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Westdeutsche HiFi-Tage 2015
Das Bonner Maritim fast komplett in Händen der HiFi-Freunde (Foto: R. Vogt)

Hotelmesse: Die Westdeutschen HiFi-Tage 2015

HiFi Linzbach Messestand Westdeutsche HiFi-Tage
Das Team von HiFi Linzbach hatte die Organisation der Messe gut im Griff. (Foto: R. Vogt)

Deutschlands beste Hotelmesse?

Die Westdeutschen HiFi-Tage zeigten sich in diesem Jahr von ihrer besten Seite. Die erste Vorführung der B&W 800 D3 und jede Menge attraktive Plattenspieler und liebenswerte Exoten ergaben einen so spannenden Mix, dass der eine Tag, den wir für die Messe eingeplant hatten, hinten und vorn nicht reichte.

Man kann es drehen und wenden wie man will: Die Republik hat mit den Westdeutschen HiFi-Tagen, ausgerichtet vom HiFi-Studio Linzbach, eine zweite, ganz wunderbare „große“ Hotelmesse bekommen. Nach den ja schon länger arrivierten Norddeutschen HiFi-Tagen in Hamburg hat sich der Event im Bonner Maritim zu einer respektablen Veranstaltung gemausert. Sechs Stockwerke im Bonner Maritim waren fast vollständig belegt. Nicht, dass die Hotelzimmer hier sehr viel größer wären als die in Hamburg. Aber kleine Zimmer nehmen die meisten Audiophilen ja gern in Kauf; ihnen ist der Messe-Charakter im Münchner Messe-Center MOC zu kalt.

So sind halt Hotelmessen: Kuschelig eng, aber schön war´s

Und so drängelten auch wir uns von Raum zu Raum und ehrlich gesagt: Es klang überwiegend überraschend gut. Ein Highlight war natürlich die erste größere Vorführung der neuen B&W Diamond D3-Serie. Auch hier klang sie absolut überzeugend, wenngleich wir ja das Privileg hatten, bereits im Abhörraum von Bowers & Wilkins in Worthing die ganze Serie durchhören zu können (der-erste-hoertest). Und da klang es noch ein bisschen besser ….

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B&W 802 D3 Vorführung Westdeutsche HiFi-Tage 2015
War immer bestens besucht: Die erste große Vorführung der neuen B&W 802 D3 (Foto: R.Vogt)
B&W 802 D3 + Classé bei den Westdeutschen HiFi-Tagen 2015
Die neuen B&W 802 D3 kosten mittlerweile 22.000 Euro. Die Komponenten von Classé sind da durchaus passend gewählt. (Foto: R. Vogt)
B&W 802 D3 bei den Westdeutschen HiFi-Tagen 2015, Seitenansicht
Mit der neuen Linienführung vor allem im Bereich der Schallwand setzt sich die neue B&W D3-Linie merklich von ihren Vorgängern ab. (Foto: R. Vogt)
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Einen weitere Premiere gab es in Bonn: DALI, der immer stärker werdende dänische Lautsprecherhersteller, präsentierte seine neue Opticon-Serie (dali-opticon), die der Konkurrenz wieder mächtig zu kauen geben wird. Denn hier wird sehr viel von der großen Epicon-Serie für vergleichsweise wenig Geld angeboten. In Bonn spielte sie an verschiedenen Ketten höchst überzeugend.

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DALI Opticon Onwall bei der Westdeutschen HiFi-Messe 2015
Die kleineren Modelle der Opticon-Serie. Hier der flexibel aufstellbare Center und der äußerst klangstarke Onwall-Speaker (Foto: R. Vogt)
DALI Opticon 8 bei den Westdeutschen HiFi-Tagen 2015
Das Flaggschiff der neuen DALI-Lautsprecherline, die Opticon 8 (Foto: R. Vogt)
Frank Hagemann DALI Deutschland bei den Westdeutschen HiFi-Tagen 2015
DALI-Deutschland-Geschäftsführer Frank Hagemann nachdenklich, obwohl er offensichtlich doch so vieles richtig gemacht hat. (Foto: R. Vogt)
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Auch Canton war vor Ort und zeigte, warum die Hessen schon seit langem Marktführer in Deutschland sind: Die Modellpalette ist so breit, da muss fast jeder etwas für sich finden. Zumal Canton jetzt mit MusicBox auch noch den Wunsch nach Musik draußen und mobil sehr überzeugend bedient.

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Canton-Modellpalette 1 bei den Westdeutschen HiFi-Tagen 2015
Canton Lautsprecher mit Modellen der CD-, der GLE- und der GLS-Serie (Foto: R. Vogt)
Canton DM 90.3 bei den Westdeutschen HiFi-Tagen 2015
Die neue „große“ Soundbar von Canton: die DM 90 in der .3-Version für 1.200 Euro (Foto: R. Vogt)
Canton Vento + Chrono bei den Westdeutschen HiFi-Tagen 2015
Canton-Gruppenbild mit Vento, Chrono SL und Chrono (Foto: R. Vogt)
Canton MusicBox XS bei den Westdeutschen HiFi-Tagen 2015
Die große Canton MusicBox XS. Bei ersten Versuchen klang die Bluetooth-Box echt überzeugend. (Foto: R.Vogt)
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Aber neben doch ziemlich konventionellen Lautsprechern wie denen von B&W, Canton, DALI & Co. gab es in Bonn doch auch erfreulich viele Exoten zu sehen und zu hören. Beispiele gefällig?

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Zugspitz-Lautsprecher bei den Westdeutschen HiFi-Tagen 2015
zugspitz-Audio „Gloria“: Ein passiver Zweiwege-Lautsprecher mit Naturholzfront, Dipol-Hochtöner und 38-Zentimeter Bass. (Foto: R. Vogt)

 

HiFi Akademie-Messestand auf den Westdeutschen HiFi-Tagen 2015
Der DiPol 2×15-8 von der hifiakademie ist ein aktives, entzerrtes Zweiwegesystem mit einem 20-Zentimeter Breitbänder und zwei 38-Zentimeter Bässen. Alle drei Treiber sitzen in einer offenen Schallwand – daher der Name DiPol. Und der DiPol machte ganz schön viel Druck … Foto: R. Vogt)

 

Hornfabrik-Messestand bei den Westdeutschen HiFi-Tagen 2015
Das „Wild One II“ der hornfabrik-eder. Das „Wild One II“ arbeitet mit einem 35-Zentimeter Tieftöner für das Basshorn und einem 54 Zentimeter großen Mitteltonhorn. Die gesamte Konstruktion misst stattliche 1,75 Meter und kostet 24.500 Euro. Insgesamt, so Entwickler Helmut Eder, sei die „Wild One II“ schon eine recht laute Box. Dennoch sollte der Verstärker besser mehr als 5 Watt haben … (Foto: R. Vogt)
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Ein weiteres, großes Thema auf den Westdeutschen HiFi-Tagen war ein uraltes: nämlich Analog. Was hier aufgefahren wurde – auch an bezahlbaren Drehern – musste einem das analoge Herz aufgehen lassen.

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Clearaudio Innovation Compact mit TT5 bei den Westdeutschen HiFi-Tagen 2015
clearaudio hat mal wieder am theoretischen Ideal gearbeitet: der neue TT5 Tangentialtonarm auf dem Innovation Compact (Foto: R. Vogt)
Tonarmbasis TT5, Clearaudio-Messestand auf den Westdeutschen HiFi-Tagen 2015
Die Tonarmbasis für den neuen Clearaudio TT5 (Foto: R. Vogt)
Clearaudio TT5 + Essence bei den Westdeutschen HiFi-Tagen 2015
Clearaudios neuer Tangentialtonarm TT5 mit MC-Tonabnehmer Essence (Foto: R. Vogt)
PE 1010 bei den Westdeutschen HiFi-Tagen 2015
Eine alte Schwarzwälder Marke neu belebt: Der Perpetuum Ebner (PE) 1010 mit Thorens-Arm. Im Vertrieb von weaudiosystems (Foto: R. Vogt)
PE 4040 bei den Westdeutschen HiFi-Tagen 2015
Das PE-Spitzenmodell 4040 ist ebenfalls mit einem Thorens-Arm (TP93) ausgestattet und liegt bei 4.000 Euro. (Foto: R. Vogt)
Transrotor Max bei den Westdeutschen HiFi-Tagen 2015
Der neue Transrotor Max – genialer Plattenspieler ohne Chassis. Preis: ab 1.800 Euro (Foto: R. Vogt)
Transrotor Jupiter bei den Westdeutschen HiFi-Tagen 2015
Transrotor Jupiter. Räkes neuer Vorzeige-Plattenspieler für 2.500 Euro (Foto: R. Vogt)
Avid Acutus SP bei den Westdeutschen HiFi-Tagen 2015
Der beindruckende Acutus SP von Avid (avidhifi) war einer der wenigen Plattenspieler dieser Messe, der knapp jenseits der 10.000 Euro-Grenze liegt. (Foto: R. Vogt)
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Bryston-Mann Heinrich Schläfer ist eigentlich Tonmeister, aber im Nebenberuf ein Kaffee-Gott. Bei Bryston (AVI Tech) klang es nicht nur gut, hier schmeckte es auch total lecker. (Foto: R. Vogt=
Bryston-Mann Heinrich Schläfer ist eigentlich Tonmeister, aber im Nebenberuf ein Kaffee-Gott. Bei Bryston (AVI Tech) klang es nicht nur gut, hier schmeckte es auch total lecker. (Foto: R. Vogt)

Und dann gab es natürlich noch viele, viele Anlagen und Einzelkomponenten, die uns ausnehmend gut gefielen. Die Q-Acoustics Concept 40 beispielsweise, eine britische Box vom deutschen Entwickler Karl Heinz Fink und im Vertrieb von idc-klaassen, klang wunderbar fein, offen, audiophil. Und das für einen Paarpreis von 1.400 Euro. Bezaubernd wie immer waren und spielten die neuen Focal Sopra.2, von denen der Vertrieb Music Line gleich eine ganze Batterie aufgefahren hatte. Und gut gefallen hat uns auch der neue nuVista CD-Player von Musical Fidelity (Vertrieb: reichmann-audiosysteme), der mit seinen 9.450 Euro aber auch alles andere als günstig ist. Halt alles ultimativ ausgelegt … Das Tuning auf die Spitze trieb wieder einmal Acapella. Bei den Duisburgern kommt ja nicht in die Anlage, was von der Stange ist. Hier ist alles „feinstgetunt“ – alles bedämpft, alles verbessert. Das war bei ProgressiveAudio anders. Da sind die Komponenten nicht getunt, sie spielen von Haus aus so holografisch, dass es einen aus den Schuhen haut.  Und nicht zuletzt auch die Vorführung von Ascendo war beeindruckend. Die Ansbacher nutzen Teile ihrer neuen Home-Cinema-Technologie – siehe auch den großen LowBeats-Report Ascendo-AIA.

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Q-Acoustics Concept 40 bei den Westdeutschen HiFi-Tagen 2015
Wunderbar feiner Klang für wenig Geld: Die Concept 40 von Q-Acoustics (Foto: R. Vogt)
Focal Sopra 2 bei den Westdeutschen HiFi-Tagen 2015
Die bezaubernde Sopra 2 von Focal. Hier in einer Ansicht, was Oberflächen-technisch alles geht. (Foto: R. Vogt)
nuVista CD bei den Westdeutschen HiFi-Tagen 2015
Ultimativer CD-Player: Der nuVista CD von Musical Fidelity. Preis: 9.450 Euro. (Foto: R. Vogt)
Acapella Violon
Acapella Violon mit Swoboda-getuntem CD-PLayer von NAD und Swoboda-getunten Röhren-Amp von Unison – und jede Menge weiterer Tuning-Assecoirs. (Foto: R.Vogt)
Progressive Audio Kette Extreme III
Progressive-Audio-Kette mit der neuen Standbox Extreme III. Wie macht dieser Ralf Köhnen das bloß mit der holografischen Abbildung? (Foto: R.Vogt)
Ascendo Stefan Köpf
Ascendo-Geschäftsführer Stefan Köpf bei der Auswahl der richtigen Musik. Auch hier klang es ausgesprochen fein.
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Hier klang´s am besten

Der für uns „Best-Sound-Of-The-Show“ ist allerdings ein Überraschungssieger: Thomas Ahlersmeyer von mindaudio hatte mit einem monströsen Lautsprecher-Selbstbauprojekt (Manger-Schallwandler für Mittel- und Hochton, zwei 20er Tiefmitteltöner, ein 38 Subbass auf der Rückseite) und seinen DSP-gesteuerten Vollverstärkern AMP 1 einen unglaublichen Auftritt. Dynamik, Attacke, Feinzeichnung: Da stimmte wirklich fast alles.

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MindAudio-Box bei den Westdeutschen HiFi-Tagen 2015
Gewaltiges DIY-Boxen-Projekt von MindAudio. (Foto: R. Vogt)
MindAudio A1 bei den Westdeutschen HiFi-Tagen 2015
Der DSP-gesteuerte Vollverstärker A1 zum Preis von 3.500 Euro passte den Lautsprecher perfekt an die räumlichen Gegebenheiten an. (Foto: R. Vogt)
Thomas Ahlersmeyer von MindAudio bei den Westdeutschen HiFi-Tagen 2015
Thomas Alersmeyer von MindAudio erklärt das DIRAC-Einmess-Verfahren, dass er seinem Vollverstärker A1 vorschaltete. (Foto: R. Vogt)
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