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LowBeats Messlabor Spezialist Peter Schüller bei Analog-Messungen der Rega Tonabnehmer
LowBeats Messlabor-Spezialist Peter Schüller bei der Analyse. Die Messwerte und Aufnahmen werden mit dem Rega P9 (im Bild vorne links ) ermittelt beziehungsweise gemacht (Foto: P. Schüller)

Alle Rega Tonabnehmer im Vergleich

Seit 1973 baut Rega Plattenspieler, seit 1988 eigene Tonabnehmer. Die ersten Abtaster hießen Bias und Elys und folgten dem Prinzip des Moving Magnet (MM). Die beiden gibt es immer noch und sie sind die mit Abstand bestverkauften Rega Tonabnehmer.

Damals wie heute entstehen fast alle Tonabnehmer (Ausnahme: Carbon) per Handarbeit in der sympathischen Rega Manufaktur in Southend-on-Sea/Essex. Hier hat man an manchen Stellen das Gefühl, die Zeit sei stehen geblieben.

Dennoch sind die Abtaster über all die Jahre natürlich immer besser geworden und auch die Produktpalette ist ja mittlerweile ordentlich gewachsen.

LowBeats hat den Test des herausragend guten Plattenspielers Rega Planar 3-2016 zum Anlass genommen, um auch die gesamte Tonabnehmer-Familie unter die Lupe zu nehmen. Das heißt: Die MM-Tonabnehmer Carbon, Bias2, Elys2, Exact und das MC-System Apheta2 wurden ebenfalls gründlich geprüft. Das ganz große Aphelion ist zwar bereits angekündigt, war aber zum Zeitpunkt des Tests noch nicht erhältlich.

Für alle Abtaster gab es zwei Hördurchläufe: einmal am Rega Planar 3 – 2016 und einmal am Rega P9. Im Testbericht des Planar 3-2016 ist nachzulesen, welcher der vier MM-Abtaster am besten mit Laufwerk und dem neuen Tonarm RB 330 harmoniert.

Die Messungen hingegen erfolgten ausschließlich im bewährten Rega P9 mit dem immer noch überragend guten Tonarm RB 1000. Mit diesem Laufwerk wurden auch alle Tonaufnahmen für das LowBeats Klang Orakel gemacht, wo man alle Rega Abtaster (und zukünftig noch viele mehr) miteinander vergleichen kann.

Im Handel und in den Foren genießen Rega Tonabnehmer einen nicht ganz so guten Ruf wie die hervorragenden Plattenspieler; man hört öfter von geringer Serienkonstanz. Auch das LowBeats Messlabor war nicht rundum zufrieden und kritisierte vor allem deutliche Kanalabweichungen.

Klanglich fielen die aber weniger ins Gewicht als befürchtet. Von der Abstimmung her folgen alle Rega Tonabnehmer Roy Gandys Credo des natürlichen Tons und gehören zur Gattung der eher unauffällig-ausgewogen tönenden Abtaster.

Das gilt aber nicht für das einzige MC-System dieses Familientests: Das Apheta2 klingt zwar auch traumhaft ausgewogen, aber auch spektakulär dynamisch, transparent und pfundig im Bass.

Trotz seines hohen Preises von 1.800 Euro ist das Apheta2 – zusammen mit dem Rega Exact – unsere Empfehlung aus dem Rega Programm. Auch das sehr günstige Carbon ist für Einsteiger eine sehr gute Wahl. Bias2 und Elys2 sind ebenfalls fein ausgewogen, haben aber weniger Kaufargumente auf ihrer Seite.

Zu den einzelnen Tests kommen Sie hier:
Test Rega Carbon: MM-TOnabnehmer für Einsteiger
Test Rega Bias2: MM-Tonabnehmer für Aufsteiger
Test Rega Elys2: Der Golf unter den MM-Systemen
Test Rega Exact: MM-Abtaster der Oberklasse
Test Rega Apheta2: MC-Tonbabnehmer für Kenner

Nun ist es selbst für den ambitioniertesten Analogfan schwer, die Tonabnehmer alle miteinander unter gleichen Bedingungen zu vergleichen. Deshalb haben wir das LowBeats Klang Orakel ersonnen, wo Sie alle getesteten Tonabnehmer (aber auch alle Kopfhörer, alle Soundbars und sogar Lautsprecher) miteinander direkt vergleichen können.

Dafür braucht man nur einen guten Kopfhörer und einen guten Kopfhörer-Verstärker. Bei uns hat sich übrigens die Kombination aus Apogee Groove und Bose QC 25 mit Noise Cancelling bewährt. Beide sind bezahlbar und mit ihnen hört man so gut wie ALLES.

Weitere Informationen zu Regas Tonabnehmern unter www.tad-audiovertrieb.de.

Seit Oktober 2017 neu im Rega Programm:
Test Rega Ania – Regas kleinster MC-Tonabnehmer

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Ratgeber:
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Hintergrund:
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Die LowBeats Tonabnehmer-Tests: Messmethoden und Analyse