 17.999 Euro (Foto: R. Vogt)

Exklusiv-Vorabtest: JVC DLA-NX9 – Erster 8K-Highendprojektor

Nach langen Jahren des stets weiterentwickelten Full-HD-Chassis der X-Serie bringt JVC die lang ersehnte Generation von Projektoren mit nativer 4K/UHD-Auflösung: die JVC N-Serie. Konkret konnte ich mich einen ganzen Tag lang mit einem Vorserien-Gerät der Topmodells JVC DLA-NX9 beschäftigen. Das „X“ im Namen deutet die Pixel-Vermehrung durch „e-shift“ an – so nennt JVC diese rein optische Pixelvermehrung.

JVC DLA-NX9 (Foto: R. Vogt)
JVC DLA-NX9 mit vom JVC DLA-Z1 Laserprojektor entliehenen Highend-Objektiv (Foto: R. Vogt)
JVC DLA-NX9: 4K/UHD rein - 8K kommen wieder raus! (Foto: R. Vogt)
JVC DLA-NX9: 8K! (Foto: R. Vogt)

„8K“ steht da dick auf dem Karton und dem Mittelstreifen auf dem Gehäuse. Doch bevor hier Missverständnisse aufkommen: Nein, er macht keine diskreten 32 Megapixel Auflösung.

Er teilt sich die 4K-Panels mit seinen kleinen Brüdern und verwendet eine Kombination aus Lichtbrechung und Scaler, um die eintreffenden Videos, egal welcher Auflösung, auf die 8K-Auflösung von grob 8.000 mal 4.000 Pixel Auflösung zu skalieren. Und das dürfen am Eingang maximal 2160p-Videos mit 60 Bildern pro Sekunde bei 10 Bit Auflösung sein. Mehr lassen aktuelle HDMI-Chips allerdings gar nicht zu.

Immerhin: JVCs neue 4K-Panels bieten wie die Pendants von Sony „echte“ 4K-Auflösung, also den professionellen DCI-Kinostandard mit 4096 x 2160 einzelnen Pixeln und nicht „nur“ UHD-TV-Auflösung mit 3840 x 2160p. Obwohl der D-ILA-Chip nun mehr als viermal mehr Pixel zeigt als die bisherigen Full-HD-Versionen, ist er mit 0,69 statt 0,7 Zoll eine Spur kleiner.

Fernbedienung JVC N-Serie (Foto: R. Vogt)
Die Fernbedienung der N-Serie. Beleuchtet, aber keine erhabenen Tasten (Foto: R. Vogt)
YVC N-Serie Luftfilter (Foto: R. Vogt)
Die N-Serie hat erstmals bei JVC ein Luftfilter (Foto: R. Vogt)

Ebenfalls komplett neu ist das Chassis mitsamt Gehäuse. Es ist gewachsen, wirkt aber dank der Radien eleganter und moderner als die kantige X-Serie.

Das Konzept der Kühlung ist jedoch gleichgeblieben: Hinten wird angesaugt, vorn ausgeblasen. Neu ist, dass ein Teil der angesaugten Luft nun durch ein von außen zugängiges Filter strömt, welches sich hinter der zentralen Klappe befindet.

Ebenfalls neu ist die Fernbedienung. Die wirkt zunächst eleganter als die bisherige. Selbstverständlich ist sie dezent und blendfrei beleuchtet. In der Praxis störte mich allerdings, dass man die Tasten haptisch kaum voneinander unterscheiden kann und daher im Gegensatz zum bisherigen Handgeber oft erst hinschauen muss, um sicher zu gehen, dass man nicht versehentlich die falschen erwischt.

JVC DLA-NX9: Anschluss- und Bedienfeld am Rücken (Foto: R. Vogt)
Anschluss- und Bedienfeld am Rücken (Foto: R. Vogt)

Abgesehen von der geometrischen Anordnung finden sich auf dem neuen N-Serie-Chassis die gleichen Anschlüsse wie bei bisherigen JVCs: Zwei gleichwertige HDMI-Eingänge mit 18Gps Bandbreite für alle Auflösungen bis 4K mit HDR sowie Mini-DIN für den 3D-Funksender zur Synchronisation der Shutterbrillen.

Zum Steuern und Updaten RS-232, USB und LAN und schließlich eine Miniklinke mit 12-Volt zum Schalten von Liften, Leinwänden oder Anamorphot. Ein reduziertes Bedienfeld erlaubt die Kontrolle ohne Fernbedienung. Infrarotsensoren für die Fernbedienung befinden sich vorne und hinten.

Mitgedacht: Die vier Schraubfüße haben denselben Abstand zueinander wie bisherige X-Serie-Modelle, Halterungen sind daher austauschbar, denn die Gewinde der Füße dienen auch als Aufhängepunkte. Auch die Signalverarbeitung und Lampentechnik übernimmt der DLA-NX9 von den X-en.

JVC DLA-NX9: Das Riesen-Objektiv ist knackscharf und erlaubt 100% Lensshift (Foto: R. Vogt)
JVC DLA-NX9: Das Riesen-Objektiv ist knackscharf und erlaubt 100% Lensshift (Foto: R. Vogt)

Der eigentliche Knackpunkt des Topmodells JVC DLA-NX9 aber ist weniger das Marketing-trächtige 8K-Label, sondern ganz klar das vom Laser-Projektor JVC DLA-Z1 geerbte Highend-Objektiv.

Es besteht komplett aus veredelten Glaselementen und bietet mit gut 10 Zentimeter Außendurchmesser ausreichend optischen Spielraum für fast unglaubliche 100 Prozent vertikalen Lensshift. Das Bild kann also einmal um seine ganze Höhe verschoben werden.

Man kann den Projektor damit also deutlich oberhalb oder unterhalb der Leinwand anbringen, was bei der Installation eines Heimkinos völlig neue Problemlösungen ermöglicht. Und: Das Bild ist wirklich knackscharf.

Während Sonys 4K-Projektoren, selbst der schon highendige VPL-VW760ES, einzelne Pixel seiner 4K-Panel nur vage als Quadrate erkennen lässt und am Bildrand und den Ecken schon gar nicht, zeichnet dieses Objektiv die Pixel in der Bildmitte derart knackig, dass man kristallklare Quadrate mit schwarzem Steg zwischen den Bildpunkten erkennt.

Selbst am Bildrand bleibt das ohne Schweif oder die sonst oft schon deutliche chromatische Aberation (Regenbogen-Kontur). Da macht die Verdoppelung der Pixel-Positionen auf 8K-Auflösung auch optisch Sinn. Immerhin: Der dicke Glaskörper macht den JVC DLA-NX9 gut zwei Kilo schwerer als seine 4K-Geschwister der N-Serie!

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JVC DLA-NX9: HDR10 EOTF (Gamma) lätt sich statisch genau einstellen... (Foto: R. Vogt)
HDR10 EOTF (Gamma) läst sich statisch genau einstellen… (Foto: R. Vogt)
JVC DLA-NX9 dynamische Einstellung anhand der Metadaten (Max CLL/FALL) automatisch anpassen (Foto: R. Vogt)
…oder dynamisch anhand der Metadaten (Max CLL/FALL) automatisch anpassen (Foto: R. Vogt)
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Für die ganze N-Serie gilt eine drastische Verbesserung der HDR-Wiedergabe und Neuorganisation der dazugehörenden Speicherplätze.

Wirklich gelungen, so scheinen es diese ersten Tests zu zeigen, ist die Auto-Tone-Mapping-Funktion. „Auto. Dynamikkompress.“ übersetzt sich das etwas ungelenk ins deutsche Menü.

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