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Jeden Monat gab es etliche Highlights. Doch für diesen Rückblick haben wir uns zusammengerissen: nur die wichtigsten in der Rückschau

LowBeats Jahres-Highlights 2018

Das Jahr geht zu Ende und wir wünschen Ihnen, liebe Leser, einen guten Rutsch ins neue Jahr. Auch 2019 wird sicherlich wieder viele Herausforderungen bieten, aber auch viel Schönes. Ein Versprechen von unserer Seite: Wir werden auch nächstes Jahr wieder die besten Rosinen des Marktes für Sie herauspicken und ausführlich darstellen. Dafür haben wir einen weiteren Hörraum eingerichtet: „nur“ 15 Quadratmeter groß, aber optimal zum Testen von Kompaktboxen und Soundbars. Und wir werden auch mehr Tests mit dem „Virtuellen Hörraum“ (Klang Orakel) untermauern, sodass Sie unsere Ergebnisse auch besser nachvollziehen können. Kurz: Es gibt vieles, auf das Sie sich bei LowBeats 2019 freuen können. Der letzte Beitrag 2018 ist ein Jahres-Rückblick. In den LowBeats Jahres-Highlights 2018 stellen die Autoren noch einmal ihre ganz persönlichen Highlights vor; Links im Text führen – so vorhanden – zu den ausführlichen Tests.

Es war natürlich alles dabei und es fiel jedem schwer, sich auf ein einziges Thema zu beschränken. Denn bei LowBeats versuchen wir ja, ausschließlich die Highlights des Marktes vorzustellen. Und rückblickend können wir sagen: 2018 war voll davon. Wir haben für jeden Monat ein Highlight herausgepickt:

Januar: Andreas Günther über den Plattenspieler Rega Planar 6 (Seite 1, siehe unten)
Februar: Peter Schüller über die Vorstufe Questyle CMA800P (Seite 2)
März: Bernhard Rietschel über die Standbox Heco Einklang (Seite 3)
April: Holger Biermann über den Rundumstrahler Nubert nuPyramide 717 (Seite 4)
Mai: Andrew Weber über die Komplettanlage Teac NR-7CD (Seite 5)
Juni: Stefan Schickedanz‘ Fahrt mit dem Volvo P1800 Schneewittchensarg (Seite 6)
Juli: Christof Hammer adelt rückwirkend Jason Pierce mit  And Nothing Hurt (Seite 7)
August: Claus Dick über das Tischradio Teufel 3Sixty (Seite 8)
September: Raphael Vogt über den Stromfilter LAB12 Gordian (Seite 9)
Oktober: Holger Biermann über den 300B-Röhrenamp Westend Audio Leo (Seite 10)
November: Frank Borowski über den Streaming-Amp Linn Selekt DSM (Seite 11)
Dezember: Jürgen Schröder über den Kopfhörer Sennheiser HD 660 S (Seite 12)

LowBeats Jahres-Highlights 2018 Januar: Andreas Günther – Rega Planar 6

Beim Rega Planar 6 musste ich ein bisschen mogeln – ich hatte ihn nämlich schon Ende Dezember 2017 vorgestellt. Aber ich finde, das gilt noch. Denn im kompletten Jahr 2018 ist mir kein anderer Plattenspieler der erschwinglichen Fraktion begegnet, der es mit dem britischen Schöngeist aufnehmen könnte. Eigentlich schade. Dass die Konkurrenz nicht zum Gegenschlag ausholt. Umgekehrt: Rega wird über ein geheimes Rezept verfügen, fast so etwas wie den Zaubertrank der Druiden.

Der Rega Planar 6 mit Rega Ania
Der Sprinter unter den Laufwerken: Rega Planar 6 mit Tonabnehmer Rega Ania (Foto: Rega)

Was wir wissen: Bei Rega entsteht alles unter einer Ägide. Andere Hersteller kaufen in China einen Tonarm zu, in Japan einen Tonabnehmer – Rega hingegen fertigt alles selbst. Hier stimmt die Architektur. Was jeden freuen wird, der jemals einen Tonabnehmer auf einen Tonarm fixieren musste. Bei Rega passt alles dank dreier Schrauben auf den Mikrometer, inklusive idealer Ausrichtung auf die Vinyl-Rille. Zudem hat Rega die perfekte Balance der Materialien gefunden. Andere bauen schwer, einige leicht – Rega hingegen hat den Mix der vielfältigen Materialien für sich entdeckt. Die Bodenebene besteht aus geschäumtem Polyurethan, umschlossen von zwei steifen Laminatscheiben. So denken Profis. Immerhin bauen die Briten seit über vierzig Jahren ihre Schätze. In einer bewussten Preisspanne von wenigen hundert bis zu einigen tausend Euro. Jeder soll hier glücklich werden. Die Philosophie wie die Produktionswege sind fast so etwas wie demokratisch gefügt – jeder bekommt das Beste für sein Geld. Es gibt keine Tricks, keine Verlierer, alles ist fair geregelt.

Wie beim Rega Planar 6 – hier ergibt sich ein ideales, unangreifbares Materialgefüge mit dem Plattenteller aus Glas. Dazu adelt das Ganze noch ein eigenständiges, externes Netzteil und das wirklich gute MC-System Rega Ania. Würde man die Preise für Netzteil und MC-Wandler zusammenzählen – die Hauptsumme dieses Plattenspielers wäre erreicht. Doch Rega wünscht sich für den Planar 6 nur 1.800 Euro. Das ist immerhin noch viel Geld. Aber eine Anschaffung für die nächsten Jahre. Der klangliche Gewinn ist enorm. Hier ist alles schnell, druckvoll, nie böse. So viel Vinyl-Klangkraft haben wir von keinem anderen Plattenspieler unter 2.000 Euro erlebt. Da ist das große Panorama, der Schmelz, der sinnliche und der sinnvolle Zusammenhalt von Musik.

Rega Planar 6 Motorsteuerung 1
Das hauseigene MC-System Ania passt perfekt in den RB 330 Arm des Planar 6 (Foto: H. Biermann)

Abermals: ein Jahr ist vergangen, der Tannenbaum lockt, und der Rega Planar 6 hat noch keinen ernsthaften Konkurrenten gesehen. Schön – frohe Weihnachten!

Die anderen LowBeats Jahres-Highlights 2018:
Februar: Peter Schüller über die Vorstufe Questyle CMA800P (Seite 2)
März: Bernhard Rietschel über die Standbox Heco Einklang (Seite 3)
April: Holger Biermann über den Rundumstrahler Nubert nuPyramide 717 (Seite 4)
Mai: Andrew Weber über die Komplettanlage Teac NR-7CD (Seite 5)
Juni: Stefan Schickedanz‘ Fahrt mit dem Volvo P1800 Schneewittchensarg (Seite 6)
Juli: Christof Hammer adelt rückwirkend Jason Pierce mit  And Nothing Hurt (Seite 7)
August: Claus Dick über das Tischradio Teufel 3Sixty (Seite 8)
September: Raphael Vogt über den Stromfilter LAB12 Gordian (Seite 9)
Oktober: Holger Biermann über den 300B-Röhrenamp Westend Audio Leo (Seite 10)
November: Frank Borowski über den Streaming-Amp Linn Selekt DSM (Seite 11)
Dezember: Jürgen Schröder über den Kopfhörer Sennheiser HD 660 S (Seite 12)