Home / Test / Home Cinema / AV-Vorverstärker / Test Trinnov Altitude 32: der ultimative Surround-Prozessor
Trinnov Altitude 32
Trinnov Altitude32 ist der aktuell Standards setzende Surround- und Akustikprozessor. Er bietet Ausbaustufen von 8 bis 48 Kanäle. Ab 17.790 Euro (Foto: R. Vogt)

Test Trinnov Altitude 32: der ultimative Surround-Prozessor

Wir konnten bereits im Sommer 2015 einen der ersten ausgelieferten Mega-AV-Prozessoren der Franzosen testen. Seit gut einem Jahr wird er regulär geliefert und seither durch Software ständig erweitert und verbessert: der Trinnov Altitude 32. Wir konnten ihn nun erstmals zusammen mit der fast schon monströsen Endstufe Trinnov Amplitude 8 ausprobieren, die immerhin bis zu 3 Kilowatt Leistung in acht Kanäle presst.

Trinnov Altitude 32
Trinnov Altitude 32 AV-Prozessor-Vorstufe mit genialer Raumkorrektur (Foto: R. Vogt)

An der Hardware des Vorverstärkers hat sich im Grunde nichts geändert. Es gibt den Trinnov Altitude 32 in Ausbaustufen mit 8, 16, 24 und 32 Kanälen – und mit der neuesten Firmware die Möglichkeit, mit einem Trinnov Magnitude 8-Kanal-Akusikprozessor zu kaskadieren, um auf die stolze Summe von bis zu 48 Kanäle zu kommen.

Das dürfte selbst exotischste und aufwendigste Installationen abdecken. Ab der Ausbaustufe mit 16 Kanälen kann man ein 3D-Audio Lizenzpaket mitbuchen, das die Immersive-Audio-Decoder Dolby Atmos, DTS:X und Auro-3D beinhaltet – und natürlich die dazu gehörenden Matrix-Decoder und Upmixer.

Stets mit dabei: Trinnovs geniale Lautsprecher- und Raumkorrektur Optimizer, die mittels des hauseigenen 3D-Mikrofons eingemessen wird. Die ist für alle Kanäle verfügbar und im Falle der Surround-Wiedergabe besonders wertvoll, da sie bei der Einmessung auch alle Lautsprecherpositionen im dreidimensionalen Raum exakt erfasst und durch die weitreichenden Korrekturen für zeitrichtige Wiedergabe ein sonst kaum mögliches, geschlossenes und lückenlos abbildendes Klangfeld erzeugt.

Auch ist man in der Wahl von Kombinationen von Lautsprechern so frei und flexibel wie mit aktuell keinem anderen Consumer-Gerät. Denn die gesamte verfügbare Zahl an Kanälen kann völlig frei zugeordnet und per Bassmanagement und integrierter Aktiv-Frequenzweichen angepasst werden. Ob man nun simples 5.1 oder aufwendige Immersive-Konfigurationen inklusive Deckenlautsprecher oder gar Subwoofer-Arrays baut, ist jedem überlassen.

Trinnov Altitude32
Trinnov Altitude 32: alle Ein- und Ausgänge stehen analog und digital zur Verfügung (Foto: R. Vogt)

Gegenüber manch konventionellem Heimkino-Verstärker ergeben sich aus dieser immensen Ausstattung auch ein paar Nachteile. So gibt es beispielsweise nur symmetrische Ausgänge. Wer also beispielsweise am Subwoofer nur auf einen Cinch-Eingang trifft, muss Adapter oder entsprechend speziell konfektionierte Kabel verwenden.

Auch wer mehr als 16 Kanäle verwendet, muss adaptern und entweder eine professionelle Breakout-Box verwenden oder das, was man im Profijargon eine „Kabelpeitsche“ nennt – also einen 25-poligen Adapter von D-Sub-Anschluss auf Einzelkabel mit XLR-Kupplungen. Einfacher haben es Anwender der Trinnov Amplitude 8 Endstufe, die lässt sich mit je 8 Kanälen direkt mit einem einzigen DB-25-Kabel anschließen.

Trinnov Altitude 32 Display
Trinnov Altitude 32 Display zeigt die verschiedenen Decoder-Typen (Foto: R. Vogt)

Etwas Besonderes ist, wie bereits beim ersten Check und dem Test des Stereo-Vorverstärkers Trinnov ST-2 Hifi beschrieben, die technische Architektur. Hier gibt es reine Eingangsboards sowie Ausgangsboards mit digitalen Ausgängen und D/A-Wandlern, die über eine zentrale Signalverteiler-Matrix kommunizieren, welche auch für die zentrale Taktung und Reduktion von Jitter zuständig ist.

Die komplette Signalverarbeitung inklusive Optimizer-Korrektur, Surround-Dekodierung und Audio-Streaming übernimmt die integrierte PC-Hardware. Die ist auch für die Außenkommunikation und Bedienung zuständig. Oben aufgesattelt und leicht austauschbar ist das HDMI-Board, das im Laufe 2017 eine Nachfolge mit aktuellen HDMI 2.0b-Standards bekommt.

Trinnov Altitude 32 Webmenü
Trinnov Altitude 32: Statt App Webmenü in jedem normalen Browser darstellbar (Foto: R. Vogt)

Im Alltag lässt sich der Trinnov Altitude 32 wie ein gewöhnlicher AV-Receiver per Infrarot-Fernbedienung oder den Tasten und Reglern auf der Front handhaben. Statt einer App gibt der Prozessor ein Webmenü auf jeden aktuellen Browser heraus. Das Webmenü ist beispielsweise auf einem Tablet angenehm verwendbar und für die Bedienung per Touchscreen optimiert.

Wenn man sich die URL oder IP-Adresse seines Altitudes als Bookmark auf iOS oder Android ablegt, hantiert es sich wie mit einer App. Nur die Konfiguration der komplexen Maschine und das Kalibrieren des Optimizers erfordert den Einsatz einer VNC-Software oder den direkten Anschluss einer Tastatur inklusive Maus und Monitor.

Entgegen unseres ersten Checks mit der Maschine ist die Firmware mittlerweile ausgereift und mehrere Generationen weiterentwickelt. Alles flutscht und funktioniert wie geölt, sofern man das bei einem derart komplexen Gerät sagen kann.

Seite 1    Trinnov Altitude 32: Ausstattung, Handhabung
Seite 2    Decoder und Klang, Fazit, Bewertung, Galerie