Stefan Bock, Leiter der Münchner msm-Studios auf der HIGH END 2016
Stefan Bock, Leiter der Münchner msm-Studios bei einem seiner Vorträge im Rahmen der HiRes-Mehrkanal-Vorführungen im Raum K1B. Das war nicht nur äußerst informativ – nach Aussagen der meisten Besucher dieses Events klang es hier auch am besten (Foto: R. Vogt)

HIGH END 2016: der LowBeats Rückblick

HIGH END 2016: Stefan Dreischärf
Stefan Dreischärf ist der kommende Mann bei der High End Society GmbH, dem Veranstalter der HIGH END. Der ehemalige Vertriebsleiter von Audio Physic übernimmt Ende des Jahres das Messeleitungs-Zepter von Branko Glisovic, der die Leitung jahrzehntelang innehatte (Foto: High End Society)

Nun ist es also wieder geschafft: Die HIGH END 2016, weltweit die wichtigste Messe für gehobenes HiFi, ist vorbei und hat uns über vier Tage wieder einmal gezeigt, warum das Hobby HiFi so großartig sein kann – und an einigen Stellen, warum sich die Branche manchmal so schwertut. Die Stände und Präsentationen sahen durch die Bank gut aus, doch es gab nur wenige Vorführungen, in denen es wirklich überragend gut geklungen hat. Das war, so mein Eindruck, letztes Jahr besser.

Nichtsdestotrotz ist die Perfektion, mit der die Messegesellschaft (High End Service GmbH) um Branko Glisovic und Stefan Dreischärf diesen HiFi-Event umsetzt, weltweit einmalig – und das wird von der HiFi-Welt auch genauso gesehen.

Wie zwar schon unter der Hand bekannt, nun aber auf der Pressekonferenz der High End Society öffentlich gemacht, wird es an der Spitze der Messeleitung einen Umbruch geben: Branko Glisovic, Mann der ersten Stunde und Vater des HIGH END-Erfolgs, geht in den Ruhestand und gibt die Leitung an Stefan Dreischärf ab, der mit der aktuellen HIGH END seine erste Feuertaufe schon bestanden hat.

Denn wieder einmal war es voll: sehr voll. Auf der HIGH END 2016 waren erstmals alle möglichen Messeplätze inklusive der kompletten Halle 1 ausgebucht; die Anzahl der Aussteller lag jenseits der 500. Es ist daher keine Frage, welche die Leit-Messe in diesem Bereich ist. Und zwar weltweit.

Kein Wunder also, dass auch der Zuspruch internationaler Besucher und Aussteller wuchs und man so auf der HIGH END 2016 immer mehr Komponenten sehen konnte, die in Deutschland noch keinen Vertrieb haben.

Insgesamt kamen knapp 20.000 Besucher. Das ist nicht so schlecht, die Messe hätte aber eigentlich deutlich mehr Besucher verdient.

LowBeats war natürlich über die ganze Zeit vor Ort und hatte erstmals das Kamerateam von LowBeats TV, bestehend aus René Heller (Moderation) und Jürgen Schröder (Bild, Ton, Licht) dabei, um die spannendsten Produkte/Entwicklungen beziehungsweise deren Protagonisten in Wort und Bild einzufangen. Das hat nicht nur uns eine Menge Spaß gemacht.

Wir haben nicht alles geschafft, was wir filmen wollten, nicht bei jeden Interviewpartner passte es zeitmäßig, denn auch vier Tage sind letztendlich schnell vorbei. Trotzdem haben wir sechszehn äußerst aufschlussreiche Interviews führen können. Wir haben die Themen so gewählt, dass in den Filmen schon viele der Messe-Highlights vorgestellt werden.

Es hat leider etwas gedauert, all die Interviews zu schneiden, die Fakten nachzurecherchieren und die vielen Fotos und Geschichten in eine Ordnung zu bekommen. Damit dieser umfangreiche Rückblick nicht zu unübersichtlich wird, haben wir daher folgende Gliederung vorgenommen: Wir starten mit einer alphabetischen Übersicht der Film-Interviews, gefolgt von einer Liste längerer Messe-Beiträge, dann folgen die Messe-Impressionen und am Ende unsere Wahl zu den Best Sounds Of The Show.

Branko Glisovic auf der Pressekonferenz zur HIGH END 2016
Branko Glisovic hat die HIGH END maßgeblich geprägt und ist der wesentliche Motor für ihren Erfolg. Ende des Jahres geht er in den wohlverdienten Ruhestand (Foto: High End Society)

 

LowBeats TV – Alle filmischen Interviews von der HIGH END 2016

Audionet-Bericht mit Interview: Hartmut Esslinger, Kult-Designer aus Cupertino, über die neuen Audionet-Komponenten.

M-One-Bericht mit Interview: Mansour Mamaghani, Inhaber von Audio Reference und smarter High-End-Botschafter, über den Micromega M-One.

Burmester C500-Bericht mit Interview: Dina Hoenge, Öffentlichkeits-Managerin und Gesellschafterin bei Burmester, erläutert die Konzeptbox C500.

Interview mit Andrew Jones, Entwickler-Ikone und Kopf der Entwicklungsabteilung von Elac USA, über die neuen Elac-Lautsprecher.

– Elac: Gunter Kürten, Geschäftsführer und umtriebiger Motor des Elac-Umbaus, erklärt den Jubiläums-Plattenspieler Miracord 90. Hier geht’s zum Miracord-90-Bericht mit Interview, hier zum Concentro-Bericht

Heco Direkt 38-Bericht mit Interview: Shandro Fischer, Voxx Manager und Ideengeber bei Heco + Magnat, über die eigenwillige Heco Direkt 38.

Martin Logan Renaissance 15A-Bericht mit Interview: Adib Khavari, Inhaber von Deutschlands größtem High-End-Vertrieb Audio Components, über die  Renaissance 15A.

Interview mit Christian Peters, Geschäftsführer von Mutec, über Jitter und Re-Clocking.

Interview mit Günther Nubert, Inhaber und kreativer Geist von Nubert, über die neue Elektronik des Lautsprecher-Riesen.

Octave RE320-Bericht mit Interview: Andreas Hofmann, Inhaber von Octave, Deutschlands erfolgreichster Röhren-Manufaktur, über die neue Endstufe RE 320.

Interview mit Jürgen Timm, allwissender Produktmanager von Pioneer, über die Zukunft des Streamings.

Interview mit Jochen Räke, uneitler Plattenspielerpapst und Mechanik-Extremist über das neue Transrotor Über-Laufwerk Metropolis.

Interview mit Axel Grell, Produktmanager und Sennheiser-Botschafter für alles Highendige, über kabellose Kopfhörer.

Pro-Fi-Bericht mit Interview: Hermann Gier, Mitbegründer und sprachgewaltiger Marketing-Mann erklärt Professional Fidelity (Pro-Fi).

E-Klasse-Bericht mit Interview: Siegfried Amft, Inhaber von T + A, Deutschlands größtem High End Hersteller, über die neue E-Serie.

Interview mit Arnaud Destinay, technisch beschlagener Trinnov Marketingleiter, zur Alleinstellung von Trinnov im Hightech-Heimkino.

HIGH END 2016 – die Hintergrundberichte

Aber es war nicht nur das Filmteam unterwegs, auch die LowBeats Redaktion war über die ganze Zeit auf der Suche nach pfiffigen oder überzeugenden Neuheiten. Wo es etwas mehr Informationen gab, wo wir längere Zeit was zum Anhören bekamen, haben wir längere Berichte verfasst. Auch dieser Streifzug ist der besseren Übersicht halber hier alphabetisch aufgelistet:

HIGH END Impressionen 2016: die Trends, die kleinen Highlights

Welche Trends ließen sich auf der HIGH END 2016 für die nächsten Jahre erkennen? Nicht viele. Dass Streaming zu DEM Thema dieser HiFi-Ära würde, war schon vor 3-4 Jahren absehbar. Dass sich die LP respektive die analoge Wiedergabe derart hartnäckig, aufwändig und vielfältig halten würde, dagegen nicht.

Ganz klar erkennbar: Kabel werden es zukünftig schwer haben. Dynaudio hat den Anfang gemacht und nun setzt doch so gut wie jeder Lautsprecherhersteller mit eigenen Wireless-Lösungen nach. Bestes Beispiel ist B&W. Die Briten bieten jetzt mit WAMP eine Nachrüstlösung an, bei der eine per Funkempfänger angesteuerte 500-Watt-Endstufe die Lautsprecher antreibt. Das geniale an der B&W-Idee: Die Endstufe steckt in einem  stabilen Lautsprecher-Fuß mit Spikes & Co und ist in dieser Variante vor allem für Standboxen interessant.

Ein echtes High End-Thema, von dem ich mir immer gewünscht hatte, es würde Trend (die Hoffnung aber schon längst aufgegeben hatte), wird nun doch noch eines: Man kümmert sich vermehrt um Strom. Liegt es an den vielen „Verschmutzern“, schwankenden Stromnetzen, woran auch immer – teure Stromleisten, Netzleitungen, Filter werden nachgefragt wie noch nie. Es ist nur noch nicht klar, welche Philosophie die richtige ist: Filter ja/nein im Signalweg oder nur parallel…?

Und ein Trend, der sich unterschwellig herangearbeitet hat, tritt immer offenkundiger zu Tage: Die Software ist für den Klang schon heute fast wichtiger als die Hardware. Das wird sich in den nächsten Jahren naturgemäß noch sehr viel mehr zu Gunsten der Software verschieben …

Die HIGH END 2016 bot mit über 500 Ausstellern natürlich unendlich viele kleine Highlights. Zum Beispiel den „Einsteigerverstärker“ 330 von Soulution. Die Schweizer sind sonst ja nur im sehr, sehr teuren Bereich unterwegs und so sind die 15.000 Euro womöglich als günstig zu betrachten. Leider stand er nur als nicht spielendes Mockup am Taurus Stand. Aber allein schon, dass er nicht diese Riesen-Bauhöhe der bisherigen Soulution Verstärker hat, macht ihn sympathisch.

Der ursprünglich aus dem Studiobereich stammende Lautsprecher-Spezialist PMC hat seine „zivile“ Twenty-Serie um die kleine Twenty5 erweitert. Die spielte auf der HIGH END 2016 und gemessen an vielem, was hier lieblos vor sich hin tönte, klang die Kompaktbox mit Mini-Transmissionline atemberaubend gut. Höchstwahrscheinlich sehr bald auch im LowBeats Hörraum …

Seit geraumer Zeit schon verwendet LowBeats im HiFi Hörraum für die Tests die Reference-Kabel von in-akustik, also LS 2404 und NF 2404. Die im badischen Ballrechten-Dottingen konfektionierten Verbindungen klingen überragend. Umso erfreulicher, dass die Serie nun um ein entsprechendes Phono-Kabel, das Reference 2404 Phono, erweitert wurde.

Eines der hübschesten und smartesten Geräte fand sich (wieder einmal) am Stand von Audiotrade: Die Röhrenvorstufe mit DAC, der Copland DAC 215, verspricht den anspruchsvollen Klang der Copland-Geräte und bietet ein breites Wandler-Bouquet im wirklich smarten Gehäuse mit Retro-Design. Mir gefiel er super, zumal er mit 2.000 Euro auch noch fair kalkuliert zu sein scheint.

Der kanadische High Ender MOON (im Vertrieb von Audio Components) überraschte mit einem All-In-One-Gerät, dem MOON ACE, einem Streamer-Wandler-Vollverstärker für 3.490 Euro, der mit dem Anspruch der großen Komponenten entwickelt und gefertigt wird. MOON Marketingleiter Costa Koulisakis zeigte mir, welche Möglichkeiten in dem ACE schlummern. Das war beeindruckend. Auf der Messe spielte der ACE an einem Pärchen Martin Logan Motion, was verblüffend gut klang.

Bei Music Line stand nicht nur das geniale Einbox-System Naim Muso QB im Mittelpunkt, es war auch erstmals die neue Focal Sopra No3 zu hören. Die große Schwester der Sopra No1 klang im gesamten Mittelhochtonbereich sagenhaft fein, detailreich und dynamisch, hatte aber im Bass mit dem Messe-typischen, leicht wattigen Sound der weichen Wände zu kämpfen. Trotzdem: Das hohe Potenzial war sofort erkennbar.

Die Studio-Profis von Genelec versuchen ja immer wieder, auch HiFi-Fans für ihre Schallwandler zu begeistern. Auf der HIGH END 2016 funktionierte das gut. Die kleinen Koax-Systeme 8351 zauberten einen Raum und eine Dynamik, dass es eine Freude war. Die großen Monitore 1234 SAM konnte ich auf der Messe leider nicht hören – jedes Mal, wenn ich dort war, spielten die kleinen 8351. Aber ich hatte früher schon einmal die Gelegenheit, diese 1234 SAM länger zu hören. Das war mal richtig auf den Punkt – und auf das Zwerchfell …

Neu im Taurus Vertrieb sind die italienischen Lautsprecher von NIME. Auf dem Messestand waren die NIME Mya zu bewundern, eine atemberaubende Skulptur aus Aluminium und Holz mit einer Bestückung, nach der sich der Audiophile gemeinhin alle Finger leckt: Keramik-Treiber von Accuton, Frequenzweichenbauteile von Mundorf, Anschlüsse von WBT. Der Preis : 10.700 pro Paar.

Gryphon (im Vertrieb von TAD Audio) hatte im Vorfeld der Messe ja Großes angekündigt und lieferte: Mit dem vierteiliegen Lautsprechersystem Gryphon Kodo schuf Gryphon Chef Flemming E. Rasmussen Lautsprecher, die selbst ihn, den stattlichen Wikinger, überragen. Zwei der vier Säulen sind reine Subwoofer, die über eingebaute Gryphon Endstufen angetrieben werden und per Filter auf die Raumakustik eingestellt werden können.

Bei den Mittelhochtonsäulen handelt es sich um Linienstrahler, in deren Mitte ein Air-Motion-Transformer (AMT) Hochtöner von Mundorf sitzt. Linienstrahler sind in der Lage, den Schall vergleichsweise weit zu tragen – ideal für große Räume. Der Gryphon Raum auf der HIGH END 2016 war relativ klein, aber den Bass hatten die Dänen perfekt im Griff. Eine Kodo Trommel klang wie ein Kodo Trommel – satt, druckvoll, beängstigend. Das System klang überhaupt sehr überzeugend, aber so dicht wie wir an den Lautsprechern saßen, war mir die Abbildung bei Stimmen einfach zu groß. In  größeren Räumen wird sich das vielleicht relativieren.

Tatsächlich hatte KEF (im Vertrieb von GP Acoustics) dieses Jahr gar nichts Neues zu bieten – dachte man. Aber klammheimlich haben sich die Briten dann doch für Dolby Atmos, DTS:X und Auro 3D gerüstet und einen Decken-Lautsprecher mit großem Koax entwickelt. Weil man auf der HIGH END nichts an die Wände bringen darf, musste KEF zur Präsentation des Reference-Heimkino-Sets eine aufwändige Gerüstkonstruktion im Raum hochziehen.

Aber das hat sich gelohnt. KEF Klangbotschafter Johan Coorg machte einen mitreißenden Musikmix und widerlegte die oft gehörte These, die neuen KEF Reference seien für Heimkino klanglich zu zart. Auf der HIGH END klang es super: natürlich, transparent und in allen Situationen pegelfest. Wie schön, dass sich die Reference 5 schon im LowBeats HiFi-Hörraum für den Test warmläuft …

DSPeaker, hierzulande im Vertrieb von AK-Sound Services, ist eigentlich bekannt für seine vergleichsweise günstigen Raumentzerrungs-Tools. Nun aber haben die Finnen ein ambitioniertes Projekt aufgelegt, das auf der HIGH END 2016 erstmals zu sehen war: Der Anti-Mode X4 ist Vorstufe, DSD-fähiger DAC, Kopfhörer-Verstärker, Aktivweiche und Raumentzerrer in einem. LowBeats Spezialist Raphael Vogt konnte den X4 schon begutachten und war begeistert. 3.750 Euro wird er kosten und wohl – so hieß – ab Sommer verfügbar sein.

Und zum Schluss Heavy Metal. Avid Laufwerk-Hersteller Conrad Mas kommt ursprünglich aus der Metallverarbeitung und steht nicht in dem Verdacht, halbe Sachen zu machen. Jetzt hat er auch noch Lautsprecher entwickelt, deren Gehäuse aus bis zu 3 Zentimeter starkem Stahl sind. Das Ergebnis ist absehbar: Das Gehäuse vibriert quasi nicht, wiegt aber im Falle der großen Avid Reference One ziemlich genau 300 Kilo. Da sollte man den Statiker schon vor dem Kauf zu Rate ziehen. Dessen Dienste dürften auch vergleichsweise günstig sein, denn für die Reference One stehen 160.000 Euro in der Preisliste des Vertriebs (IDC Klaassen).

 

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HIGH END 2016: Soulution Vollverstärker 330
Soulution hat zur HIGH END 2016 endlich mal einen noch irgendwie bezahlbaren Vollverstärker vorgestellt. Der 330 kostet 15.000 Euro (Foto: H. Biermann)
HIGH END 2016: PMC KOmpaktbox Twenty Five
Die PMC Twenty Familie hat Zuwachs bekommen: die kleine Twenty Five 5 machte auf der HIGH END 2016 einen hervorragenden Eindruck (Foto: H. Biermann)
HIGH END 2016: USB-Kabel in-akustikREference
Der badische Kabel-Spezialist in-akustik hat ein neues Phono-Kabel aus der Reference-Linie, das 2404. Der Preis der XLR-Variante liegt bei 1.920 Euro für 1,5 Meter Euro: Foto: R. Vogt)
HIGH END 2016: Röhrenvorstufe mit DAC Copland 215
Zumindest optisch schon einmal eine der gelungensten Röhren/DAC-Vorstufen der Messe: die Copland DAC 215 für 2.000 Euro (Foto: H. Biermann)
HIGH END 2016: MOON ACE mit Costa Koulisakis
Der kanadische High-End-Spezialist MOON hat mit dem Alleskönner-Vollverstärker ACE für 3.400 Euro eine sexy Alternative für alle, die keine Lust mehr auf großes HiFi haben. Mit im Bild der äußerst sympathische MOON Marketingleiter Costa Koulisakis (Foto: H. Biermann)
HIGH END 2016: Focal Sopra No3 auf der HIGH END 2016
Erstmals auf der HIGH END 2016 zu hören war die Focal Sopra No3 – links im Bild. Das neue Sopra-Flaggschiff mit deutlich mehr Bassgewalt als die Sopra No2 (orange) kostet 18.000 Euro pro Paar (Foto: T. Kunzler)
HIGH END 2016: Genelec Monitore 8351 und 1234 SAM
Top-Klang vom Studio-Profi: Der Genelec Kompakt-Monitor 8351 (weiß) und der große Monitor 1234 SAM klangen extrem räumlich und präzise (Foto: R. Vogt)
Kompaktlautsprecher NIME Audio Mya
Ab der HIGH END 2016 neu im Vertrieb von Taurus: Die NIME Audio Mya aus Italien überzeugen mit extravagant geformten Gehäusen und teuren Keramik-Treibern (Foto: H. Biermann)
Gryphon Audio Kodo mit Flemming E. Rasmussen
Gryphon-Chef Flemming E. Rasmussen (Mitte) präsentierte die neuen, zweiteiligen Linienstrahler namens Kodo. Die Bass-Säulen der Kodo sind mit integrierten Gryphon Endstufen aktiv angesteuert, das gesamte System kostet 261.000 Euro (Foto: H. Biermann)
KEF Vorführung mit Johan Coorg
KEF Klang-Botschafter Johan Coorg bot auf der HIGH END 2016 auch eine fantastische Heimkino-Demo in Dolby Atmos (Foto: H. Biermann)
Der DSPeaker Anti-Mode X4
Ganz neu von DSPeaker: der Anti-Mode X4 ist im Grunde eine Vorstufe mit extrem aufwändiger Raumentzerrung und sehr vielen Features. Preis: 3.750 Euro (Foto: R. Vogt)
Avid Reference Speaker Familie
Plattenspieler-Hersteller Avid macht Magico Konkurrenz: Seine Reference Lautsprecher sind komplett aus Stahl gefertigt und die große Reference One (160.000 Euro) ist satte 300 Kilo schwer. Die „kompakte“ Reference Three (in Schwarz) wiegt 100 Kilo und kostet 46.000 Euro, die mittlere Reference Two wiegt 196 Kilo und kostet 105.000 Euro (Foto: R. Vogt)
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Best Sound OF Show: Hier klang es am besten

Wie zu Beginn des Beitrags schon angedeutet: Letztes und vorletztes Jahr hatte ich eine Vielzahl begeisternder Momente auf der Messe – Ketten, die  überragend gut geklungen haben. Auf der HIGH END 2016 habe ich mir bestimmt nicht weniger Vorführungen angehört, fand es aber an viel weniger Stellen wirklich überzeugend. Dennoch aber war die Auswahl auch dieses Jahr wieder reichhaltig und wir haben natürlich mehrere „Best Sounds“ deklariert – einfach, weil es je unterschiedliche Kategorien gibt. Nämlich:

– Best Sound HIGH END STEREO 2016: Trinnov Altitude 32
Best Sound HIGH END MEHRKANAL 2016: HiRes-Demos in K1B
Best Sound HIGH END HEIMKINO 2016: Ascendo AIA
Best Sound OUT OF Show 2016: Wilson Audio Alexx in Starnberg

Im Bereich „Stereo“ müssen diese drei aber noch genannt werden, weil es einfach herausragend gut geklungen hat. 1.) Burmester  C500 – siehe Bericht und Interview. Das war zwar nicht bis in die letzte Haarspitze audiophil, aber machte einen Mordsspaß. 2.) Wilson Audio Sasha2 an McIntosh MC 601. Das ist so eine Kombination, die klingt fast immer. Außerdem hatten die Leute von Audio Components die Raumakustik sehr gut im Griff, weil sie den gesamten, durch eine feste Wand abgetrennten Vorraum zum Bass-mindernden Helmholtz-Resonator machten. Das ist mal tricky…

Und verdammt dicht dran am ersten Platz im Bereich Stereo war auch 3.) der Auftritt von Gauder Akustik. Es spielte die nagelneue Gauder Akustik RC 8 an einer kompletten AVM-Kette und wie üblich bei Gauder legte der Musik-Conférencier Thomas Hintze beste Musik auf. Hier stimmte schlicht alles. Die Offenheit der Präsentation, beste Musik, gute Laune und ein völlig unaufgeregter, tiefschürfender und wunderbar feinsinniger Klang. Die Präsentation bei Gauder unterstrich, was eine HIGH END auch sein kann und sein sollte: Ein Event unter Freunden und Gleichgesinnten, mit denen man auf super Anlagen viel gute Musik hört.

Gauder Akustik Demo mit RC 8
Thomas Hintzes Präsentation bei Gauder Akustik: Beste Musik, beste Unterhaltung und ein fantastisch offener Klang dank der neuen Gauder RC 8 für 60.000 Euro (Foto: H. Biermann)