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Das Teufel Power HiFi System ist ein Hochpegel-Lautsprecher für Beschallung und Disco. Man kann ihn einzeln oder zu mehreren betreiben. Der Einzelpreis liegt bei 1.300 Euro (Foto: Teufel)

Test Teufel Power HiFi: Hören mit 120 Dezibel

Der Lautsprecher Teufel ist wahrscheinlich der einzige deutsche Anbieter, der die Sache mit dem HiFi nicht ganz so bierernst nimmt wie hierzulande allgemein üblich. Dieser erfrischende Ansatz liegt auch am Fokus: Als größter Audio-Hersteller der Republik hat man immer auch die jugendlichen (oder jung gebliebenen) Hörer im Visier. So lassen die Berliner beispielsweise zu gegebenen Anlässen einen Monster-Beschallungs-Truck auffahren. Aus diesem Gedanken des Laut&Lustig entstanden so eigenwillige (und echt überzeugende) Outdoor-Produkte wie der Akku-getriebene Rockster mit 38-Zentimeter-Bass oder dessen kleinere Geschwister Rockster Air, Rockster Cross und Rockster Go. Die Familie dieser Hochpower-Speaker hat jetzt ein stattliches Oberhaupt bekommen. Der Name: Teufel Power HiFi. Die Mission: verzerrungsarmes Hören jenseits der 120 Dezibel-Marke.

Teufel Truck
Feuer frei: Mit dem martialischen Party-Truck hat Teufel für Anlässe wie die Love-Parade & Co eine beeindruckende Beschallung parat (Foto: Teufel)

Man könnte auch sagen: Mit der Rockster Familie hat Teufel noch geprobt, mit Power HiFi wird es ernst. Denn dieses System ist größer, leistungsfähiger, lauter. Und es ist – allein schon von der Größe her – vor allem für den Indoor-Gebrauch konzipiert.

Teufel PR-Mann Florian Weidhase
Teufel-PR-Mann Florian Weidhase führte der Presse anlässlich der IFA 2019 im Berliner Showroom den Power-HiFi Turm vor. Die Gitarre im Hintergrund lässt erahnen, wofür das System auch geschaffen wurde: als hoch effiziente PA für kleinere Events (Foto: H. Biermann)

Beginnen wir mit den Rahmendaten des Systems. Der Turm ist 126 Zentimeter hoch, 44 cm breit und 40 cm tief. Man könnte auch sagen: echt groß. Das Teufel Power HiFi hat den Look klassischer Bühnen-Monitore, einen schlagfesten Lacküberzug (der auch mal den Inhalt einer Pulle Bier klaglos verkraftet) und wie ein Flightcase sogar Griffe an der Seite. Das mit den Griffen an der Seite ist kein optischer Gag: das gesamte Gebilde wiegt über 60 Kilo.

Teufel Power HiFi Griff
Macht das Tragen des Bassmoduls sehr viel einfacher: Griffe auf der Seite (Foto: Teufel)

Der Turm selbst besteht aus drei separaten Modulen: Hochton, Mittelton und Bass. Das erleichtert den Transport. Und wie es sich für ein Beschallungssystem gehört, ist das Teufel Power HiFi selbstverständlich voll aktiv. Jeder Zweig wird von einer eigenen Endstufe angetrieben; der gesamte Endstufen- und Elektronikblock sitzt im (oberen) Hochtonmodul.

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Neutrik Steckverbindungen
Für den Kontakt vom zentralen Hochton- zum Mittelton- und Bass-Modul nutzen die Teufel Entwickler die professionellen, sehr robusten und wasserfesten Steckverbindungen von Neutrik (Foto: H.Biermann)
Power HiFi Hochton-Fuß
Die einzelnen Module sind durch spezielle Füße voneinander entkoppelt, damit die Elektronik sowie auch Mittel- und Hochtöner nicht allzu sehr von den starken Vibrationen des Bassgehäuses beeinträchtigt werden (Foto: H. Biermann)
Teufel Power HiFi Bass-Deckel
Kleine Vertiefungen auf der Oberseite von Bass- und Mitteltongehäuse sorgen dafür, dass der Turm auch exakt aufgetürmt wird (Foto: H. Biermann)
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Wie auch die Modelle der Rockster-Familie kann man den Teufel Power HiFi Turm einzeln betreiben. Man kann aber auch über symmetrische (XLR-) Verbindungen mehrere miteinander koppeln. Bis vier Stück klappt das super, darüber hinaus beginnt das Komplettsystem hörbar zu rauschen: je mehr Power HiFi Türme, desto stärker das Rauschen. Aber schon vier können einen recht großen Tanzsaal zum Kochen bringen – versprochen. Wir haben das System in der Stereo-Ausführung bestellt – und gehört. Und schon damit haben wir die 120-Dezibel-Schallmauer übersprungen…

Der Aufbau des Teufel Power HiFi Systems

Teufel hat ja mit den oben genannten Modellen der Rockster-Serie viel Erfahrung mit hochbelastbaren Treibern gemacht. Davon stecken im Power HiFi Turm neben Hochtonhorn und Konus-Mitteltöner auch zwei 30 cm Bässe.

Teufel Power HiFi Bestückung
Zwei 30 cm Tieftöner, ein 20 cm Mitteltöner und ein Hochleistungs-Hochtonhorn bilden das akustische Rückgrat des Teufel Power HiFi Systems (Foto: Teufel)

Auf den beiden Tieftönern ruht das akustische Fundament des Systems, deshalb sind sie extrem hoch belastbar. Das Gehäuse ist so schlau konstruiert, dass sich zwischen den beiden Bässen ein recht langer Bassreflex-Port ergibt.

BR-Port mit Kevlar-verstärkter Papier-Membran
Die Kevlar-verstärkte Papier-Membran wird von einer 10 cm Schwingspule angetrieben und von einer sehr festen Gummisicke im Zaum gehalten. Beides sind Kennzeichen für ein hochbelastbares Bass-System (Foto: H. Biermann)

Tief- und Mitteltöner werden von einem robusten Gitter vor Berührung geschützt. Halter mit Gummi-Puffern sorgen dafür, dass hier nichts rappelt.

Teufel Power HiFi Gitter
Perfekt für den rauen Beschallungsalltag: Die Gitter schützen die Membranen vor Berührung und  erhöhen die Stabilität der Gehäuse (Foto: Teufel)

Der Hochtöner indes braucht kein Gitter vor dem Horn. Die Lamellen, die zur besseren Schallverteilung dienen, schützen zugleich die sensible Membran am Hornmund.

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Teufel Power HiFi Hochtonhorn2
Der Blick von vorn lässt ein großes Kunststoffhorn erkennen, welches fast die ganze Breite des Systems füllt. Das große Horn ermöglicht den Teufel Entwicklern einen recht tiefen Übergang zum Mitteltöner (Foto: H. Biermann)
Teufel Power HiFi Hochtonhorn von hinten
Das Hochtonhorn von hinten. Der Druckkammertreiber lässt im Hochton-Modul noch ausreichend Platz für das Bedien-Panel links (Foto: H. Biermann)
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