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Familientest TAD Excalibur – 3 MC-Abtaster unter 700 Euro

2.) TAD Excalibur Blue

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TAD_Excalibur_Blue_Frequenzgang_Uebersprechen
TAD_Excalibur_Blue_Frequenzgang_Uebersprechen (Messung: P. Schüller)
TAD_Excalibur_Blue_Rechteck-Verzerrungen
TAD_Excalibur_Blue_Rechteck-Verzerrungen (Messung: P. Schüller)
TAD_Excalibur_Blue_Impulstonverzerrungen
TAD_Excalibur_Blue_Impulstonverzerrungen (Messung: P. Schüller)
TAD_Excalibur_Blue_Harmonische_Verzerrungen
TAD_Excalibur_Blue_Harmonische_Verzerrungen (Messung: P. Schüller)
TAD_Excalibur_Blue_Doppelton-Verzerrungen
TAD_Excalibur_Blue_Doppelton-Verzerrungen (Messung: P. Schüller)
TAD_Excalibur_Blue_Tonarm-System-Resonanz
TAD_Excalibur_Blue_Tonarm-System-Resonanz (Messung: P. Schüller)
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Messkommentar TAD Excalibur Blue: Sehr ausgewogener und breitbandiger Tonabnehmer mit geringem Übersprechen. Beim dynamischen Frequenzgang mittels Rechteck-Test hält er sich im Brillanzbereich allerdings etwas zurück. Als typischer MC-Abtaster bietet das Excalibur Blue mit einer Impedanz von rund 30 Ohm eine vergleichsweise hohe Ausgangsspannung.

Die Tiefenabtastfähigkeit ist sehr ordentlich, aber die Verzerrungswerte bei höheren Frequenzen könnten besser sein. Mit einer Arm-System-Resonanz von 10,8 Hertz (am 11,2-Gramm schweren Rega Arm RB 1000) fühlt sich das Blue eher an mittelschweren Armen (12-15 Gramm) am wohlsten.

TAD Excalibur Blue von der Seite
Das TAD Excalibur Blue von der Seite (Foto: P. Schüller)

3.) TAD Excalibur Black

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TAD_Excalibur_Black_Frequenzgang_Uebersprechen
TAD_Excalibur_Black_Frequenzgang_Uebersprechen
TAD_Excalibur_Black_Rechteck- Verzerrungen
TAD_Excalibur_Black_Rechteck- Verzerrungen
TAD_Excalibur_Black_Harmonische Verzerrungen
TAD_Excalibur_Black_Harmonische Verzerrungen
TAD_Excalibur_Black_Doppelton- Verzerrungen
TAD_Excalibur_Black_Doppelton- Verzerrungen (Messung: P. Schüller)
TAD_Excalibur_Black_Tonarm-System-Resonanz
TAD_Excalibur_Black_Tonarm-System-Resonanz
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Messkommentar TAD Excalibur Black: Das derzeit größte Excalibur-MC ist ein ebenso ausgewogener und wie breitbandiger Tonabnehmer mit geringem, etwas kanalungleichem Übersprechen. Auch der dynamische Frequenzgang mittels Rechteck-Test beweist seine große Breitbandigkeit.

Interessanter Weise sind beim ihm die (im Rechteckspektrum theoretisch nicht vorhandenen) gradzahligen Komponenten vergleichsweise niedrig – wohl Aufgrund seiner niedrigen Abtastverzerrungen.

Er bietet als typische MC-Abtaster mit einer Impedanz von rund 30 Ohm eine vergleichsweise hoher Ausgangsspannung. Seine Tiefenabtastfähigkeit geht mit 80 Mikrometer völlig in Ordnung, auch die Verzerrungswerte sind allesamt auf erfreulich niedrigem Niveau. Mit einer Arm-System-Resonanz von 10,4 Hertz (am 11,2-Gramm schweren Rega Arm RB 1000) ist auch er in mittelschweren Tonarmen (12-15 Gramm) am besten aufgehoben.

TAD Excalibur Black von der Seite
Das TAD Excalibur Black von der Seite (Foto: P. Schüller)

Unterm Strick könnnen wir festhalten, dass sich alle drei Excalibur MC-Abtaster ausgesprochen gut messen: hohe Breitbandigkeit, geringe Verzerrungen und gutes Übersprechverhalten – man merkt: hier waren Könner am Werk. Und das hört man auch…

Die TAD Excalibur MC-Tonabnehmer im Hörtest

Wie bei allen bisherigen Tonabnehmertests bei LowBeats wurden auch die die TAD Excalibur Modelle in unserem Referenz-Laufwerk Rega P 9 mit RB 1000 Tonarm eingebaut und gehört. Und es ging mir bei allen drei Excaliburs gleich: das sind Tonabnehmer, die man einfach gern hört. Alle drei zeichnen sich durch schöne Klangfarben, viel Substanz und eine schöne Geschmeidigkeit aus.

Das TAD Excalibur Green spielt hier natürlich eine besondere Rolle, weil nur das Green als High Output MC wegen seiner vier mal so hohen Ausgangsspannung an den weit verbreiteten MM-Phonoeingängen anschließbar ist. Nach einigen Versuchen sind wird der Empfehlung von TAD gefolgt und haben das Green mit 47 kOhm abgeschlossen; das High Output MC dankte es mit einer schönen, körperhaften Wiedergabe.

Yello: Toy. Das Cover
Das 13. Album von Yello. Alle waren extrem gut aufgenommen, dieses ist vielleicht das Beste (Cover: Amazon

Eines der besten High Outputs MC, der letzten Testmonate war für mich das Sumiko Blue Point Special EVO III, das mit einer sehr feinen und natürliche Wiedergabe von Stimmen, klassischen Instrumenten und viel „Luft“ gefällt und in meinen Augen oft unterbewertet wurde. Doch im Vergleich zum TAD Excalibur Green stand es nur als zweiter Sieger da: Nicht nur, dass das Excalibur  Details noch etwas feiner und körperhafter nachzeichnete, es zeigte auch das größere, schwärzere, dabei sehr schön stabile Bassfundament. Die bei uns immer gern genommene, vor allem durch die Basslagen begeisternde Yello Toy, brachte das Excalibur mit deutlich mehr Nachdruck im Bass, aber letztendlich auch mit mehr Dynamik.

Dsa TAD Excalibur Blue – dann  am MC- Eingang angeschlossen – legt in puncto Punch und Agilität noch einen drauf. Wieselflink und ungemein präzise holt es auch feinste Details aus den Aufnahmen und klingt ungemein lebensecht – auch, weil es im Hochton so schmissig und leicht klingt. Hier machen sich die klassischen MC-Vorteile bemerkbar: Alles in allem ist das Blue um einiges dynamischer als das Green und ich persönlich würde es allemal vorziehen. Aber es gab einige Stimmen in der Testerrunde, die das etwas gefälligere Spiel des Green besser bewerteten. In den qualititativen Kriterien wie höhere Auflösung und höhere Dynamik liegt das Blue eindeutig vor dem Green. Wer als eine entsprechend gute MC-Vorstufe hat…

Cover Art David Gilmour Live At Pompeii
David Gilmour Live At Pompeii (Cover: Amazon)

Das TAD Excalibur Black ist eine Klasse für sich. Feiner auflösend als das Green, dezenter und gleichzeitig natürlicher und wenigstens genauso dynamisch wie das Blue, zieht das TAD Excalibur Black den Zuhörer in seinen Bann. Ich kann mich nicht entsinnen, für 700 Euro in den letzten Jahren einen derart überzeugenden Abtaster gehört zu haben. Wie genau, wie authentisch der P9 mit dem Excalibur Black die Stimme von Terry Calliers auf seinem Ausnahme-Album Speak Your Peace wiedergab ist einfach fantastisch. Ich habe den Mann nie live gehört, aber so muss es klingen: körperhaft, warm, detailreich. Mahlers 5. Symphony allerdings habe ich schon öfter gehört und in der Art, wie das Excalibur Black diese Aufnahme interpretiert, liegt ein großer Zauber inne – es hat etwas sehr Echtes.

Vor Kurzem hatten wir das Rega Ania im Test – ebenfalls ein MC-Abtaster und ebenfalls im Vertrieb der TAD – und ebenfalls bei LowBeats überragend getestet. Im Vergleich zum Ania klingt das Excalibur Black zwar etwas weniger dynamisch und weniger hochtonfreudig. Doch im Gegegnzug glänzt das Black mit einer Natürlichkeit und Ausgewogenheit,  die in dieser Klasse selten sind: eine Gitarre klingt exakt wie eine Gitarre, Streicher haben den genau richtigen Holzton. Das macht Spaß und lädt unmittelbar dazu ein, lange mit dem Black Musik zu hören.

Was ich getan habe: Die Doppel-LP David Gilmours Live in Pompeij habe ich mit dem Black komplett durchgehört und fühlte mich gut unterhalten – einfach, weil ich so viele Feinheiten aus der Aufnahme präsentiert bekam. Oder Mahlers 5. Symphonie: Das TAD Excalibur Black zieht den Zuhörer förmlich in die Aufnahme, besticht mit einer sehr schönen, unaufgeregten Authenzität. Das TAD Excalibur Black ist fraglos einer der besten MC-Tonabnehmer dieser Preisklasse

Fazit TAD Excalibur Tonabnehmer-Familie

In den letzten Monaten haben wir einige Tonabnehmer-Familientests durchgeführt, aber so glänzend wie TAD Excalibur haben sich hier bislang nur wenige geschlagen. Die Verarbeitung ist ordentlich, die Messwerte sind durch die Bank gut oder sehr gut und der Klang von Green, Blue und Black toppt Vieles, was die arrivierten Marken in diesem Preisbereich anbieten. Übersetzt in die LowBeats Wertung heißt das: 3 x überragend. Mehr kann man von einen Newcomer nicht erwarten.

Die Ergebnisse der TAD Excalibur Modelle in der Slideshow-Übersicht

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TAD Excalibur Green Bewertung
 TAD Excalibur Blue Bewertung
 TAD Excalibur Black Bewertung
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